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Gesundes Wohnen (Teil 2): Licht, Formen, Farben zum Wohlfühlen

Gesundes Wohnen (Teil 2): Licht, Formen, Farben zum Wohlfühlen

Gesundes & Schönes Wohnen

Nur wenn Energie frei durch alle Räume zirkulieren kann, fühlen Sie sich zu Hause wohl. Immer mehr Menschen setzen das Konzept der universellen Lebensenergie Chi für sich ein, um Gesundheit, Leistungskraft und Wohlbefinden sowohl im privaten Bereich als auch am Arbeitsplatz positiv zu beeinflussen. Dabei sind die Weisheiten des Feng Shui nur ein Bereich der sinvollen Wohnraumgestaltung, wir haben für Sie darüberhinaus weitere wichtige Tipps zum Gesunden Wohnen zusammengefasst.



Licht, Farben, Natur

Das Geheimnis von Feng Shui liegt im freien Zirkulieren und in der guten Versorgung aller Raumbereiche mit Lebensenergie. Blockierte Bahnen verursachen einen Stau und bringen Hemmungen oder Krankheiten. Kleine Eingriffe zeigen oft große Wirkung. Wenn bewußt der passende Punkt aktiviert oder eine kleine Veränderung in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung vorgenommen wird, kann das große Auswirkungen haben. Der Wohnbereich wird als Spiegel Ihrer Persönlichkeit gesehen, ausgehend von der Annahme, dass jede Veränderung in Ihrem Umfeld wiederum Einfluß auf Sie oder Ihre Familie hat. Wasser- und Energieadern, falsche Farben, ungeschützte Ecken oder ungünstig plazierte Möbel können demnach das Wohnklima und das Wohlbefinden des Menschen belasten.

Chi ist laut chinesischer Philosophie die Kraft hinter allem Lebenden; es bedeutet auch göttlicher Atem oder vitale Lebensenergie. Es fließt sowohl in unserem Körper (in den Meridianen, wie sie in der Akupunktur bekannt sind) wie auch in der Erde und in der Atmosphäre. Im Feng Shui geht es hauptsächlich darum, diese uns umgebende Energie zu nutzen und zu steigern, da sich niedriges Chi oft als Mißerfolg – privat wie auch beruflich – manifestiert. Wer denkt, dass schon ein paar Zimmerpflanzen richtig platziert, einige Windspiele fachkundig aufgehängt, diverse Möbel umgestellt werden müssen und schon fühlt man sich in seinen eigenen vier Wänden viel besser, hat nur das Minimum gehört.

Für Arbeitsplätze hat der Gesetzgeber durch das Festsetzen von Schadstoffgrenzen Richtlinien geschaffen, die im privaten Wohnbereich fehlen. “ Wenn es für die Zimmerluft klare und verbindliche Schadstoffgrenzen wie für Arbeitsplätze gäbe, müssten 10% der Wohnungen in Deutschland evakuiert werden, bekämen Millionen Menschen Hausverbot im eigenen Haus.“ Ähnlich stellt sich auch die Situation in Österreich dar. Ähnlich wie am Lebensmittelsektor sind die Konsumenten durch die Vielzahl an neuen Materialien am Bau- und Wohnsektor überfordert, das Richtige für die eigenen Bedürfnisse auszuwählen. Ähnlich wie beim Lebensmitteleinkauf ist sehr oft der Preis die Grundlage für die Entscheidung. Deshalb ist es kein Wunder, dass sich immer öfter giftige Chemikalien in die Wohnwelt einschleichen.

Tipps für den Schlafbreich

Der Schlafplatz ist für das Wohlbefinden besonders wichtig. Nach der Lehre des Feng Shui rückt man das Bett an eine Wand und achtet darauf, dass es möglichst weit von Tür und Fenstern entfernt ist. Steht das Bett zwischen Tür und Fenster, liegen die Schläfer im energetischen Durchzug. Abhilfe schaffen ein Paravent, ein Raumteiler oder ein Vorhang. An den Fußteil des Bettes sollte kein Möbelstück anschließen. Oberhalb des Kopfteils sollten keine schweren Objekte wie Bücherregale montiert werden. Auch Spiegel haben nach Feng-Shui im Schlafzimmer nichts verloren.

Das Schlafzimmer sollte möglichst weit weg vom Haupteingang liegen und wenn möglich nicht an Bad oder Toilette grenzen. So wird man nicht durch Lärm im erholsamen Schlaf gestört. Erholsame Ruhe oder tierischer Sex – beides findet im Schlafzimmer statt und für beides braucht der Mensch eine Menge Energie. So kriegen Sie das Chi an die richtige Stelle. e entscheiden selbst, ob Ihr Schlafzimmer eine Oase der Freude werden kann oder nicht: es ist der Raum, in dem wir ein Drittel unseres Lebens verbringen. Anders als in den meisten anderen Zimmer wechseln wir hier selten die Position, der Schlafbereich sollte daher optimal gestaltet sein. Versuchen Sie alle geopathologischen Störfelder auszuschalten und stellen Sie Ihr Bett an den störungsfreien Platz. Sind Sie ein Morgenmensch, dann wählen Sie einen Raum im Osten zu Ihrem Schlafzimmer, als Abendmensch, dann darf der Raum auch nach Westen gehen. Vermeiden Sie südlich ausgerichtete Zimmer, dort können Sie nicht entspannen.Tagsüber sollte Sonnenlicht ins Zimmer gelangen, das bringt das Chi in den Raum, allerdings sollte das Bett nicht direkt von der Sonne angestrahlt werden. Das kann die Liegestatt überaktivieren und Probleme beim Einschlafen ergeben – sind Sie allerdings frisch verliebt, dann kann feurige Energie sicher nicht schaden.

Stellen Sie ihr Bett nicht mit dem Kopfteil zur Tür, das bringt Unsicherheit. Auch soll Ihre Schlafgelegenheit nicht direkt gegenüber der Tür stehen, das nennt man in China die ?Sargstellung?. Rotes Bettzeug kann zwar die sexuelle Aktivität steigern, schlafen sollten Sie in einer so „aufgeladenen“ Umgebung allerdings nicht – allzu „feurige“ Träume könnten die Entspannungsphase stören. Sie finden im Bett nicht zueinander und harmonisieren nicht beim Liebesspiel? Vielleicht haben Sie getrennte Matratzen – polstern Sie die ?Besucherritze? gut ab und verdecken Sie sie – oder legen Sie ein rosafarbenes Kissen am Kopfende auf die Stelle, wo die beiden Matratzen aufeinanderstoßen, das kann die Gegensätze verbinden. Achten Sie darauf, dass keine Kasten- oder Kommodenecken auf ihr Bett zeigen, sie schießen Sha-Pfeile auf Sie ab und können zu Streit führen. Und noch etwas: Das Schlafzimmer ist der Raum der Zweisamkeit – stellen Sie also keine Kinderfotos aufs Nachtkästchen – Kinder haben im ganzen Haus ihren Platz, im Schlafzimmer sollten Sie sich ganz auf Ihren Partner konzentrieren.

Lichtquellen

Neben einer Deckenbeleuchtung für den ganzen Raum sollten in jedem Schlafzimmer Leselampen mit gutem Licht zur Verfügung stehen. Auch der Schminktisch mit Spiegel braucht eine gute Beleuchtung. Schrankbeleuchtungen erleichtern das Kramen in großen Kleiderkästen.

Farbenspiel

Unterschätzen Sie nicht die Kraft der Farben: Naturfarben, helle Cremetöne bis hin zu Cremefarben wirken sauber und einladend. Gedämpftes Blassgrün wirkt kühl und beruhigend, aber nicht kalt. Vermeiden Sie wilde Muster und grelle Farben. Dann können sich Geist und Körper so richtig erholen. Weiß ist übrigens der chinesischen Lehre nach die Farbe der Trauer – auch in unserer westlichen Einschätzung hat Weiß etwas Steriles, Kaltes. Wie soll sich darauf also feurige Leidenschaft entwickeln? Beziehen Sie daher den Ort Ihres Liebespieles nicht mit steifen, weißen Laken! Wer Weiß liebt, sollte es in anderen Kombinationen – z.B. durch weiße Glasvasen – einsetzen.

Natur ist Trumpf

Natürliche Baustoffe sorgen für angenehmes Raumklima. Vollholzmöbel mit geölter oder gewachster Oberfläche können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Dasselbe gilt für Böden aus unversiegeltem Holz, Kork oder Naturfaser-Teppiche. Da das Schlafzimmer meist auch die gesamte Kleidung beinhaltet, sollte der Schrank gut zu lüften sein.

Raumfarben als Heilmittel – Farben im Schlafzimmer und Ihre Assoziationen

Anthroposophen streichen die Wände ihrer Kliniken, Altenheime und Schulen schon seit den zwanziger Jahren nach Erkenntnissen der Farbheilung und sind damit therapeutisch sehr erfolgreich.
Natürlich sind Farben nicht nur im medizinisch-therapeutischen Bereich nutzbar, sondern von jedem anwendbar, wenn man sich mit ihnen umgibt. Farben richtig einzusetzen ist keine Kunst, wenn man weiß, wie sie wirken:

VIOLETT

wirkt als Vollton schwer und mystisch, in zarteren Versionen wie lila oder flieder sensibilisiert es jeden, der den Raum betritt und ist daher für den Eingangsbereich einer Wohnung sehr geeignet.

Positive Assoziationen: Spiritualität, Religiosität, Feierlichkeit, Mystik
Negative Assoziationen: Magie, Macht

BLAU

als Mittelblau sparsam verwendet, wirkt es sehr beruhigend. Als Hellblau kühlt es den Raum und gibt Weite – für Menschen mit hohem Blutdruck und viel „Hitze“ sehr angenehm. Speziell für Schlafräume geeignet. Im Wohnzimmer könnten Besucher leicht frösteln.

Positive Assoziationen: Ruhe, Weite, Tiefe, Himmel, Luft, Wasser, Sehnsucht, Kühle, Treue, Vertrauen
Negative Assoziationen: Grün und blau schlagen, blau sein, den Blues haben

TÜRKIS

wirkt als Blautürkis antiseptisch, für alle Bereiche, die dieses Gefühl vermitteln sollen – wie Bäder, Toiletten oder Praxisräume – ideal. Gelbtürkis wirkt dagegen heiter.

GRÜN

entstresst und führt zu unserer Mitte. Für alle Ruhe- und Erholungs-Räume ideal. Ganz besonders gut für Menschen mit einer Herzschwäche.
Positive Assoziationen: Natur, Wachstum, Harmonie, Leben, Frieden, Sympathie, Zufriedenheit, Frische

GELB

bringt viel Licht in einen Raum und stimmt heiter. Gelb macht kleine Räume größer und dunkle Räume heller.
Positive Assoziationen: Licht, Sonne, Erleuchtung, Helligkeit, reifes Obst, Blumenduft, Blüten, Gold
Negative Assoziationen: Gift, Galle, Eiter, Schwefel, Neid, Eifersucht

ORANGE

bringt in seiner dunkleren, gedämpften Variante Wärme und Gemütlichkeit.
Das leuchtende Frühlings-Orange peitscht auf und hält wach – deshalb sparsam einsetzen, damit die Wirkung nicht zu aufregend wird.
Positive Assoziationen: Wärme, Abendsonne, Feuer, Erotik, Apfelsinen, Fruchtbarkeit, Fraulichkeit

ROT

eignet sich nicht für Plätze, an denen kommuniziert werden soll, da man energetisch aufgeladen wird oder bleibt, und dies sonst oft zu Streitigkeiten führen könnte. Für Morgenmuffel z.B. im Bad geeignet.

Positive Assoziationen: Energie, Kraft, Liebe, Leidenschaft, Lust, Feuer, Glut, Willenskraft, Mut, Rosen, Kirschen
Negative Assoziationen: Kampf, Verletzung, Mord, Wut, Opfer, Sucht, Chaos, Egoismus, Gefahr, Macht, Hexen, Krieg, Apokalypse

ROSA

besänftigt, sensibilisiert und reduziert Aggressionspotentiale. Zusammen mit einem Lind- oder Apfelgrün beeinflusst es das Verhalten von cholerischen Menschen überaus positiv.

BRAUN

ist die ideale Farbe für Fußböden, z.B. Parkett oder Terrakotta-Fliesen. Es vermittelt das Gefühl, festen Boden unter den Füßen zu haben.
An den Wänden gibt es einen Höhlencharakter. Für Kinderzimmer sind dunkle Brauntöne ungeeignet – Kinder brauchen Spektralfarben und helle, klare Töne.

Positive Assoziationen: Bäume, Holz, Nüsse, Leder, Tabak, „Mutter Erde“
Negative Assoziationen: Gutbürgerlichkeit, Nationalsozialismus, Fäkalien

WEISS

ist als Wandfarbe am gebräuchlichsten. Wenn es geschickt mit Accessoires und Bildern durchbrochen wird, sorgt es für Klarheit und Weite.
Positive Assoziationen: Unschuld, Sauberkeit, Weisheit, Heiliges, Leere

GOLD

bringt Wärme und Sonnenglanz in die Räume. Diese Farbe stärkt das Herz und hat eine hohe Heilschwingung.

SILBER

verstärkt im Raum klare Linien, vermittelt aber auch Kühle. Besonders sinnvoll eingesetzt, wenn man chaotische Charakterzüge mildern will.

Öl-/Acrylbild von www.kave.at

Linktipps:

– Kunst für zu Hause: Pop-Art Bilder direkt vom Künstler
– Feng Shui: Lebensraum & Wohlbefinden
– Gesundes Wohnen – Teil 1
– Schlafstörungen
– Hausstaub-Gift in den eigenen 4 Wänden
– Lärmschutz
– Mit der Natur im Reinen – Umwelttrends für eine grüne Zukunft
– Sicheres und gesundes Wohnen mit Kindern

Kave Atefie





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