Flüssigkeitszufuhr – Tipps und Tricks, wie Sie die Affenhitze besser überstehen

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Affenhitze, Durstlöscher, Durststiller

Ausreichend Flüssigkeit sorgt dafür, das körpereigene Kühlsystem in Schwung zu halten. Wenn wir schwitzen, verdunstet Wasser auf der Haut und kühlt uns ab. Der menschliche Körper besteht zu 60 Prozent aus Wasser. Fast zwei Drittel befinden sich in den Körperzellen, der Rest in der Gewebsflüssigkeit zwischen den Zellen, davon zirka sieben Prozent im Blut. Ohne Wasser geht also gar nichts.

Der Körper braucht es für seine Grundfünktionen. Es sorgt dafür, dass die Organe arbeiten, die Nährstoffe zu den Zellen gelangen und Stoffwechsel Endprodukte abtransportiert werden. Wer langfristig zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, kann krank werden und sich Nieren- oder Herzleiden zuziehen. Erwachsenen wird von Medizinern empfohlen, eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen, die auf verschiedene Arten wieder ausgeschieden werden. Den Großteil (ein bis eineinhalb Liter) hinterlassen wir auf der Toilette, der Rest verdampft über Schweißdrüsen (ein halber Liter in 24 Stunden) und Atmung. Dies gilt für ganz normale Tage.

Bei großer Hitze erhöht sich die Schweißabsonderung enorm. Selbst bei Büroarbeit können das je nach Veranlagung bis zu vier Liter am Tag sein. „Prinzipiell trinken die Menschen zu wenig. Im Laufe des Erwachsenenlebens lässt das Durstempfinden nach. Je älter man wird, desto größer das Problem“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Ingrid Kiefer vom Institut für Sozialmedizin der Universität Wien.

Die Folge: Es geht einem einfach nicht gut, man hat Kopfweh und Konzentrationsschwierigkeiten. Ingrid Kiefer empfiehlt, aktiv zu trinken. Am besten gleich zu Bürobeginn eine Flasche Wasser auf den Schreibtisch stellen und sich über den Tag verteilt immer wieder an einem Gläschen laben. So kann man sich das richtige Trinkverhalten wieder antrainieren. Wer sich an eine bestimmte Menge gewöhnt hat, dem geht sie auch ab, wenn er wieder in trockene Zeiten verfällt. Natürlich lebt der Mensch nicht gern vom Wasser allein. Deshalb empfiehlt es sich, zu variieren. Mit Säften und Tees. Als Treibstoff für den Organismus und als Durstlöscher ist Wasser aber ideal. Mineralwasser erst recht, weil Mineralstoffe ergänzt, die wir beim Schwitzen verlieren.

Vor eiskalten Getränken wird gewarnt: Sie löschen nur kurzfristig den Durst, sorgen für zusätzliche Schweißausbrüche und eventuell für Magengeschwerden.

Tipps & Tricks

Elisabeth Tschachler-Roth hat in ihrem Buch „Gesund & glücklich durch das ganze Jahr“ ein „Nachfüllprogramm“ zusammenstellt:

  • Zum Frühstück zwei Tassen Pfefferminztee,
  • Vormittag: Ein Glas Multivitaminsaft sowie Wasser und Mineralwasser,
  • Mittag: Apfelsaft gespritzt,
  • Nachmittag: Kräuter- oder Früchtetee und wieder Wasser.
  • Nachtmahl: Johannisbeersaft gespritzt,
  • Vor dem Schlafen gehen: Melissen- oder Orangenblütentee.

Natürlich spenden auch Suppen, Obst und Gemüse Flüssigkeit. Wer an heißen Tagen reichlich bei Früchten zu greift, versorgt sich nicht nur mit Wasser, sonder auch mit Vitaminen und Mineralstoffen. Die besten Durstlöscher zum Reinbeißen: Gurken, Paradeiser, Kohlrüben, Paprika, Wassermelonen, Erdbeeren, pfirsiche und Orangen. Apropos: Wer dies mit leichter Kost kombiniert, ist mit allem versorgt, was er brauch und bleibt auch an heißen Tagen cool.

Getränke, die Zucker, Koffein und Alkohol enthalten, tun uns bei Hitze gar nicht gut. Sie machen entweder dick, putschen auf oder vernebeln das Hirn. Harte Getränke und schwere Rotweine sind jetzt verpönt. Bier oder G’spritzter sollten erst nach Sonnenuntergang genossen werden.

Rangliste der Durslöscher:

  1. Leitungswasser
  2. Mineralwasser
  3. Tee
  4. Kaffe
  5. Limonade
  6. Energydrinks
  7. Bier
  8. Sommer-G’spritzter

Linktipps

– die 10 besten Tipps gegen die Affenhitze
– Gesundes Raumklima im Sommer
– Eistee und Erfrischungsgetränke
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