Akustikusneurinom

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Akustikus-Neurinom GNU-free

Wird auch als Schwannom oder Neurom bezeichnet und ist eine gutartige Geschwulst, die sich am Hör- und Gleichgewichtsnerv bilden kann. Der Tumor drückt mit der Zeit auf den Nerv, wodurch es zu einer langsam zunehmenden Verminderung des Hörvermögens kommen kann. Das Akustikus-Neurinom und seine Auswirkungen auf das Innenohr können nur durch einen operativen Eingriff beseitigt werden. Der Tumor bildet keine Metastasen.

Die Ursache eines Akustikusneurinoms ist letztlich unbekannt. Nur bei einer kleinen Gruppe von Betroffenen liegt ein genetischer Defekt als Ursache dieser Erkrankung vor. Akustikusneurinome wachsen gewöhnlich langsam über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Dabei verdrängen Sie das umgebende Gewebe und zerstören den Knochen im Bereich des Felsenbeins. Da es sich bei dem Tumor um ein gutartiges Geschwulst handelt, bildet er keine Tochtergeschwülste (Metastasen).

Was passiert hier in meinem Ohr?

Der Tumor macht sich zunächst durch eine langsam zunehmende Schwerhörigkeit bemerkbar. Es können auch Ohrengeräusche auftreten. Das Tempo, in dem sich die Beschwerden entwickeln, hängt mit dem Wachstums des Tumors zusammen. Begleitet werden kann die Schwerhörigkeit auch durch einen einseitig auftredenden Tinnitus. Große Tumorekommen selten vor, können aber auch lebensbedrohend werden. Letztlich kann der Tumor auf den Hirnstamm drücken und dabei Herz-/Kreislaufstörungen sowie eine Störung der Zirkulation des Hirnwassers hervorrufen.

Diese lebensbedrohlichen Erscheinungen sind jedoch selten und kommen nur bei sehr großen Tumoren vor. Das Akustikus-Neurinom kommt vorwiegen zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr vor. Etwa 5 Prozent aller Hirntumore sind Akustikus-Neurinome.

Behandlung

Im Rahmen der ärztlichen Untersuchung erfolgt eine Überprüfung des Gleichgewichtssinnes, verschiedene Hörtests sowie die Bestimmung der Geschwindigkeit der Reizweiterleitung über die Nerven. Eine zusätzliche Untersuchung mit Hilfe von bildgebenden Verfahren vor allem mit Hilfe der Kernspinntomographie ist unerlässlich.

Meistens wird der Tumor operativ entfernt. Die Wahl der Behandlung des Akustikusneurinoms hängt von einigen Faktoren wie der Größe des Tumors, dem Zustand des Gehörs sowie dem Alter des Betroffenen ab.

In aller Regel erfolgt eine operative Totalentfernung des Akustikusneurinoms, wobei versucht wird, die Funktion des Gesichtsnerven und des Gehörs zu erhalten. Dies kann aufgrund der heute verwendeten mikrochirurgischen Techniken in den meisten Fällen erreicht werden.

Linktipps

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– HNO-Ärzte Österreich
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