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Die aktuelle Umfrage: Medikamentenkonsum

Die aktuelle Umfrage: Medikamentenkonsum

Umfrage-Medikamente

Medikamentenkonsum in Österreich unverändert hoch
Neueste Umfrage bestätigt Studienergebnisse der letzten Jahre

„Über unerwünschte Nebenwirkungen informieren Arzt oder Apotheker“ – Jeder kennt diesen Satz aus der Werbung. Doch nicht jeder macht sich auch wirklich Gedanken darüber, was er bedeuten kann. In Zeiten, in denen der Zugang zu Medikamenten immer unkomplizierter, die Bereitschaft sie einzunehmen immer größer, sowie die Palette der Einsatzgebiete immer breiter wird, wächst die Gefahr des Missbrauches ebenso, wie die Möglichkeit, dass sich verschiedene Medikamente untereinander in ihrer Wirkung beeinträchtigen.



Wie oft greifen Sie zu Medikamenten ?

So lautete die aktuelle Umfrage auf dem Gesundheitsportal gesund.co.at im Juli 2004, an der insgesamt 634 Personen teilnahmen. 22,4% gaben an, täglich zu Medikamenten zu greifen, 5,4% bekannten, zumindest einmal pro Woche Medikamente zu sich zu nehmen und weitere 8,7% gaben an, zumindest einmal pro Monat Medikamente zu konsumieren.

Alarmierende Ergebnisse

Während bloß 53,5% der Befragten angaben, Medikamente nur im Krankheitsfall zu nehmen sowie 10,1% angaben überhaupt keine Medikamente zu sich zu nehmen oder bloß auf homöopathische Mittel zurückgreifen, stehen diesen immerhin weit mehr als ein Viertel der Befragten gegenüber, die regelmäßigen Medikamentenkonsum angaben.

Gebrauch und Missbrauch von Medikamenten ist Frauensache

Während bei Alkohol und illegalen Drogen eindeutig die Männer dominieren, so dominieren beim Medikamentenkonsum die Frauen. Dies gilt allerdings nicht für alle Medikamente gleichermaßen. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied den Analgetika-, sowie Tranquilizer- und Hypnotikakonsum betreffend.

Schmerzmittel, sowie Herz-/Kreislaufmittel im Spitzenfeld

Bei den am häufigsten verwendeten Medikamententypen rangieren Schmerzmittel mit 22.9% unangefochten am ersten Platz. Auf Platz 2 rangieren Naturheilmittel/Hausmittel (14.9%) gefolgt von Herz-/Kreislaufmittel (13.1%), Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien, Nährpräparaten (9.1%) und homöopathischen Medikamenten (7.5%). Zwischen 3% und 5% liegen Beruhigungsmittel (4.9%), Mittel gegen Hautausschläge/Ekzem (meist Salben; 4.4%), Antibiotika (4.1%), Schlafmittel (3.8%) und Abführmittel (3.1%).

Schmerzmittel (sog. Analgetika) werden übrigens zum überwiegenden Teil gegen Kopfschmerzen (73.4%), Tranquilizer und Hypnotika sowie pflanzliche und tierische Sedativa zum überwiegenden Teil (57.5% bzw. 53.5%) wegen Schlafstörungen eingenommen!*

Nebenwirkungen und Gefahr der Abhängigkeit werden unterschätzt

Unglaublich aber wahr: 23.7% der Patienten konnten auf die Frage, wogegen das eingenommene Medikament wirkt, keine Antwort geben. 17.8% der Patienten gaben bei den Medikamenten, deren Namen sie nennen konnten, an, den Beipackzettel nicht gelesen zu haben und 48.4% der Patienten konnten die Namen, der von ihnen innerhalb der letzten drei Monate verwendeten Medikamente nicht spontan angeben, ohne auf der Verpackung nachzusehen.*

* Quelle: Studie über den Konsum psychoaktiver Stoffe Ludwig Boltzmann-Institut für Suchtforschung


Die Umfrage im Detail:

Fragestellung: „Wie oft greifen Sie zu Medikamenten?“

Zeitraum: Juli – Anfang August 2004
Art: Online-Umfrage
Sample: 634 Umfrageteilnehmer, davon 56% weiblich, 44% männlich

Umfrage Medikamente in Prozent


zum Umfrageergebnis
Umfragen auf gesund.co.at – Archiv


Linktipps:
über unerwünschte Nebenwirkungen

Kave Atefie





SEO-Consultant und Gründer des unabhängigen österreichischen Gesundheitsportals gesund.co.at, das seit Jahren zu einem der beliebtesten Themenportale im deutschen Sprachraum zählt. Der Anspruch auch komplexe Themen leicht verständlich für interessierte Laien aufzubereiten wurde zum Markenzeichen des Portals.