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Oregano | Heilpflanzenlexikon

Oregano | Heilpflanzenlexikon

Oregano, Wilder Majoran, Heilkräuter

Der Oregano ist vermutlich jedem als Küchengewürz ein Begriff. Er ist wichtiger Bestandteil jeder Pizza und vor allem aus der italienischen Küche nicht wegzudenken.
Der Oregano ist ein buschiges, mehrjähriges Kraut mit einem herb-aromatischen Duft. Zahlreiche Schmetterlingsarten, Honigbienen und andere Insekten lieben seinen zuckerreichen Nektar.

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Der Oregano ist schon seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt, so empfahl bereits Hippokrates bei Zahnschmerzen, Erkältungen, Darmbeschwerden und Frauenbeschwerden das buschige Kraut. Auch Hildegard von Bingen erwähnte den Oregano und verwies auf seine heilende Wirkung bei der „roten Lepra“ (Schuppenflechte, Hautreizungen). Aber auch vom Aberglauben blieb die Pflanze nicht verschont, und so dachte man, sich mit Hilfe des Oreganos vor Hexen und dem Teufel schützen zu können. So wurde er beispielsweise als Schutz vor bösen Mächten in den Brautstrauß gebunden.

Als Küchengewürz wurde der Oregano relativ spät entdeckt, erste Aufzeichnungen kennt man aus einem Basler Rezept aus dem 17. Jahrhundert als Zutat zu Pfannkuchen.

In der Kräuterheilkunde wird der Oregano unter anderem bei Appetitlosigkeit und Verdauungsproblemen eingesetzt.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Origanum vulgare
  • Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 70 cm
  • Farbe der Blüten: Rosa, Rot, selten auch weißlich
  • Sammelzeit: Juni bis September
  • Vorkommen: wild in fast ganz Europa, kultiviert weltweit in gemäßigtem Klima
  • Standorte: Sonne, Halbschatten, trockene Böden
  • verwendete Pflanzenteile: blühendes Kraut

Synonyme

Badchrut, Baldhopfenkrau, Berghopfen, Berghopfen, Bergminze, Blauer Dunst, Brauner Dost, Costenz, Dorant, Dost, Dosten, Echter Dost, Frauendosten, Gemeiner Dost, Gemeiner Doten, Gemude, Gewöhnlicher Dost, Grober Chölm, Kostets, Maran, Müllerkraut, Ohrkraut, Orant, Orantkraut, Oregan, Origano, Schusterkraut, Staudenmajoran, Wilder Balsam, Wilder Majoran, Wohlgemut

Wirksame Inhaltsstoffe

ätherische Öle und deren Bestandteile (Thymol, Carvacrol, Caryophyllene), Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Vitamin C

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Der Oregano wirkt antiseptisch, antiviral, appetitanregend, desinfizierend, milchbildend und stimmungsaufhellend und findet auf folgenden Gebieten Anwendung:

  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Bronchitis
  • Cellulitis
  • Durchfall
  • Ekzeme
  • Entzündung der Mundschleimhaut
  • Erkältung
  • Erkrankungen des Magen-Darmtraktes
  • Halsentzündungen
  • Husten
  • Keuchhusten
  • Krampfhusten
  • Menstruationsbeschwerden
  • Neurasthenie (Nervenschwäche)
  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Rachenentzündungen
  • unreine Haut
  • Verdauungsstörungen
  • Zahnfleischentzündung


Dosierung und Anwendung

In der Heilkunde wird der Oregano vorwiegend als Tee verwendet. Man kann aus ihm jedoch auch einen Badezusatz oder eine Gurgellösung zubereiten.

Tee:
2 – 3 TL getrocknetes Kraut mit ¼ Liter siedendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Bei Magen-Darm-Beschwerden 2 – 3 Tassen täglich ungesüßt trinken.

Badezusatz:
1 Handvoll getrocknetes Kraut in 1 Liter Wasser aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Den Sud dem Badewasser zusetzen. Hilft bei Erkältungskrankheiten und müden Gliedern.

Gurgellösung:
Mit 2 – 3 EL getrocknetem Kraut einen Aufguss zubereiten. Damit bei Hals- oder Rachen-Entzündungen gurgeln.

Warnhinweise

  • Vorsicht während der Schwangerschaft: Oregano nicht in größeren Mengen einnehmen, auf das ätherische Öl sollte gänzlich verzichtet werden!
  • Oregano-Öl kann die Haut und die Schleimhäute reizen, daher innerlich und äußerlich nur verdünnt anwenden.

Linktipps:

– Die Kraft der Kräuter nutzen
– Kräuter richtig konservieren
– Globuli – was können die kleinen Kügelchen wirklich?

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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Kave Atefie





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