Fettleber | Krankheitslexikon

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Fettleber

Die Diabetes-Patienten leben nicht allein mit einem höheren Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen. Eine große Gefahr für schlecht eingestellte Diabetiker ist die Fettleber, die so genannte nichtalkoholische Fettlebererkrankung.

Die sogenannte Fettleber ist eine häufige Begleiterkrankung bei Diabetes mellitus und Übergewicht und kann unter anderem zu Fettleber-Hepatitis oder Leberzirrhose führen. Ein Fünftel aller NAFDL-Patienten entwickelt eine Leberzirrhose. „Bei einer Diabeteserkrankung erhöht sich das Risiko für ein Leberzellkarzinom um das Vierfache, die Patienten leiden häufiger unter Hepatitis C oder B und haben ein höheres Risiko für akutes Leberversagen“, berichtete Ao. Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer, Klinische Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel an der Medizinischen Universität Wien. Mit Diät und Bewegung können Patienten gegensteuern, bei Bedarf wird medikamentös behandelt. „Die Therapie der Fettleber wird zukünftig ein wichtiges Ziel in der Prävention von Diabetes und nichtalkoholischen Leberzirrhosen werden“, so Roden.

Die Leber

Die Leber, unser wichtigstes Stoffwechselorgan, wiegt 1,5 kg und befindet sich im rechten Oberbauch. Normalerweise wird sie von den Rippen bedeckt und reicht bis zum Rippenbogen. Kein anderes Organ ist schwerer, und nur das Gehirn verbraucht mehr Sauerstoff pro Zeiteinheit: 75 ml pro Minute. Die Leber ist Produktions- und Speicherort für viele lebenswichtige chemische Verbindungen, z.B. Hormone, Cholesterin, Fett.

Fettleber

Neben einem zu hohen Alkoholkonsum über längere Zeit können vor allem Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 zu einer Verfettung der Leber führen. So haben rund 80 Prozent aller Alters-Diabetiker auch eine Fettleber. Außerdem begünstigen Fettstoffwechselstörungen, Leber schädigende Medikamente, Giftstoffe oder auch eine Schwangerschaft die Entstehung einer Fettleber.

Bei einer Fettleber – der Name sagt es – ist der Fettgehalt der Leberzellen stark erhöht. Als Folge einer solchen vermehrten Fetteinlagerung wird die Leber insgesamt größer, schwerer und bekommt eine „fettgelbe“ Farbe. Eine Verfettung der Leber bzw. eine Fetteinlagerung in die Leberzellen zählt bei der Bevölkerung der westlichen Industrienationen zu den häufigsten Veränderungen der Leber überhaupt.

Mögliche Ursachen können sein:

  • Alkoholismus
  • Diabetes mellitus (vor allem Typ-2-Diabetes, früher Altersdiabetes genannt) und andere hormonelle Erkrankungen
  • Störungen des Fettstoffwechsels (z.B. Fettsucht, Übergewicht)
  • Einseitige kohlenhydratreiche Ernährung
  • gewisse Darmerkrankungen, sowie
  • Vergiftung durch Chemikalien und bestimmte Arzneimittel

Symptome

Eine mäßig ausgeprägte Fettleber verursacht meist überhaupt keine oder höchstens ganz geringfügige und uncharakteristische Beschwerden. Diese rühren allerdings häufig nicht von der Fettleber selbst her, sondern sind Zeichen der Grundkrankheit, die zur Verfettung führte.

Als mögliche Symptome werden vor allem genannt:

  • Druckgefühl in der Lebergegend
  • Beschwerden beim Liegen auf der rechten Seite
  • Völlegefühl
  • hohe Neigung zu Blähungen

Prävention

Mit Diät (ballaststoffreich, fettarm) und regelmäßiger Bewegung (durch Sport wird die Leber angeregt, die Entgiftung gefördert und durch das Schwitzen über die Haut die Leber entlastet) können Diabetiker gegensteuern, bei Bedarf wird medikamentös behandelt. Bei der Ernährung auf folgende Hinweise achten:

Linktipps

– Die Leber: Aufbau, Funktion, Erkrankungen
– Ernährung beeinflusst die Leber und damit die Gesundheit
– Fettleber – (nicht nur) eine Folge des Lebensstils
– Leber Zirrhose muss nicht vom Alkohol kommen !
– Krankheitslexikon: Hepatitis
– Wellness-Corner: Heilfasten

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