Papaya | Heilpflanzenlexikon

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Papaya, Baummelone, Hausmittel

Die Papaya ist eine baumartige, meist unverzweigte aufrechte Pflanze. Botanisch kann sie aufgrund ihrer fehlenden Verholzung weder als Baum noch als Strauch oder Staude bezeichnet werden, so trifft die Bezeichnung „baumförmiges Kraut“ wohl am ehesten zu.

Am ganzen Stamm der Papaya werden Blüten und dann Früchte gebildet. Große Früchte, zum Beispiel aus Mexiko, können bis zu 5 kg schwer werden. Die bei uns erhältlichen Früchte, die vorwiegend aus Hawaii oder Brasilien stammen, erreichen zumeist nur ein Gewicht von 500 g.

Die Früchte können unreif wie Gemüse verarbeitet werden und sind eine beliebte Zutat von Chutneys, Currys oder Salsas. Die reifen Früchte werden meist roh gegessen und schmecken süßlich. Auch die zahlreichen schwarzen Kerne in der Mitte der Frucht sind essbar und haben einen etwas scharfen Geschmack.

Medizinisch genutzt wird der aus den unreifen Früchten oder aus dem Stamm gewonnene Milchsaft, der eine große Menge an Papain, einem eiweißspaltenden Enzym, enthält. Dieses Papain entspricht in seiner Wirkung dem Enzym der Bauchspeicheldrüse. Es wird in Fertigprodukten vor allem bei Verdauungsbeschwerden verwendet, sowie in Kombinationspräparaten bei Entzündungen, Ödemen oder Schwellungen. Das Enzym Papain wird auch in der begleitenden Krebstherapie eingesetzt, der Wert dieser Behandlungen ist allerdings äußerst umstritten.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Carica papaya
  • Familie: Melonenbaumgewächse (Caricaceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 10 m
  • Farbe der Blüten: Weiß
  • Sammelzeit: ganzjährig
  • Vorkommen: ursprünglich aus Mittelamerika, heute weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten
  • Standorte: hell und warm
  • verwendete Pflanzenteile: Früchte, Samen, Blätter und Wurzel

Synonyme

Baummelone, Engelsfrucht, Kressenfeige, Melonenbaum, Papayabaum

Wirksame Inhaltsstoffe

Campesterol, Carpain, Chymopapain A und B, Cryptoxanthin, Glucotropaeolin, Myrosin, Papain, Phenylalanin, Stigmasterol, Violaxanthin, Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, C)

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Der Papaya wird eine krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben, außerdem soll sie das Immunsystem stärken. Auf folgenden Gebieten findet sie Anwendung:

  • Blasenschwäche
  • Darmparasiten
  • Durchfall
  • Entgiftung
  • Entzündungen
  • Fettsucht
  • Hauterkrankungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Nierenschwäche
  • Ödeme
  • Östrogen-Dominanz
  • Pilzinfektionen
  • Reizungen der Harnröhre
  • Schwellungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Wechseljahrsbeschwerden


Dosierung und Anwendung

Die häufigste Anwendung ist das Essen der Frucht. Im Handel erhältlich sind zahlreiche Fertigpräparate, vorwiegend Kombinationspräparate, mit den Wirkstoffen der Papaya. Hier sind die Angaben des Herstellers zu befolgen.

Warnhinweise

  • Während der Schwangerschaft dürfen die unreifen Früchte sowie Zubereitungen aus dem Milchsaft der Papaya nicht eingenommen werden.
  • Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Papain und Latex. Die Enzyme können Auslöser von Allergien sein, auch das Auftreten von Kreuzallergien mit Latex wurde häufig beobachtet.
  • Bei hoher Dosierung können Irritationen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum sowie im Verdauungstrakt auftreten.
  • Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder Patienten, die Medikamente einnehmen, die die Blutgerinnung beeinflussen, sollten Papaya-Präparate nicht ohne ärztlicher Rücksprache anwenden.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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