Lapacho | Heilpflanzenlexikon

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Lapacho, Taheebo, Hausmittel

Der Lapacho ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 30 Metern erreicht und bis zu 700 Jahre alt werden kann. Genau genommen ist Lapacho der umgangssprachliche Name für mehrere in Mittel- und Südamerika vorkommende Baumarten. Der beliebte Lapacho-Tee wird vorwiegend aus der Rinde des „Handroanthus impetiginosus“ gewonnen, ein Trompetenbaumgewächs mit purpurroten Blüten, dessen Rinde unter den Lapacho-Bäumen als jene mit der größten Heilkraft gilt.

Gewonnen wird die Innenrinde des Baumes, welche bei den Inkas schon früh als universelles Heilmittel eingesetzt wurde.

Heute wird dem Lapacho in manchen Kreisen eine heilende Wirkung bei Krebs zugesprochen, dies ist jedoch sehr umstritten und keineswegs wissenschaftlich begründet. Weitere dem Lapacho von der Volksmedizin zugeschriebene Heilkräfte, wie zum Beispiel seine tonisierende, anregende oder das Immunsystem stärkende Wirkung, sind nicht endgültig schulmedizinisch belegt und anerkannt.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Handroanthus impetiginosus
  • Familie: Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 30 m
  • Farbe der Blüten: Purpurrot
  • Vorkommen: Mexiko und Argentinien
  • Standorte: trockene, laubabwerfende Wälder
  • verwendete Pflanzenteile: Innenrinde

Synonyme

Peroxo, Pau d’arco, Taheebo. Wissenschaftliches Synonym: Tabebuia impetiginosa

Wirksame Inhaltsstoffe

Lapachol, Mineralstoffe (Barium, Bor, Calcium, Eisen, Jod, Kalium, Strontium), Naphthochinonderivate, Phenolcarbonsäuren, Vanillin, Veratrumaldehyd, Veratrumsäure

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Dem Lapacho wird eine antibakterielle, antivirale, beruhigende, blutdrucksenkende, entzündungshemmende, fungizide, harntreibende, schmerzstillende, schweißtreibende und tonisierende Wirkung zugeschrieben. Außerdem soll er das Immunsystem stärken. Auf folgenden Gebieten wird der Lapacho eingesetzt:

  • Diabetes
  • Erkältungen
  • Erysipel
  • Gesichtsrose
  • Grippe
  • Gürtelrose
  • Herpes
  • Insektenstiche
  • Malaria
  • Schuppenflechte
  • Verdauungsschwäche
  • Wunden

Dosierung und Anwendung

Die Innenrinde des Lapachos wird überwiegend zur Herstellung von Tees genutzt.

Hierfür kocht man 2 TL Rinde in 1 Liter Wasser fünf Minuten lang, lässt dies dann 15 Minuten lang ziehen und seiht den Aufguss anschließend ab. Diesen Tee trinkt man lauwarm oder gekühlt über den Tag verteilt, maximal 6 Wochen lang (danach mindestens 4 Wochen pausieren).

Warnhinweise

  • Nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit einnehmen.
  • Personen mit chronischen Leber- und Nierenerkrankungen sollten vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.
  • Personen, die gerinnungshemmende Arzneimittel einnehmen, sollten die Anwendung von Lapacho-Rinde gänzlich unterlassen.
  • Vorsicht vor Überdosierung: Nicht länger als 6 Wochen durchgehend einnehmen, zwischendurch sollte eine Pause von mindestens 4 Wochen eingelegt werden.
  • Lapacho-Tee nicht heiß trinken, da sonst die Gerbsäuren die Schleimhäute in Mund und Rachen schädigen könnten.
  • Die äußerliche Anwendung ist nicht zu empfehlen, da dies Hautreizungen und Allergien auslösen kann.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipps

– Herpes und Gürtelrose – Terror der Viren
– Neue Standards in der Wundhygiene
– Ingwer gegen Verdauungsbeschwerden
– Heilpflanzenlexikon – Index

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