Lotusblume | Heilpflanzenlexikon

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Lotusblume, Indische Seerose, Naturheilkunde

Die Lotusblume ist in Asien beheimatet und wurde dort schon vor 3000 bis 4000 Jahren in Gedichten verewigt. Sie hat in vielen asiatischen Kulturen seit jeher große religiöse Bedeutung und gilt als Symbol für Reinheit, Unberührtheit, Fruchtbarkeit und Liebe.

Dass die Lotusblume ein Sinnbild für Reinheit und Unberührtheit darstellt, liegt wohl an der Oberflächenstruktur ihrer Blüten und Blätter, die Wasser, Schlamm und Staubpartikel abperlen lässt und sie so vor Verunreinigungen schützt. Dieser sogenannte „Lotus-Effekt“ war auch Grundlage zahlreicher Forschungsarbeiten, die Ende des vorigen Jahrhunderts erste Erfolge verzeichnen konnten.

Alle Teile der Lotusblume sind essbar und kommen in der asiatischen Küche zum Einsatz.

Als Heilpflanze findet die Lotusblume in der Volksmedizin unter anderem bei Verdauungsproblemen und bei Schlafstörungen Verwendung. Auch eine blutdruck- und fiebersenkende Wirkung wird ihr zugeschrieben.

Die (Indische) Lotusblume ist eine ausdauernde, bis zu zwei Meter hoch wachsende Sumpfstaudenpflanze. Sie wächst in Seen, Teichen und Sümpfen bei Tiefen von 20 bis 200 cm.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Nelumbo nucifera
  • Familie: Lotusgewächse (Nelumbonaceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 200 cm
  • Farbe der Blüten: Rosa
  • Sammelzeit: Wurzeln: Herbst, Winter; Blätter: Sommer
  • Vorkommen: Asien
  • Standorte: Seen, Teiche und Sümpfe
  • verwendete Pflanzenteile: ganze Pflanze

Synonyme

Indische Lotusblume, Indische Seerose, Indischer Lotus

Wirksame Inhaltsstoffe

Alkaloide (Armepavin, Nornuciferin, Nuciferin, Pronuciferin, Roemerin), Fettsäuren, Gerbsäure, Linolensäure, Linolsäure

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Die Lotusblume wirkt adstringierend, beruhigend, blutdrucksenkend, blutgefäßerweiternd, blutstillend, fiebersenkend, herzstärkend, kühlend, magenstärkend und tonisierend. Aufgrund ihrer Eigenschaften findet sie auf folgenden Gebieten Anwendung:

  • Krebs
  • Menstruationsbeschwerden
  • Nierenschwäche
  • Schlaflosigkeit
  • Verdauungsschwäche

Dosierung und Anwendung

Die Lotusblume findet in Asien vorwiegend Verwendung in der Küche, wobei hier auch ihre heilenden Kräfte genutzt werden, wie beispielsweise ihre verdauungsfördernde Wirkung. Die Blätter und Blüten können auch als Tee verwendet werden. Die Wurzel der Lotusblume kann roh oder gekocht gegessen werden und ebenfalls zur Herstellung eines Tees genutzt werden.

Tee aus der Wurzel:
15 g getrocknete Lotuswurzel etwa 15 Minuten in ½ Liter Wasser bei kleiner Hitze köcheln lassen, abseihen und 1 g Ingwerpulver und eine Prise Meersalz zufügen.

Warnhinweise

Es sind keine schädigenden Nebenwirkungen bekannt.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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