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Extremes Pollenfrühjahr – hilfreiche Tipps und Tricks für Allergiker

Extremes Pollenfrühjahr – hilfreiche Tipps und Tricks für Allergiker

Pollenbelastung

Mit dem Frühling beginnt für die Pollenallergiker wieder eine harte Zeit mit zahlreichen Beschwerden: tränende, brennende, juckende Augen, Niesanfälle, rinnende Nase. Allein in Österreich leiden geschätzte 900.000 Menschen an einer Allergie. Aufgrund des langen, kalten Winters in Österreich droht heuer im Frühling eine regelrechte „Explosion“ der Pollenbelastung, da alle Pflanzen ziemlich gleichzeitig blühen.



Endlich. Der Frühling ist nun wirklich da und weckt die Lebensgeister: Menschen strömen ins Freie, um den Duft der warmen Jahreszeit zu inhalieren und die winterbedingt lahmen Glieder wieder zu bewegen. Doch jetzt beginnt auch eine schwere Saison für Allergiker – bei etwa 900.000 ÖsterreicherInnen bleiben die Türen fest verschlossen. Denn: Die Pollen sind los. Geschätze 20% leiden in Östterich unter Heuschnupfen, Tendenz steigend. Und heuer dürfte aufgrund des langen Winters die Situation auch noch verschärft auftreten, da viele Pflanzen quasi gleichzeitig zu blühen beginnen.

Hilfreiche Tipps & Tricks für Pollen-Allergiker

Die Österreichische Apothekerkammer hat für alle Betroffenen einige einfache Verhaltensregeln zusammengestellt, die Allergiker heuer besonders beachten sollten:

  • Nachrichten des Pollenwarndienstes oder Pollenkalender nützen
  • An Tagen mit hoher Pollenbelastung so wenig wie möglich im Freien aufhalten
  • Versuchen Sie, extreme körperliche Anstrengungen oder Stress zu meiden, da diese Faktoren Ihre Beschwerden verstärken können.
  • Halten Sie sich zu Tageszeiten großer Pollenbelastung am besten in geschlossenen Räumen auf.
  • Durch das Tragen von Sonnenbrillen kann ein Teil der Pollen abgehalten werden.
  • Abendliches Haarewaschen entfernt festgesetzte Pollen.
  • das Gesicht mehrmals täglich mit Wasser abspülen.
  • Für die Urlaubsplanung empfiehlt sich ein Aufenthalt im Mittelmeerraum oder in Skandinavien.
  • bei extreme Belastung Allergenschutzmasken verwenden
  • Lüften der Wohnung nur zu belastungsarmen Zeiten
  • Die Pollenbelastung ist am Land am frühen Morgen und in der Stadt eher mittags sowie nachmittags besonders hoch
  • Belaubte Wälder können einen guten Schutz bieten, da die Blätter die Pollen aus der Luft filtern. Vorsicht ist allerdings am Waldrand geboten. Hier ist die Pollenbelastung normalerweise besonders hoch.
  • Kreuzreaktionen von Pollen und Nahrungsmittel beachten (z.B. z.B. Birkenpollen – Äpfel und Nüsse)

Wenn Krankheitsanzeichen des Heuschnupfens auch außerhalb der Pollenflugzeit auftauchen, kommen andere Allergieauslöser wie z.B. Tierhaare, Hausstaubmilben und Schimmelpilze in Frage.

Wie können Allergien behandelt werden ?

Prinzipiell gibt es 2 Möglichkeiten

1. Kausale Therapie durch Hyposensibilisierung oder Allergieimpfung, bzw. SIT Behandlung (Spezifische Immuntherapie), bei der das auslösende Allergen in steigender Konzentration unter die Haut gespritzt wird, anfangs wöchentlich, nach 6-8 Wochen 1 x im Monat. Die Therapie dauert üblicherweise 3 Jahre.

Bzw. bei Kindern die Angst vor der Nadel haben kann man auch eine sogenannte SLIT (sublinguale Immuntherapie machen), wobei hier Tropfen unter die Zunge getropft werden. Anfangs tgl. 1-10 Tropfen, später 2-3 x wöchentlich durchgeführt.

2. Prophylaktische bzw. symptomatische Therapie mit Medikamenten die entweder schon vorbeugend verwendet werden müssen um eine Histaminfreisetzung zu verhindern und als sogenannte Mastzellenstabilisatoren bezeichnet bzw. kommen die klassischen Antihistaminika auch als H1- Blocker bezeichnet zum Einsatz, die die Symptome der Histaminausschüttung unterdrücken.

Wie können die Symptome bei einer Allergie behandelt werden?

  • Lokal mit Tropfen oder Sprays für die Nase, bzw. Tropfen für die Augen.
  • Systemisch durch Einnahme von Tabletten, Brausetabletten, die Antihistaminika enthalten.
  • Bei schweren Formen wird auch Kortison verabreicht – sowohl lokal als auch systemisch.

Bei einer Allergie handelt es sich um eine regelrechte Entgleisung des Immunsystems: Histamin ist ein Naturstoff, der im menschlichen oder tierischen Organismus als Gewebshormon und Neurotransmitter wirkt und auch nahezu überall im Pflanzenreich und in Bakterien vorkommt. Die wichtigste Funktion von Histamin besteht in seiner Beteiligung an der Abwehr körperfremder Stoffe und seiner pathologischen Beteiligung an der Symptomatik von Allergien und Asthma. Hierbei führt Histamin zu Juckreiz und Schmerz, Kontraktion der glatten Muskulatur in den Bronchien und den großen Blutgefäßen (Durchmesser von mehr als 80 µm) sowie der Erweiterung kleinerer Blutgefäße verbunden mit Hautrötung. Sogenannte Antihistaminika blockieren die Wirkungen des Histamins. Antihistaminika werden meist nach Bedarf kurzfristig einige Tage oder Wochen eingesetzt, Kortisonpräparate und Bronchien erweiternde Medikamente oft Jahre oder sogar das ganze Leben lang.

Übrigens: Feinstaub durch Autoabgase (Dieselmotoren), Hausbrand, macht zunehmend Probleme, vor allem Kleinkinder in Großstädten sind besonders betroffen, möglicherweise haften die Pollenkörner an den Russ-Partikeln des Feinstaubes und gelangen in tiefe Lungenregionen.

Weitere Infos auch unter www.apotheker.or.at

Linktipps:

– Angriff der Pollen – sämtliche Therapiemethoden im Überblick
– Pollenallergie – was ist das eigentlich
– Pollen-Tagebuch online
– So schützen Sie Ihre Augen vor Allergenen
– Allergien im Kindes- und Jugendalter
– interaktive Luftgüteinformation

Kave Atefie





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