1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 Sterne von 5)
Umweltmedizin: Informationen und weiterführende Links

Umweltmedizin: Informationen und weiterführende Links

Umweltbelastung

Wenn Chemikalien und mikrobielle Belastungen krank machen, werden die Ursachen oft nicht erkannt. Zu den gesundheitsgefährdenden Umweltfaktoren zählen Luftverunreinigung, Lärm, schädliche Strahlung aber auch psychosoziale Komponenten wie Reizüberflutung oder Stress am Arbeitsplatz.



Der Nachweis gesundheitlicher Auswirkungen von Umweltbelastungen ist methodisch oft sehr schwierig, da meist geringe Schadstoffmengen über lange Zeiträume wirken können.

Erst ganz allmählich entwickelt sich das Bewußtsein bei Medizinern und Betroffenen, dass viele Krankheitserscheinungen, für die nach langer Suche immer noch keine Erklärung zu finden ist, auf Einflüsse aus der Umwelt zurückzuführen sind. Bei den Betroffenen zeigt sich häufig eine Sensitivität gegenüber Stoffen (Chemikalien, Lärm, Bakterien etc.) aus der Umwelt. Der Körper dieser sensitiven Patienten reagiert auf so geringe Mengen der krankheitsauslösenden Stoffe, dass Grenzwerte keine Aussagekraft mehr besitzen.

Die Umweltmedizin öffnet sich diesem Problemfeld und sucht dabei nach neuen Wegen, diesen Menschen zu helfen. Vielfach gibt es bisher noch keine, oder nur mangelhafte wissenschaftliche Belege für neue, umweltbedingte Erkrankungen. Die Forschung in diesem Bereich steckt sozusagen erst in den Kinderschuhen. Solche Nachweise brauchen Zeit. Wichtig ist es aber, den Betroffenen schon heute, mit dem bereits vorhandenen Wissen, so gut wie möglich zu helfen. Innerhalb dieses Spannungsfeldes zwischen pragmatischer Medizin und wissenschaftlicher Forschung entwickelt sich ein medizinischer Bereich, der in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Außerdem wirkt erschwerend, dass viele verschiedene Schadstoffe in unterschiedlichen Konzentrationen wirken. Eine besondere Bedeutung kommt daher persönlichen Lebensstilfaktoren und dem individuellen Stoffwechsel zu.

Die umweltmedizinische Beratung erfolgt durch speziell ausgebildete Ärztinnen und Ärzte zu Themen der Wohnhygiene und der Umweltmedizin (Lärmbelästigung, elektromagnetische Felder, Schadstoffe in Innenräumen usw.). Messanalytisch und gutachterlich werden unterschiedliche Leistungen (z.B. Schimmelpilzsporenmessungen und Wasseruntersuchungen) angeboten.

Foto: public domain

Informationsstellen:

Umweltmedizinische Beratungsstelle Wien
Feldgasse 9, 1080 Wien
Tel: 01/404 13-87800
(erreichbar: Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr) oder
E-Mail: ifum@m15.magwien.gv.at

Gesundheitsamt der Stadt Linz Umweltmedizin
Neues Rathaus, Hauptstraße 1-5, 4041 Linz
Tel: +43(0)732/7070-2601
Fax: +43(0)732/7070-2619
E-Mail: gesundheitsservice@mag.linz.at

Gesundheitsamt der Stadt Salzburg Umweltmedizin
Schwarzstraße 44, 5024 Salzburg
Tel: +43 (0)662 8072-4810
Fax: +43 (0)662 8072-4830
E-Mail: gesundheitsamt@stadt-salzburg.at

Linktipps:

– Radioaktive Strahlung – Auswirkungen auf die Gesundheit
– Gesundheit & Klimawandel
– interaktive Luftgüteinformation
– Sick-Building-Syndrom
– Feinstaub gefährdet die Gesundheit
– Feinstaubbelastung auch in Innenräumen hoch
– Aktuelle Ozonbelastung: SMS-Infoservice
– Umweltbundesamt Österreich: Ozonbelastungskarte

Linksammlung zum Thema:

Umweltbundesamt: Umweltmedizin
Institut für Umwelthygiene – Uni Wien
Institut für Umweltkrankheiten
Österreichischer Klimabeirat

Kave Atefie





SEO-Consultant und Gründer des unabhängigen österreichischen Gesundheitsportals gesund.co.at, das seit Jahren zu einem der beliebtesten Themenportale im deutschen Sprachraum zählt. Der Anspruch auch komplexe Themen leicht verständlich für interessierte Laien aufzubereiten wurde zum Markenzeichen des Portals.