Die aktuelle Umfrage: Wie oft trinken Sie Alkohol?

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Umfrage-Alkohol

Genuss oder Gefahr: Wie oft trinken Sie Alkohol?
Neueste Umfrage zeigt: Der Alkoholkonsum in Österreich stagniert auf hohem Niveau.

Die Alkoholabhängigkeit steht neben dem Rauchen beim Suchtverhalten der Österreicher an vorderster Stelle: Alkohol ist die „Volksdroge Nummer 1“. So gelten etwa 330.000 Menschen als alkoholkrank und knapp 900.000 Österreicher konsumieren Alkohol in einem gesundheitsschädlichen Ausmaß. Diese Zahlen bedeuten wiederum, dass etwa 20% der Erwachsenen ein Alkoholproblem haben. Pro Jahr sterben in Österreich etwa 8.000 Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums.

Die Online-Umfrage im Detail

Wie oft trinken die Österreicher Alkohol? Immerhin 14,6% bekennen den täglichen Alkoholkonsum, 24,7% der Befragten geben an, sich 2 bis 3 mal die Woche „einen zu genehmigen“, 24,0% trinken nur einmal pro Woche und 23,9% geben an, nur einmal pro Monat Alkohol zu konsumieren. 12,9% hingegen verzichten völlig auf Alkohol. Diese Zahlen bestätigen die Entwicklung der letzten Jahre, wonach sich der Alkoholkonsum in Österreich seit 1994 im Vergleich zu den Jahrzehnten davor etwas rückläufig entwickelt. Das Problem: Mit einem Konsum von durchschnittlich 135,5 Liter Bier und um die 36 Liter Wein pro Jahr trinkt jeder Österreicher und jede Österreicherin über 16 Jahre ohnehin schon etwas mehr als die von den Fachleuten gerade noch tolerierten Tagesmengen.

Die Mär vom gesunden Rotwein? Wissenschaft uneinig

Immer wieder haben wissenschaftliche Studien (etwa jene der Columbia University in New York, 1999) Hinweise dafür geliefert, dass durch moderaten Alkoholgenuss das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stresserkrankungen reduziert werden könne.

Der gemäßigte Genuss von alkoholischen Getränken kann nach Ansicht von Forschern der Universität von Cambridge auch die Blutzuckerwerte gesunder Menschen verbessern. Vor allem Frauen, die moderate Mengen Alkohol zu sich nehmen, haben einen deutlich niedrigeren Blutzuckerspiegel, berichten britische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „European Journal of Clinical Nutrition“. Dr. Alfred Uhl, Leiter der Alkohol-Koordinations- und Informations-Stelle (AKIS) am Anton-Proksch-Institut warnt aber vor überzogenen Interpretationen dieser Befunde und vor einer sorglosen Übernahme dieser Schlussfolgerungen. „Alkohol ist keinesfalls als Medikament zu sehen – geringfügige gesundheitsfördernde Effekte werden durch die gesundheitsschädigenden Wirkungen bei Weitem kompensiert.“ Neben der Bauchspeicheldrüse zählt die Leber zu den am meisten vom Alkohol geschädigten Organen.

Das berühmte Glas Rotwein am Abend, das vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen soll, ist also mit Vorsicht zu betrachten, vor allem deshalb, weil es oft nicht bei einem Glas bleibt. Denn die Grenze, ab der es gesundheitlich bedenklich zu werden droht, ist schnell erreicht. Als wissenschaftlich gesundheitsbedrohlich gilt ein längerfristiger Durchschnittstageskonsum jener Menge Alkohols, die in 2 Viertel Wein oder in 2 Krügel Bier enthalten ist (bei Frauen) bzw. jener Menge, die in 3 Viertel Wein oder in 3 Krügel Bier enthalten ist (bei Männern).



Die Umfrage:
Fragestellung: „Genuss oder Gefahr: Wie oft trinken Sie Alkohol ?“

Zeitraum: Dezember 2003 – Jänner 2004
Art: Online-Umfrage
Sample: 645 Umfrageteilnehmer, davon 52% weiblich, 48% männlich

Umfrage Alkohol Prozent


zum Detailergebnis
Umfragen auf gesund.co.at – Archiv


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