Ästhetische Zahnkorrekturen und Zahnbehandlungen

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Ästhetische Zahnkorrekturen

Ästhetische Zahnkorrekturen boomen, immer mehr Menschen suchen trotz gesunder Zähne spezialisierte Zahnärzte auf, um ihr Gebiss in makellosem Glanz erstrahlen zu lassen.

Nicht nur Hollywoodstars wissen um die Macht eines schönen und gepflegten Lächelns. Weiße Zähne symbolisieren Jugend, Schönheit und Gesundheit, und so gibt es auf dem Markt der Zahnästhetik zahlreiche Angebote und Methoden, von denen allerdings nicht alle ohne Risiko für den Patienten sind.

Egal ob Zahnaufhellungen (Bleaching), weiße Füllungen, Inlays, Overlays, Veneers oder Zahnspangen – die Auswahl an ästhetischen Maßnahmen in der Zahnmedizin ist mittlerweile riesengroß. Blendend weiße und gleichmäßige Zähne, sofern nicht naturgegeben, sondern vom Profi vollbracht, haben allerdings ihren Preis. Wie in der ästhetischen Medizin insgesamt, drängen daher auch im Bereich der ästhetischen Zahnkorrekturen immer mehr Anbieter auf den Markt, die versuchen, Kunden mit Billigangeboten zu locken. Nicht nur erfahrene Zahnärzte, auch Konsumentenschutzeinrichtungen raten aber von Billiglösungen ab, da sie den Zähnen nachhaltig Substanz kosten können. Wer sich für derartige Eingriffe interessiert, sollte sich also vor einer Entscheidung umfassend über Anbieter und Methoden informieren.

Ästhetische Zahnbehandlungen im Überblick

Zahnaufhellung (Bleaching): Um Verfärbungen, die durch Nikotin, Ernährung, Medikamente oder den natürlichen Alterungsprozess entstehen, zu entfernen, wird ein konzentriertes Aufhellungsmittel auf die Zähne aufgebracht. Derart behandelte Zähne können um bis zu zwei Farbnuancen aufgehellt werden.

Weiße Füllungen: Mittels eines speziellen Füllmaterials aus Kunststoff, welches mit Keramik- und Quarzteilchen versetzt ist (sogenannte Nano-Hybrid-Composites), können Vorder- und Seitenzähne minimal-invasiv versorgt werden. Die besonderen Eigenschaften des Materials sorgen für hohe Beständigkeit und ein ästhetisches Erscheinungsbild.

Inlays, Onlays, Overlays: Bei größeren Zahndefekten werden diese im Gegensatz zu Füllungen nach einer Abdrucknahme im zahntechnischen Labor gefertigt. Daher erfordern Inlays, Onlays und Overlays mindestens zwei Behandlungstermine. In der ersten Sitzung erfolgt die Präparation (Beschleifen) des Zahnes und die Präzisionsabformung (Abdruck). Mit Hilfe dieses Abdruckes wird ein detailgetreues Modell der Situation im Mund hergestellt. Auf diesem Modell stellt der Zahntechniker die Restauration (z. B. Inlay, Onlay, Overlay) her, die daraufhin in einer zweiten Behandlungssitzung vom Zahnarzt eingesetzt werden kann. Ausführungen aus Keramik bestechen besonders durch perfekten Randschluss und optimale Farbanpassung an die Nachbarzähne.

Veneers: Veneers sind dünne Verblendschalen aus Vollkeramik, die mit einem Spezialkleber auf die Zahnoberfläche geklebt werden. Die Zähne erhalten damit – bildlich gesprochen – eine ästhetisch perfekte neue Fassade, gleichzeitig können so störende Lücken, Verfärbungen oder Zahnfehlstellungen einfach behoben werden, ohne die Zahnsubstanz zu dezimieren oder die Zähne überkronen zu müssen.

Unsichtbare Zahnspange: Dabei handelt es sich um eine vergleichsweise junge Methode der Zahnkorrektur, mit der kleinere bis mittlere Fehlstellungen ausgeglichen werden können. Die Besonderheit dabei ist die Ausführung der individuell geformten Schiene aus durchsichtigem Kunststoff, wodurch die Zahnspange praktisch unsichtbar wird. Diese Methode (Invisalign-Verfahren) aus den USA ist durch die transparenten und elastischen Schienen (sogenannte Aligner) besonders schonend und unauffällig. Darüber hinaus sind Invisalign-Aligner sehr komfortabel, da sie ohne Metalldrähte und -brackets auskommen, die Zahnfleisch und Mundraum reizen können.

Tipps

Zahnärzte betonen zwar, dass ästhetische Zahnkorrekturen niemals Selbstzweck sein dürfen, sondern immer auch einen gesundheitlichen Nutzen bringen sollen, bei Maßnahmen wie etwa der Zahnaufhellung ist diese Aussage aber nur mehr schwer nachvollziehbar. Gerade bei diesen Maßnahmen sollten Patienten also besondere Vorsicht walten lassen. Folgende Punkte sollten beim Bleaching beachtet werden:¹

  • Jugendliche unter 16 Jahren sollten von Zahnaufhellungen unbedingt Abstand nehmen, denn bei ihnen sind die Zahnnerven noch im Wachstum und könnten geschädigt werden.
  • Gleiches gilt für Personen mit empfindlichen Zähnen oder Zahnfleisch bzw. ausgeprägten Allergien.
  • Vorsicht ist auch bei Patienten mit Parodontose, angegriffenem Zahnschmelz, Löchern oder freiliegenden Zahnhälsen geboten.
  • Für optimale Ergebnisse sollte vor dem Bleaching am besten eine professionelle Zahnreinigung vom Zahnarzt durchgeführt werden lassen.
  • Wer Kronen, Veneers oder Brücken trägt, sollte auf Bleaching-Produkte für den Hausgebrauch verzichten.
  • Nach dem Bleaching kann es zu erhöhter Empfindlichkeit der Zähne gegen heiße und kalte Getränke kommen.

Wie lange das Aufhellergebnis anhält, ist sehr individuell und hängt von den Ess- und Trinkgewohnheiten des Betroffenen ab, wissenschaftliche Studien über die Haltbarkeit professionell durchgeführter Bleaching-Maßnahmen fehlen noch.

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¹ Quelle: Zahnästhetik – Focus online

Linktipps

– Zahnrestauration: Plombe, Krone oder Brücke?
– Bleaching: Zahnbleichmittel können Nebenwirkungen haben
– Professionelle Zahnreinigung: Vorbeugen statt später teuer sanieren
– Welche Möglichkeiten bietet die kosmetische Zahnheilkunde?

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