Die aktuelle Umfrage: Vogelgrippe – Hysterie oder Bedrohung?

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Umfrage-Vogelgrippe

Aktuelle Umfrage als Stimmungsbarometer: Österreicher abwartend und skeptisch

Seit den Todesfällen in der Türkei hat das Thema Vogelgrippe (Virus H5N1) nicht nur in der heimischen Medienlandschaft wieder an Bedeutung gewonnen. Auch in der Kaffeepause im Büro und am Stammtisch wird das Wort „Pandemie“ wieder häufiger in den Mund genommen.

Erst vor wenigen Monaten waren Grippemedikamente wie Tamiflu in den heimischen Apotheken restlos vergriffen. Nach der – mittlerweile aufgehobenen – Verordnung der Stallpflicht für Geflügel im Dezember wurde es plötzlich wieder ruhig um die Vogelgrippe. Seit Kurzem jedoch gewinnt das Thema erneut an Bedeutung – und die Apotheker stocken ihren Bestand an Medikamenten gegen Grippe wieder auf.

Umfrage: Hohe Wachsamkeit jedoch keine Panik

Das Österreichische Gesundheitsportal gesund.co.at hat in seiner aktuellen Umfrage die Österreicher befragt, wie Sie dem „Bedrohungsszenario“ Vogelgrippe gegenüberstehen:

Weit mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer sprachen sich für „Wachsamkeit ja, aber keine Panik“ (54%) sowie eine „notwendige Informationskampagne“ (7%) aus – verfolgen also die aktuellen Entwicklungen sehr interessiert. Ein nicht unbedeutender Anteil der Befragten (gesamt 37%) sieht bezüglich Vogelgrippe hingegen wirtschaftliche Interessen als Triebfeder der öffentlichen Diskussion: „Reine Panikmache durch die Pharmaindustrie“, meinen 22% der Teilnehmer, weitere 15% sehen die Medien als Verursacher einer Diskussion, die aus der Vorgelgrippe ein „aufgebauschtes Thema“ machen.

Dass das Thema Vogelgrippe allerdings trotz Skepsis sehr ernst genommen wird und durch die Berichterstattung auch sehr wohl wertvolle Aufklärungsarbeit geleistet wird, beweist der äußerst geringe Prozentsatz der Befragten von 2,5 %, die der Meinung waren, das Vogelgrippe-Virus sei für Menschen überhaupt nicht gefährlich.

Auch wenn die WHO gegenwärtig beruhigt, die Gefahr einer Pandemie steige zur Zeit nicht an, scheint eine epidemische Verbreitung der Vogelgrippe in zahlreichen Regionen vor allem Asiens durchaus möglich und für manche Wissenschafter sogar wahrscheinlich. Das Beispiel Türkei zeigt dramatisch, dass die Häufung von Krankheits- und Todesfällen rund um einen „Seuchenherd“ bereits Europa erreicht hat. Nicht zuletzt deshalb dürften die Österreicher die Entwicklung genau im Auge zu behalten.


Die Umfrage im Detail:

Fragestellung: „Vogelgrippe – künstliche Hysterie oder reale Bedrohung?“

Zeitraum: Dezember 2005 – Jänner 2006
Art: Online-Umfrage
Sample: 652 Umfrageteilnehmer, davon 68% weiblich, 32% männlich


Umfrage Vogelgrippe in Prozent


zum Detailergebnis
Umfragen auf gesund.co.at – Archiv


Linktipps

Krankheitslexikon: Vogelgrippe
www.bmgf.gv.at/
www.who.int/en/

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