Tag 15 – Die besten Musik- & Konzertfilme | Mo. 30.3.20

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Hier der fünfzehnte Eintrag in unserem Corona Quarantäne Tipps Tagebuch.

Nach all den gestrigen Informationen, darf es heute wieder pure Unterhaltung sein.

Wir haben erneut eine kleine aber feine List zusammengestellt, diesmal geht es um ausgewählte Musik- & Konzertfilme, die unsere Redaktion nachhaltig beeindruckt haben.

Das Ergebnis: abermals eine doch recht unkonventionelle Mischung über Genres und Dekaden hinweg, allerdings aller Ehren wert. Teil 1 startet mit den ersten fünf audiovisuellen Zuckerln.

Concert movies vs. Coronavirus

Natürlich handelt es sich auch dabei um eine subjektive Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Allerdings ist die Auswahl bestens als Basis für hitzige Diskussionen geeignet und sollte auch für versierte Kenner das eine oder andere noch unbekannte Highlight bieten. Die Reihenfolge der Nennungen ist übrigens zufällig und nicht als Wertung zu verstehen.

GORILLAZ – Demon Days Live

Ein unglaubliches Projekt, unglaublich in Szene gesetzt. Mastermind Damon Albarn hat im November 2005 im Manchester Opera House eine Dutzendschaft hervorragender Musiker auf die Bühne geholt und mit Leuten wie Neneh Cherry, Ibrahim Ferrer und Ike Turner, um nur einige zu nennen, eine wirklich unglaubliche Performance abgeliefert. Gänsehaut.

TALKING HEADS – Stop Making Sense

Der 1984 entstandene Konzertfilm der amerikanischen Band Talking Heads unter der Regie von Jonathan Demme (Das Schweigen der Lämmer, Philadelphia), ist in so vielen Bereichen seiner Zeit voraus, dass man allein darüber lange Abhandlungen schreiben könnte. Die Band riskierte mit dem Projekt einiges, letztlich hat sich der Mut allerdings gelohnt. Die Talking Heads schafften den Wandel von einer elitären New Yorker Wave Band zu einer weltberühmten Rockband, die sich allerdings 1991 (ein erstes Mal) auflöste. Die schrägen Outfits (legendär: der übergroße Businessanzug des charismatischen Frontman David Byrne), die absurde Choreographie und die ausgeklügelten Musikarrangements machen den Film zu einem Stück Zeitgeschichte.

CYNDI LAUPER – Live at Paris

Okay, das kommt jetzt etwas unverhofft daher, aber ein wenig Überraschung muss auch sein. Das sind wir unseren ausgewiesenen Musikkennern unter unserer Leserschaft schuldig. Und überhaupt, Cyndi Lauper ist sowieso eine unglaubliche Künstlerin und über jeden Zweifel erhaben. Dieser Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1987 in Paris zeigt Cindy Lauper inmitten einer hochklassigen Söldnerband rund um Gitarrist Rick Derringer (Edgar and Johnny Winter; The McCoys) und den damals noch blutjungen Drummer Sterling Campbell (David Bowie uvm.). Herzzerreissend schönes Stück Zeitgeschichte aus den 1980ern.

GLEN HANSARD and MARKéTA IRGLOVá – The Swell Season

Nun, nicht wenige kennen den wunderbaren irischen Independentfilm ONCE von John Carney aus dem Jahr 2006, der 2008 mit einem Oscar in der Kategorie Bester Song ausgezeichnet wurde. Er handelt von zwei Musikern, „The Guy“ und „The Girl“, die sich in Dublin kennenlernen und verlieben. Gespielt werden die Hauptfiguren von den Musikern Glen Hansard und Markéta Irglová, die nach den Dreharbeiten für einige Zeit auch im wirklichen Leben ein Paar werden. Die Dokumentation The Swell Season – benannt nach dem gleichnamigen Album der beiden Musiker – zeigt die Geschichte nach dem Ende der Dreharbeiten. Großes Kino!

BRUCE SPRINGSTEEN – Bruce Springsteen & I

Eigentlich hat der “Boss” wie er überall genannt wird, mit der Entstehung des Films nicht viel zu tun. In Springsteen & I verfilmt Baillie Walsh in Zusammenarbeit mit Ridley Scott die Geschichte rund um Bruce Springsteen, der in den USA als Nationalheld verehrt wird, aus der Sicht der Fans. Wer zuviel Pathos fürchtet, fürchtet nicht ganz zu unrecht und dennoch gelingt es den Filmemachern in den besten Momenten authentisch festzuhalten, wie sehr Springsteens Musik über Jahrzehnte hinweg seine Zuhörer berührt. Manchmal schrullig, manchmal auch lächerlich, mitunter aber auch zu Tränen rührend.

Schauen Sie sich das an, bleiben Sie gesund & bleiben Sie zu Hause!

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Fotocredit: Foto by Kave Atefie