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Ginkgo | Heilpflanzenlexikon

Ginkgo | Heilpflanzenlexikon

Ginkgo, Fächerbaum, Naturheilmittel, public domain

Der Ginkgo-Baum ist in seiner jetzigen Form seit 40 Mio. Jahren bekannt und gehört so entwicklungsgeschichtlich zu den ältesten Pflanzenarten der Erde. Ursprünglich in China, Korea und Japan beheimatet, wird er zunehmend auch in Europa, vor allem als Parkbaum angepflanzt, auch aufgrund seiner Resistenz gegen schädliche Umwelteinflüsse. Der älteste Baum in Europa steht in Frankfurt seit 1750.

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Medizinisch verwendet werden Spezialextrakte aus den Blättern, in der Traditionellen Chinesischen Medizin auch die Samenkerne.

Johann Wolfgang von Goethe verewigte den Ginkgo-Baum nicht nur in seinen Versen, er ließ auch im botanischen Garten Jena (ehem. Garten Goethes) einen solchen Baum pflanzen, weshalb der Ginkgo im Volksmund auch „Goethebaum“ genannt wird.

In Asien wird der Ginkgo als Tempelbaum verehrt.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Ginkgo biloba
  • Familie: Ginkgogewächse (Ginkgoaceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 40 m
  • Farbe der Blüte: Grün
  • Sammelzeit: Oktober
  • Vorkommen: weltweit
  • Standorte: sonnig bis halbschattig

Synonyme

Fächerbaum, chinesischer Tempelbaum, Elefantenohrbaum, Entenfußbaum, Goethebaum, Großvater-Enkel-Baum, Mädchenhaarbaum, Silberaprikose

Wirksame Inhaltsstoffe (der Blätter)

Flavonoide, Alkohole, Pinit, Zucker, Essigsäure, Capronsäure, Ginkgolsäure, Ginkgolid, Shikmisäure, Sitosterin, Wachs, Stärke, Harz, ätherisches Öl, fettes Öl

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Die Inhaltsstoffe der Blätter des Ginkgo-Baums wirken unter anderem durchblutungsfördernd. Aus diesem Grund findet der Ginkgo-Baum auf folgenden Gebieten Anwendung:

  • Arteriosklerose
  • Durchblutungsstörungen
  • Hautgeschwüre aufgrund von mangelnder Durchblutung
  • Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens)
  • Vergesslichkeit

Darüber hinaus wird er bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Asthma
  • Bronchitis
  • Dekubitus (Wundliegen)
  • Diabetes
  • Wurmerkrankungen

Dosierung und Anwendung

Im Handel erhältlich sind Extrakte aus den Blättern in Form von Tees, Tinkturen, und Fertigpräparaten. Die Dosierung und Anwendungsdauer ist abhängig vom Präparat sowie vom Anwendungsgebiet, daher sind die Angaben des Herstellers zu beachten.

Das Sammeln von Blättern zur Herstellung von Tees oder Tinkturen ist nicht empfehlenswert.

Warnhinweise

  • Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Ginkgo!
  • Ginkgo steht im Verdacht, schwerwiegende allergisch bedingte Hautreaktionen, wie Stevens-Johnson-Syndrom, epidermale Nekrolyse, Angioödem und Erythema exsudativum multiforme, auslösen zu können.
  • Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern unter 12 Jahren anwenden!
  • Nicht ohne ärztlichen Rat anwenden, vor allem

– bei Personen, die gerinnungshemmende Mittel einnehmen müssen
– bei Krampfleiden (Epilepsie) oder wenn Medikamente eingenommen werden, die die Krampfschwelle herabsetzen (z. B. Antidepressiva)
– bei Diabetes (Zuckerkrankheit)

  • Vor Beginn einer Behandlung sollte abgeklärt werden, ob die Symptome nicht einer vorliegenden Grunderkrankung zuzuordnen sind.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipps:

– Schafgarbe gegen Schaufensterkrankheit
– Die Kraft der Kräuter nutzen
– Kräuter richtig konservieren
– Heilpflanzenlexikon – Index

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Kave Atefie





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