Therapeutische Impfung gegen Aids im Test

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AIDS

Schweiz – Ab August wird in vier Spitälern der Schweiz eine therapeutische Impfung gegen das HI-Virus getestet. Ziel des internationalen Programmes ist, dass HIV-Träger die Tri- oder Quadritherapie absetzen können, die oft von schweren Nebenwirkungen begleitet sind. An den Versuchen werden 100 Personen aus Frankreich, Großbritannien, Kanada, Australien, Italien, Schweden und der Schweiz teilnehmen, sagte Luc Perrin, Virologe am Genfer Kantons- und Universitätsspital.

Erste Ergebnisse werden in neun Monaten erwartet. In der Schweiz wird der Impfstoff insgesamt 18 HIV-Infizierten in Genf, Zürich, Basel und St. Gallen verabreicht. Es handle sich um Personen, die vor rund zwei Jahren eine HIV-Infektion erlitten und die während den letzten 18 Monaten mit der Quadritherapie behandelt wurden. Die Testpersonen werden während sechs Monaten verschiedene Impfdosen erhalten, die Auswirkungen der Therapie werden regelmäßig kontrolliert. Die therapeutische Impfung soll die Abwehrmechanismen der HIV-Infizierten stärken, so dass diese die HI-Viren gänzlich eliminieren oder zumindest die Vermehrung derselben stark einschränken können. Das internationale Impfprogramm mit dem Namen „Quest“ kostet 15 Mio. Dollar. Es wurde durch den britischen Pharmakonzern Glaxo Welcome zusammen mit einer Gruppe von Forscherinnen und Forschern aus den Teilnehmerländern lanciert.

Die Preissenkungen von Medikamenten im Kampf gegen AIDS sind Teil einer UNO-Initiative, mit der Anti-AIDS-Massnahmen von Organisationen, Regierungen und Unternehmen koordiniert werden. Zum Teil gebe es in den einzelnen Ländern im Zusammenhang mit der Immunschwächekrankheit massive Widerstände zu überwinden, was die einzelnen Akteure überfordern würde, sagte Kramer weiter. Anfang Mai erklärten fünf große Pharmakonzerne ihre Absicht, die Preise für Medikamente für die Behandlung von AIDS substanziell zu senken. Dazu gehören neben der Schweizer Firma Roche die beiden US-Firmen Merck & Co und Bristol Myers Squibb sowie der britische Pharmakonzern Glaxo-Wellcome und der deutsche Konzern Boehringer Ingelheim.

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