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Kraut | Heilpflanzenlexikon

Kraut | Heilpflanzenlexikon

Kraut, Weißkraut, Naturheilmittel

Das Kraut findet vorwiegend in der Küche Verwendung. Es ist eine beliebte Gemüsebeilage, man findet es unter anderem in Strudeln, und man kennt es – in Lake eingelegt – als Sauerkraut.

Das Kraut ist aber nicht nur eine beliebte Speise, auch seine Heilwirkung ist nicht außer Acht zu lassen. Bereits in der Steinzeit wurde vermutlich eine Ursorte des Krauts gegessen und deren Heilwirkung genutzt.

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Das Kraut findet in der Naturheilkunde innerliche Anwendung vorwiegend bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, äußerlich wird es bei Geschwüren und schlecht heilenden Wunden verwendet. Regelmäßiges Essen von Sauerkraut soll sich positiv bei Venenentzündungen, Darmträgheit oder Rheuma auswirken.

Das Kraut ist eine ein- bis zweijährige Kulturpflanze. Die Blätter des Krauts wachsen dicht zusammen, sodass sich ein fester Kopf bildet.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Brassica oleracea convar. capitata
  • Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 120 cm
  • Farbe der Blüten: Gelb
  • Sammelzeit: April – Oktober
  • Vorkommen: Europa
  • Standorte: sonnig; humose, nährstoffreiche Böden
  • verwendete Pflanzenteile: Blätter

Synonyme

Gemüsekohl, Kabis, Kappes, Kaps, Kohl, Kopfkohl, Krautkopf, Markstammkohl, Weißkohl, Weißkraut

Wirksame Inhaltsstoffe

Bitterstoffe, Harze, Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Schwefel), Fette, Proteine, Senfölglykoside, Vitamin A, Vitamin B, Vitamin C, Zucker

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Das Kraut wirkt antibiotisch, antimikrobiell, blutreinigend und entzündungshemmend. Darüber hinaus stärkt es das Immunsystem und fördert den Stoffwechsel. Auf folgenden Gebieten findet das Kraut Anwendung:

  • Darmträgheit
  • Geschwüre
  • Gicht
  • Hautentzündungen
  • langsam heilende Wunden
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür
  • offene Beine
  • rheumatische und neuralgische Beschwerden
  • Übergewicht
  • Venenentzündungen
  • Verstopfung
  • Vitamin C-Mangel

Dosierung und Anwendung

Das Kraut wird hauptsächlich zu Speisen verarbeitet. Auch das Trinken des Safts von frischem Kraut oder von Sauerkraut ist sehr beliebt und kann den Stoffwechsel und die Verdauung anregen sowie Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre lindern. Die Säfte sind im Handel erhältlich.

Äußerlich kann man mit frischen Krautblättern langsam heilende Wunden behandeln. Hierfür wäscht man 1 bis 2 große Blätter, trocknet diese, entfernt die dicken Rippen und walzt die Blätter so lange, bis sie weich und elastisch werden. Diese legt man dann auf die zu behandelnde Stelle.

Warnhinweise

Bei überwiegender Ernährung mit Kraut kann es zu einer Schilddrüsenvergrößerung kommen. Bei ausgewogener Ernährung sind jedoch keine Nebenwirkungen bekannt.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipps:

– Sauerkraut selbst gemacht
– Heilpflanzenlexikon – Index
– Rezept: Frühlingsrollen mit Krautfülle

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Kave Atefie





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