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Amalgam: wie gefährlich ist es wirklich?

Amalgam: wie gefährlich ist es wirklich?

Amalgam

„Das Amalgam in meinen Zahnfüllungen hätte mich fast umgebracht!“ – Solche spektakulären Aussagen liest man immer wieder in der Presse. Sensationsjournalismus oder berechtigte Kritik?

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Amalgam – pro und contra – ist mittlerweile zur Glaubenssache geworden … Amalgame sind Legierungen (Mischungen) von Quecksilber mit verschiedenen Metallen wie Silber, Zinn, Kupfer und Zink. Der Zahnarzt füllt das Amalgam in knetbarer Konsistenz in den Zahndefekt ein, wo es dann aushärtet.

Amalgam – Vorteile

  • Amalgamfüllungen sind preiswert. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die vollen Kosten.
  • Füllungen aus Amalgam eignen sich auch für den stark beanspruchten Seitenbereich, da sie belastbar und beständig sind. Die Seitenzähne sind die Schwerstarbeiter des Gebisses. Sie zermalmen im Lauf von 50 Jahren mehr als 20 Tonnen Nahrungsmittel. Füllungen in diesem Bereich müssen also ziemlich abriebfest sein und funktionell ineinander greifen. Eine korrekt modellierte Amalgamfüllung erfüllt diese Anforderungen.
  • Darüber hinaus sind die Füllungen äußerst haltbar.
  • Das Material schließt die Löcher gut ab. Der Zahn ist deshalb nicht so schnell anfällig für Karies am Füllungsrand.
  • Der Zahnarzt schätzt den Werkstoff, weil er sich leicht verarbeiten lässt.
  • Der dunkle Farbton des Materials erleichtert es, die Füllung von der Zahnsubstanz zu unterscheiden, wenn man sie entfernt.

Amalgam – Nachteile

  • Durch das Kauen können sich durch Abrasion (Abrieb) nach und nach feinste Bestandteile aus den Amalgamfüllungen herauslösen (ältere und schlechte Füllungen sind davon besonders betroffen).Viele befürchten, dass sich Quecksilber im Körper anreichert, z. B. im Nervensystem, und dann Krankheiten (Allergien, Vergiftungen) hervorrufen kann.
  • Befindet sich Amalgam zusammen mit anderen Metallen im Mund, so kann es zu einem Ionenfluss kommen, d. h. zu einer geringen elektrischen Strömung, die die Amalgamfüllung angreifen kann.
  • Einige Menschen reagieren allergisch auf den Füllstoff.
  • Insbesondere beim Legen und Entfernen der Amalgame setzt man sich der größten Belastung aus, deshalb ist in diesen Fällen eine gute Absaugung der Amalgamreste sinnvoll. Eventuell deckt der Zahnarzt den umliegenden Bereich mit einem Latextuch ab. Daran sollte man denken, wenn man eine Totalsanierung der Amalgamfüllungen vornehmen lässt: Es empfiehlt sich, nicht alle Füllungen auf einmal zu entfernen, sondern schrittweise je nach Qualitätsbedarf.
  • Amalgamabfall belastet die Umwelt. Mittlerweile sind Amalgamabscheider, also Geräte zur Entsorgung von Amalgam gesetzlich vorgeschrieben, die das Problem entschärfen.
  • Verarbeitet er es nicht sachgemäß, kann der Zahnarzt sich und sein Praxispersonal gesundheitlichen Belastungen aussetzen.
  • Amalgam hat unabhängig von der gesundheitlichen Frage einen entscheidenden ästhetischen Nachteil: Die Farbe der Füllungen ist sehr auffällig.

Ob Amalgam tatsächlich Schäden verursacht oder nicht, ist zum jetzigen Zeitpunkt wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen.

Ein Beitrag von www.almeda.de

Linktipps:

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– Zahnrestauration: Plombe, Krone oder Brücke
– Angst vor dem Zahnarzt – Tipps gegen Zahnbehandlungsphobie
– Zähne bleichen – Bleaching
– Möglichkeiten und Maßnahmen der modernen Zahnchirurgie

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Kave Atefie





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