Das Krankheitsbild gestaltet sich bei jedem Neurodermitiker individuell verschieden. Der Verlauf läßt sich daher nicht vorhersagen. Schon bei Säuglingen kann in den ersten Lebensmonaten der sogenannte Milchschorf auftreten, mit stark nässender und krustiger Haut vor allem im Kopfbereich. Meist klingen die Erscheinungen bis zum fünften Lebensjahr ab. Die Krankheit kann aber auch erst im Jugend- oder Erwachsenenalter zum Ausbruch kommen. Beim Neurodermitiker ist die Hornschicht der Haut in ihrer Funktion beeinträchtigt. Durch zu starke Wasserabgabe trocknet sie aus, es bilden sich Risse und Schuppen. Typischerweise sind die Armbeugen, Kniekehlen, Handgelenke, Hals und Nacken betroffen. Die Haut ist gerötet und wirkt oft derb oder geschwollen. Es finden sich auch Krusten oder nässende Stellen. Ein charakteristisches Merkmal ist der Juckreiz, der so stark sein kann, das manche Neurodermitiker ein Bild des ständigen Kratzens und Reibens bieten. Das Kratzen führt zu Entzündungserscheinungen, die selbst wiederum Juckreiz auslösen.
Sommerliche Hitze, erfrischendes Nass und Sand am Meer und in der Sandkiste bringen oft zusätzliche Reize für die überempfindliche Haut von Neurodermitikern. Einige einfache Tipps können helfen, ohne wesentliche Einschränkungen an Spiel- und Sportaktivitäten in der warmen Jahreszeit teilzunehmen:
- Beim Schwimmen im Freibad oder in der Halle trocknet die Haut durch das chlorhaltige Wasser aus. Achten Sie darauf, dass das Badewasser jedesmal gut abgeduscht wird.
- Ein Aufenthalt am Meer wirkt sich in den meisten Fällen günstig auf bestehende Hautveränderungen aus. Am Gesamtverlauf ändert sich allerdings nach der Rückkehr nach Hause nichts.
- Bei gerade akutem Beugenekzem reizen die kleinen Sandkörner am Strand oder in der Sandkiste zusätzlich. Sie sollten abends durch kurzes, gründliches Abbrausen entfernt werden.
- Menschen mit Neurodermitis haben sowohl in der Art der Bekleidung als auch beim Material gewisse Vorlieben. Da Neurodermitiker eine gestörte Temperaturregulation haben, tragen sie auch an heißen Tagen lieber lange Hosen, um durch das Schwitzen eine Abkühlung zu ermöglichen. Am besten vertragen wird Baumwolle in reiner Verarbeitungstechnik (z. B. Baumwolljersey, Flanell, Baumwollschnürlsamt
Ein Beitrag von www.med.at
Linktipps:
…. Neurodermitis: Ursachen, Symptome, Therapie
…. Heilpflanzenlexikon: Nachtkerze gegen Neurodermitis
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