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Angelika | Heilpflanzenlexikon

Angelika | Heilpflanzenlexikon

Angelika, Echter Engelwurz, Heilpflanzen

Die Angelika stammt aus Nordeuropa und Asien, in Mitteleuropa ist sie erst seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Der Sage nach wurde die Angelika dem Menschen von einem Engel gezeigt, weshalb sie vermutlich auch ihren Namen (lat. angelus = Engel), sowie den häufig verwendeten Namen „Echter Engelwurz“ trägt.



Die Angelika galt als Heilmittel gegen Pest und bösen Zauber, auch als Verjüngungstrank wurde sie verwendet. Paracelsus bezeichnete sie als „höchste Arznei gegen innere Infektionen“.

Die Angelika (echter Engelwurz) ist eine zwei- bis vierjährige Pflanze, sie wird bis zu 3 m hoch und blüht einmalig weiß. Die Blüten bestehen aus runden Dolden.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Angelica archangelica
  • Familie: Doldenblütler (Apiaceae = Umbelliferae)
  • Wuchshöhe: bis zu 3 m
  • Farbe der Blüten: Weiß
  • Sammelzeit: zeitiges Frühjahr oder Spätherbst
  • Vorkommen: Europa, Asien
  • Standorte: feuchte Böden
  • verwendete Pflanzenteile: Wurzeln

Auf folgenden Gebieten findet die Angelika Anwendung:

  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Bronchitis
  • Depressionen
  • Entwässerung
  • Erkältungskrankheiten
  • Erschöpfungszustände
  • Fieber
  • Halsentzündungen
  • Klimakterium
  • Leberschwäche
  • Lungen- und Rippenfellentzündung
  • Magenkrämpfe
  • Magenleiden
  • Magenschwäche
  • Menstruationsbeschwerden
  • Nervöse Verdauungsbeschwerden
  • Neuralgie
  • Rheuma
  • Stress
  • Typhus
  • Verstopfung

 

Synonyme

Angelik, Angolkenwurzel, Argelkleinwurz, Arznei-Engelwurz, Brustwurz, Engelbrustwurz, Erzengelwurz, Gartenangelik, Gartenangelika, Geistwurzel, Giftwürze, Giftwurz, Glückenwurzel, Gölk, Heiligenbitter, Heiliggeistwurzel, Ledpfeifenkraut, Luftwurzel, Theriakwurzel, Zahme Angelika, Zahnwurze

Wirksame Inhaltsstoffe

ätherische Öle, Bitterstoffe, Furanocumarine (Imperatorin, Umbelliferon, Xanthotoxin), Gerbstoffe, Harze, Pektin, Wachs, Zucker

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Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Die Angelika wird vor allem aufgrund ihres hohen Gehalts an Bitterstoffen und ätherischen Ölen bei leichten Magen- und Darmstörungen eingesetzt. Zur Herstellung von Magenbittern und Kräuterlikören wird sie in der Likörindustrie verwendet. In der Volksmedizin werden die ätherischen Öle der Wurzeln innerlich als Mittel gegen Schlaflosigkeit, aber auch äußerlich gegen Rheuma und Neuralgien angewendet.

Angelika gilt auch als kraftspendend, kreislaufstabilisierend, schleimlösend, schweißtreibend und verdauungsfördernd. Auch stimuliert sie den Uterus.

Dosierung und Anwendung

Innerlich wird die Angelika vorwiegend als Tee eingesetzt. Hierfür nimmt man einen halben TL trockene Wurzel auf eine Tasse Wasser. Den Tee kalt ansetzen, dann kurz aufkochen und fünf Minuten ziehen lassen. Davon trinkt man täglich bis zu zwei Tassen.

Von einer Angelikatinktur nimmt man 2 – 3 Mal täglich 20 Tropfen.

Als Badezusatz werden 100 g Wurzeln in 1 Liter Wasser aufgekocht, nach 10 Minuten abgeseiht und zweimal wöchentlich dem Badewasser zugeben.

Warnhinweise

  • Keinesfalls anwenden bei Magen- oder Darmgeschwüren.
  • Längere Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung vermeiden, weil die in der Angelika enthaltenen Furanocumarine eine verstärkte Lichtempfindlichkeit bewirken.
  • Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Wasserschierling.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipps:

Infos über Angelika auf der Website der Heilkräuterfrauen
– Heilpflanzen gegen Schnupfen und Heiserkeit
– Kein Heilpflanzenverbot durch EU-Richtlinie
– Vorsicht im Umgang mit Heilpflanzen

Kave Atefie





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