Impetigo Contagiosa | Krankheitslexikon

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Impetigo contagiosa Impetigo contagiosa

Dabei handelt es sich um eitrige Bläschen und juckende Krusten, die vor allem im Gesicht oder an den Armen entstehen. Diese Hautinfektion ist sehr ansteckend. Man kann sich nicht nur durch Körperkontakt infizieren, sondern auch über Handtuch, Kleidung und Geschirr. Meistens bildet sich dieser Ausschlag auf vorgeschädigter Haut, z. B. nach Windpocken. Er heilt bei richtiger Behandlung, ohne Narben zu bilden ab.

Wie kommt es zu einer Impetigo?

Bei der Impetogo contagiosa handelt es sich um eine bakterielle Infektion. Meistens ist der Erreger das Bakterium Staphylococcus aureus, das ein blasenbildendes Toxin (Gift) produziert. Seltener sind so genannte ß-hämolysierendee Streptokokken Auslöser einer Impetigo. Die Infektion wird meist über einen bakteriell bedingten Schnupfen (Rhinitis) oder über Kontakt mit an Impetigo contagiosa Erkrankten übertragen.

Begünstigend für das Auftreten einer Impetigo wirken Unsauberkeit, möglicherweise auch zugrundeliegende Störungen der körpereigenen Abwehr (Immunstörungen) und Erkrankungen in der direkten Umgebung. Häufigkeitsgipfel finden sich im Spätsommer und im Herbst. Viele Kinder stecken sich in Kindergärten und Schulen an.

Welche Komplikationen sind bei einer Impetigo möglich?

Selten kann es ausgehend von einer Impetigo zu einer beginnenden Blutvergiftung (regionäre Lymphangitis und Lymphadenitis), einer eitrigen Bindehautentzündung (Konjunktivitis) oder einer Mittelohrentzündung (Otitis media) kommen. Als Folge einer durch Streptokokken bedingten Impetigo sind Entzündungen der Nieren und des Herzens, die so genannte postinfektiöse Glomerulonephritis und Endokarditis, gefürchtet. Diese Komplikationen sind allerdings bei entsprechender Behandlung heutzutage glücklicherweise sehr selten.

Behandlung

Die Diagnose ist meistens unproblematisch. Die sehr typische Erscheinungsform der Grindflechte ist bei der Diagnose hilfreich. Der Erreger kann durch eine bakteriologische Untersuchung aus einem Hautabstrich, einem Nasen- oder Rachenabstrich, nachgewiesen werden. Bei schwach ausgeprägten Formen besitzen die Papeln Ähnlichkeit mit einer Herpes-Infektionen.

Je nach Schwere der Erkrankung sind lokale oder systemische Antibiotikagaben erforderlich. Gerade bei jüngeren Kindern, die noch nicht über eine gute körpereigene Abwehr verfügen, ist eine lokalen Therapie mit antibiotikahaltigen Salben oder Cremes (Penicillin, Oxacillin, Amoxicillin, Chlortetracyclin) oft erforderlich. In sehr schweren Fällen werden Antibiotika auch zum Einnehmen verschrieben. Die Grindflechte heilt auch bei großflächigem Befall ab, ohne Narben zu hinterlassen. Allerdings bleiben für einige Zeit rote, oder etwas dunklere Hautflecken zurück.

Pyoktanin zur örtlichen Desinfektion

Zur örtlichen Desinfektion wird oft eine Lösung verschrieben, die den Grind austrocknet. Pyoktanin wirkt der Entzündung und dem Juckreiz entgegen und tötet Bakterien und Pilze ab. Pyoktanin färbt die Haut blau.

Salizylvaseline löst Krusten auf

Salizylvaseline fördert die Heilung, weil es die Blasen und Krusten der Grindflechte auflöst. Sind große Hautflächen betroffen, können Teil- oder Vollbäder in Kaliumpermanganat sinnvoll sein.

Die Heilung kann homöopatisch unterstützt werden

Sie können die Heilung auch homöopatisch unterstützen. Wirksam sind z. B.:

* Aqua silicata zum Austrocknen
* Antimonium tartaricum D4 gegen die Pustelbildung
* Hepar sulfuris D6 oder Silicea D6 bei schlecht heilender Haut
* Avenasativa-Lösung als Badezusatz gegen Juckreiz

Lassen Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Eine Grindflechte muss immer ärztlich behandelt werden!

Fotohinweis: sofern nicht extra anders angegeben, Fotocredit by Fotolia.com

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