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Efeu | Heilpflanzenlexikon

Efeu | Heilpflanzenlexikon

Efeu, Gemeiner Efeu, Hausmittel

Der Efeu ist eine immergrüne, mehrjährige Pflanze. Er ist durch seine Haftwurzeln in der Lage, an Bäumen und Mauern hochzuklettern und ist somit der einzige einheimische Wurzelkletterer in Mitteleuropa. Er kann ein Alter von 450 Jahren erreichen.

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In der Naturheilkunde war der Efeu bereits im Mittelalter eine beliebte Pflanze und wurde u. a. gegen Hühneraugen eingesetzt. Schon von Hippokrates und Dioskurides wurde er als Heilpflanze empfohlen.

Im Altertum war der Efeu den Göttern des Weins geweiht – bei den Griechen dem Gott Dionysos, bei den Römern dem Gott Bacchus.

Der Efeu ist durch den interdisziplinären Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2010 gewählt worden.

Wegen seiner Giftigkeit findet der Efeu in der Volksheilkunde allerdings kaum mehr Anwendung.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Hedera helix
  • Familie: Araliengewächse (Efeugewächse) = Araliaceae
  • Wuchshöhe: bis zu 20 m (Kletterhöhe)
  • Farbe der Blüten: Gelbgrün
  • Sammelzeit: Mai – August
  • Vorkommen: Mittel-, Süd- und Westeuropa
  • Standorte: halbschattige bis schattige Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit
  • verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten

Synonyme

Adamsblätter, Baumläufer, Baumtod, Eppich, Eppig, Ewigheu, Gemeiner Efeu, Hühneraugenkraut, Immergrün, Mauerefeu, Mauereppich, Mauerewig, Mauerpfau, Mauerranke, Rankenefeu, Todenranke, Wintergrün

Wirksame Inhaltsstoffe

ätherische Öle, Flavonoide (Kämpferol, Rutin), Jod, Kaffeesäure, Polyine (Falcarinol), Saponine (Hederakoside, Hederin, Helixin), Sterole

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

In der Volksheilkunde findet der Efeu wegen seiner Giftigkeit kaum mehr Anwendung, in Fertigarzneimitteln, wie z. B. zur Behandlung von Infektionen der Atemwege, ist der Efeu aber oft enthalten.

Der Efeu gilt als cholesterinsenkend, fiebersenkend, menstruationsregelnd und schweißtreibend und findet in folgenden Gebieten Anwendung:

  • Arteriosklerose
  • Bronchitis
  • Entzündung der Atemwege
  • Fußpilz
  • Geschwüre
  • Gicht
  • Hühneraugen
  • Keuchhusten
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Nervenschmerzen
  • Rheuma
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Schmerzen
  • Sonnenbrand
  • Wunden
  • Zellulitis


Dosierung und Anwendung

Wegen der giftigen Bestandteile des Efeus ist von Selbsttherapie abzuraten. Bei Fertigarzneimitteln sind die Gebrauchsinformationen zu beachten. Extrakte des Efeus sind vor allem in Säften, Tropfen und Zäpfchen enthalten.

Warnhinweise

  • Der Efeu enthält vor allem im Fruchtfleisch seiner Beeren giftige Saponine und stellt dadurch vor allem für Kinder eine große Gefahr dar. Erste Vergiftungen, die sich durch Übelkeit, Erbrechen, schnellen, hüpfenden Puls, Reizungen von Magen und Darm sowie durch Kopfschmerzen zeigen, können bereits durch  Einnahme einer geringen Menge ausgelöst werden. Bei Verdacht der Einnahme – auch geringer Mengen – sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Äußerlich kann der Efeu Hautentzündungen und allergische Reaktionen auslösen.
  • Während Schwangerschaft und Stillzeit Efeupräparate nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden.
  • Bei akuten anhaltenden oder immer wiederkehrenden Beschwerden ist eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipps:

– Naturkosmetik aus Efeu selbst gemacht
– Was unterscheidet Naturkosmetik von herkömmlicher Kosmetik
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Kave Atefie





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