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Generika: hohe Versorgungsqualität zum halben Preis

Generika: hohe Versorgungsqualität zum halben Preis

Einsparungspotenzial mit Generika

Eine Analyse der Arzneimittelkosten auf Basis des Fabriksabgabepreises laut dem unabhängigen Institut IMS-Health Austria deckt auf: Generika kosten durchschnittlich nur die Hälfte wie nichtgenerische Medikamente. Für die Qualität der österreichischen Medikamenten-Versorgung bedeutet das: Doppelt so viele Patienten können um das gleiche Geld behandelt werden.



Der richtige Umgang mit Arzneimitteln bringt nicht nur den erwünschten Therapieerfolg, sondern hilft auch sparen. Um Kosten einzudämmen, sollen auch nachgebaute, preisgünstige Medikamente, so genannte Generika, in der Therapie eingesetzt werden. Sie sind zwar billiger, aber therapeutisch gleich viel wert. Generika (Nachahmer-Medikamente) entsprechen in jeder Weise den Originalmedikamenten, können aber nach Ablauf des Patentschutzes wesentlich günstiger hergestellt und verkauft werden.

Nicht nur für die Krankenkassen bergen diese Medikamente Einsparungsmöglichkeiten. Auch jeder Patient kann statt teurer Originale billigere Nachahmer kaufen und sich somit Geld ersparen. Allerdings bevorzugt die Mehrheit der Österreicher noch immer Originalmedikamente. Nur zwölf bis 15 Prozent greifen bewusst zu Generika, und nur etwa 50 Prozent wissen, was Generika überhaupt sind.

Generika dämpfen den Ausgabenanstieg bei Arzneimitteln

In Deutschland sind bereits 57 Prozent der Packungen generisch. In Österreich waren 2007 lediglich 25 Prozent der Packungen Generika. Trotzdem verhindern Generika auch in Österreich bereits maßgeblich einen massiven Anstieg der Medikamenten-Ausgaben:

Auf 25 Prozent der Verordnungen entfallen nur 14,5 Prozent der Kosten. Gemäß den Zahlen des Hauptverbandes konnten in Österreich zwischen 2002 und 2007 demnach immerhin 360 Millionen Euro durch den Einsatz von Generika eingespart werden. „Generika weisen eine gewaltige Leistungsbilanz auf“, kommentiert Otmar Peischl, Obmann des Österreichischen Generikaverbandes (OEGV) die Zahlen:

„Im Vergleich zu Deutschland ist das Potenzial in Österreich aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Warum eigentlich nicht? Gleichzeitig wissen Experten, dass bereits bei einer leicht umzusetzenden Anhebung der Generikaverschreibungen die Kostenbremse Generika weiter kräftig angezogen werden kann.“

Eine gemeinsame Informationsoffensive von Generikaverband und Ärztekammer soll helfen, das Bewusstsein über die Einsatzmöglichkeiten bei Ärzten und Patienten zu schärfen. Mittels Generika-Broschüren, welche in den Arztpraxen aufliegen werden, soll die Aufklärungskampagne die Betroffenen erreichen.

Generika sind preisgünstig

Nichtgenerische Arzneimittel kosten in Österreich auf Basis Fabriksabgabepreis durchschnittlich 10,97 Euro. Generika gibt es im Preisvergleich schon um die Hälfte, nämlich um 5,58 Euro. Für die Krankenkassen bedeutet das, doppelt so viele Patienten können um das gleiche Geld optimal behandelt werden. „Generika leisten einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung und Erhaltung des hohen Niveaus der medizinischen Versorgung. Der Preisunterschied spricht für sich. Bereits jede einzelne Generikaverordnung macht bedeutende Geldmittel verfügbar. Viel Geld, das den Krankenkassen dringend fehlt“, so Peischl.

Dass der verstärkte Einsatz solcher Medikamente nicht besonders gut bei einigen großen Pharmakonzernen ankommt, ist verständlich, weshalb es auch nicht verwundert, dass aus dieser Richtung immer wieder auf die „Vorteile“ von (teureren) Markenmedikamenten hingewiesen wird. Während in anderen Wirtschaftsbereichen ein Vergleich mehrerer Produkte tatsächlich nicht immer angebracht (weil nicht seriös) ist, lässt sich ein solcher in diesem Fall ohne die geringsten Zweifel durchführen, da die Medikamente (und also die Inhaltsstoffe) vollkommen identisch sind.

Entsprechend dürften Generika-Anbieter vergleichsweise rosigen Zeiten entgegen gehen: Bis 2013 prognostizieren Experten – etwa bei Mitteln gegen Osteoporose, Asthma, COPD und Depressionen – Marktanteile von über 80 Prozent.

Immer mehr Ärzte verordnen Generika

Mit der besseren Informationslage erhoffen Politiker und Gesundheitsökonomen auch eine Preissenkung bekannter Markenmedikamente. Ob sich die Pharmaindustrie davon wirklich nachhaltig beeindrucken lässt, bleibt aber abzuwarten. Weltweit werden Generika jedenfalls bereits in fast allen wichtigen Anwendungsgebieten verordnet. Auch die österreichischen Ärzte stellen mit der Verschreibung von hochwertigen generischen Arzneimitteln sicher, dass die Patienten im Rahmen ihrer Therapie bestmöglich versorgt werden. „Ärztliche Praxen machen seit vielen Jahren von dieser gleichwertigen und preiswerten Alternative bei Arzneimitteln Gebrauch. Generika genießen bei Ärzten aufgrund ihrer Wirkung, Verträglichkeit und Arzneimittelsicherheit Ansehen“, stellt der Präsident der Österreichischen Ärztekammer fest.

Generika – bekannte Wirkstoffe bestens bewährt

„Mit dieser Informationsoffensive werden wir dem Wunsch nach mehr Informationen über Generika seitens der Bevölkerung gerecht. Unser Ziel ist es, den Patienten umfassende Informationen über Generika anzubieten“, erklärt Otmar Peischl, Obmann des Österreichischen Generikaverbandes.

Die neue und ausführlich gestaltete Broschüre beantwortet viele Fragen zu Qualität, Sicherheit und den Anwendungsgebieten von Generika. Komplexe Themen sind verständlich aufbereitet. Die Broschüre soll den Arzt bei seiner Aufklärungsarbeit aktiv unterstützen. „Eine Behandlung kann nur erfolgreich sein, wenn der Patient weiß, worum es geht und die Behandlung aktiv mitträgt“, bringt es Walter Dorner, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, auf den Punkt. Die Broschüren liegen in allen Ordinationen der niedergelassenen Ärzte in Österreich, sowie auf der Homepage www.generikaverband.at zum Download bereit.

Foto: Österreichischer Generikaverband

Linktipps:

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Kave Atefie





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