Innenraumplanung: Ergonomie und Raumklima werden immer wichtiger

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Innenraumplanung

Im Bereich der Innenraumplanung spielen gut durchdachte Konzepte eine wichtige Rolle, bei der die Nutzer und deren Umfeld im Vordergrund stehen. Bei der Gestaltung eines Wohnraumes sind langlebige und nachhaltige Attribute der neuen Einrichtung ausschlaggebend, die beim Design durch Qualität und Effizienz überzeugen sollte. Eine Herausforderung stellt die zweckmäßige Integration von heißgeliebten Bestandsmöbeln in das neue Raumkonzept dar, damit sich diese übergangslos einfügen.

Ziel ist die Schaffung von Wohnräumen, in denen sich die Bewohner stets wohlfühlen können. Wenn es sich um Arbeitsräume im privaten Umfeld handelt, sollten diese ein konzentriertes und effizientes Arbeiten unterstützen. In diesem Zusammenhang sind geordnete Strukturen für eine harmonische Atmosphäre ein maßgeblicher Faktor.

Gesundheitliche Aspekte bei der Wohnraumeinrichtung

Nach vielen Skandalen bezüglich toxischer Materialien und Chemikalien in Wohnräumen, nehmen gesundheitliche Aspekte bei der Wohnraumeinrichtung einen immer größeren Stellenwert ein. Niemand möchte in einem Raum leben, der mit Asbest verseucht ist und deshalb schwerwiegende Krankheiten hervorruft. Deshalb wird heutzutage Wert auf ökologische Baumaterialien gelegt, welche für Menschen nicht schädlich und für die Umwelt unbedenklich sind.

Diese Materialien stammen aus nachhaltig bewirtschafteten und nachwachsenden Rohstoffen. Darüber hinaus sind diese Baustoffe schadstofffrei und komplett recyclebar. Bei der Herstellung von ökologischen Baumaterialien kommen keine giftigen Chemikalien zum Einsatz, welche die Gesundheit beeinträchtigen. Auf diese Weise wird das Wohlbefinden aller Bewohner langfristig gefördert, davon profitieren speziell Allergiker, Asthmatiker, Kinder und ältere Personen. Das Raumklima wird auf natürliche Art und Weise verbessert, des Weiteren wird ein angenehmer Wert bei der Luftfeuchtigkeit geschaffen.

Da die meisten ökologischen Baustoffe für eine optimale Klimatisierung der Wohnräume sorgen, lässt sich auch langfristig Energie bei den Unterhaltskosten einsparen.

Moderne Innenraumplanung für gegenwärtige Anforderungen

Anstelle von traditionellen Schränken als Stauraum, wird in der modernen Innenraumplanung verstärkt auf Einbaumöbel gesetzt, welche bereits in die Planung für den Grundriss einfließen. Einbaumöbel sind extrem praktisch und haben den großen Vorteil, so gut wie unsichtbar zu sein. Sie schaffen, aufgrund einer optimalen Ausnutzung der vorhandenen Flächen, deutlich mehr Stauraum als herkömmliche Schränke.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die optimale Ausrichtung der Wohnräume, um das Tageslicht und dessen Wärme gezielt auszunutzen. Die während des Tages genutzten Wohnräume sollten stets zur Sonnenseite ausgerichtet sein, also nach Süden und Westen. Beliebt ist die Ausrichtung der Küche nach Osten, um beim Frühstück im Sonnenaufgang zu sitzen. Weniger wichtige Räume werden an der Nordseite untergebracht, genauso wie das Schlafzimmer, da hier kein Tageslicht benötigt wird. Idealerweise teilen sich Bäder und Toiletten ein Leitungssystem und sollten deshalb entweder neben- oder untereinander liegen. Wer bei den Kosten sparen möchte, der schließt an dieses System direkt auch die Küche mit an.

Im Trend liegen neuerdings offen gestaltete Wohnküchen, in Wohnräume integrierte Arbeitsbereiche und private Bäder für die hauptsächlichen Schlafzimmer. Heutzutage setzen sich immer mehr bodentiefe Fenster und breite Fensterbänder durch, die bereits mit einer eingebauten Beschattung ausgestattet sind. Extrem kleine Fensterrahmen, die nur wenig Licht in die Räume lassen, gehören der Vergangenheit an.

Die Planung der Küche

Selbst die kleinsten Wohnräume lassen sich ergonomisch und funktional organisieren, mit dem Hinblick auf ein elegantes Ambiente. Die Küche ist ein bei der Planung oft vernachlässigter Raum, mit stellenweise sehr kleinen Ausmaßen. Mit einer gut überlegten Innenraumplanung lässt sich auch dieser Raum optisch ansprechend und zweckdienlich gestalten.

In Küchenräumen bewirkt die Multiplikation von diversen Arbeitseinheiten eine flexible Verwendung, mit einer angenehmen und lebendigen Arbeitsatmosphäre. Ausgehend von dem vorgegebenen Grundriss, müssen zuerst die vorhandenen Strom- und Wasseranschlüsse berücksichtigt werden. Ausschlaggebend sind auch die individuellen Kochgewohnheiten und die benötigten Küchengeräte. Ausgehend von der Körpergröße der Nutzer, können die Arbeitsplatten entweder höher oder niedriger angesetzt werden.

Ergonomie der Möbel für eine rückenschonende Nutzung

Die meisten Menschen leiden unter Rücken- und Nackenschmerzen, zu den Ursachen gehören nicht nur mangelnde Bewegung, sondern auch falsche Möbel. Wenn das Sofa beim Sitzen zu tief einsinkt, der Stuhl zu hart oder die Matratze beim Schlafen durchgelegen ist, dann macht sich das irgendwann im Kreuz bemerkbar.

Ergonomisch gute Möbel sind so gebaut, dass man langes Sitzen und Liegen nicht spürt. Wichtig sind verstellbare Funktionen bei der Rückenlehne und der Unterlage, mit einer verstärkten Kisseneinlage, die eine aufrechte Haltung und gerade Liegeposition fördert. Wenn die Arbeitsflächen zu niedrig und die Wandschränke zu hoch sind, dann führt das auf Dauer zu einer ungünstigen Körperbelastung. Ein hohes Bettgestell aus Rahmen und Matratze hilft beim morgendlichen Aufstehen, in diesem Bereich überzeugen Boxspringbetten mit einer ausreichenden Höhe.

Altersbedingte Planung der Wohnräume

Von der Kindheit bis ins hohe Alter stellt jeder neu eintretende Lebensabschnitt komplett andere Anforderungen an die Wohnräume dar. Eine junge Familie hat im Vergleich zu Senioren abweichende Bedürfnisse im Alltagsleben. In diesem Zusammenhang kann eine gut durchdachte Innenraumplanung ganz erheblich zum stressfreien Familienleben beitragen. Deshalb sollten alle Familienmitglieder und deren Ansprüche bei der Wohnraumeinrichtung bedacht werden.

Bei einer familienfreundlichen Gestaltung ist ausreichend Raum für gemeinschaftliche Tätigkeiten vorhanden, aber gleichzeitig steht auch für jedes Familienmitglied ein ungestörter Rückzugsort zur Verfügung. Für die Bedarfsplanung ist zu bedenken, dass nicht nur genügend Wohnflächen existieren, sondern auch Nutzflächen und ausreichende Stauräume.

Mit fortschreitendem Alter bieten flexible und barrierefreie Wohnkonzepte einen maximalen Komfort für die Bewohner, die sich aus eigenen Kräften nicht mehr frei bewegen können. Wenn diese Einschränkungen vorausschauend eingeplant wurden, dann lassen sich kostspielige und aufwändige Sanierungsarbeiten in der Zukunft vermeiden. Auf diese Weise können Menschen mit körperlichen und altersbedingten Beeinträchtigungen alle Räumlichkeiten ohne Hindernisse nutzen.

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Quellen:

¹ Gestaltungsmöglichkeiten für moderne Küchen
² Raumplanung – so gelingt die Inneneinrichtung

Linktipps

– Ergonomie in der Küche
– Hygienefehler mit der richtigen Küchenplanung vermeiden
– Atmungsaktive Wände für ein gesundes Wohnklima
– Gesundes Wohnen: Licht, Formen, Farben zum Wohlfühlen

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