Die aktuelle Umfrage: Wie verhüten?

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Umfrage-Verhuetung

Neueste Umfrage bestätigt Verdacht: Risikoverhalten beim Sex höher. Die Verhütung hingegen bleibt konservativ: Pille und Kondom sind nach wie vor top!

So rasch sich Gewohnheiten dieser Tage auch verändern – in Sachen Verhütung haben in Österreich nach wie vor die „Klassiker“ die Nase weit voran: Die Pille und das Kondom sind noch immer die beliebtesten Verhütungsmittel von Frau und Herrn Österreicher. In der aktuellen Umfrage des Österreichischen Gesundheitsportals gesund.co.at gaben mehr als 60% der Befragten an, diese beiden Verhütungsmittel zu verwenden. Überraschend allerdings die Angabe von fast 17% der Umfrageteilnehmer, welche überhaupt nicht verhüten. Erst Mitte Oktober 2004 warnte die Österreichische Aidsgesellschaft anläßlich des Aids-Kongresses eindrücklich davor, die Infektionsgefahr von HIV/Aids zu unterschätzen.

Alternative Verhütung langsam aber stetig im Vormarsch

„Umfragesieger“ wurde – nicht sehr überraschend – die Pille mit einem Anteil von über 34%. Seit mehr als 30 Jahren am Markt, bietet sie hohe Sicherheit und einfache „Bedienung“. Dies überzeugt offensichtlich auch im Jahr 2004 – und zwar primär die Frau, welche nach wie vor meistens für die Verhütung „zuständig“ ist.

Andere hormonelle Verhütungsmittel (Hormonspirale, Nuvaring, Verhütungspflaster, Implanon etc.) sind erst seit einigen Jahren auf dem Markt und somit noch auf der Überholspur: Immerhin 12% der Befragten bestätigten bereits die Nutzung von entsprechenden Produkten.

Auch die klassiche Naturmethode (Temperatur- und Kalendermethode, Verwendung von Verhütungscomputern) bleibt beliebt: Ca. 10% bevorzugen diese.

Sinkendes Gefahrenbewusstsein, steigende Zahl an Neuinfektionen

„Im vergangenen Jahr haben sich in Österreich 423 Menschen mit dem HI-Virus neu infiziert, also 1 bis 2 pro Tag“, rechnet OA Dr. Brigitte Schmied, Präsidentin der Österreichischen AIDS-Gesellschaft, vor. Allein in Wien wurden im Jahr 2002 um 150 Prozent mehr Fälle von Tripper festgestellt als im Jahr davor. Und das deutsche Robert-Koch-Institut berichtete erst kürzlich in seinem Epidemiologischen Bulletin, dass die Zahl der Syphilis-Fälle in Deutschland zwischen 2002 und 2003 erneut um 20 Prozent an gestiegen ist.

Sorglosigkeit in Bezug auf sexuelle Kontakte sei daher heute weniger angebracht denn je, und Aufklärung und Information über die richtigen Schutzmassnahmen müssen demnach wieder präsenter werden um etwa die Bedeutung des Kondoms (lt. Umfrage nutzen es 26% der Befragten) in Zusammenhang mit AIDS und Geschlechtskrankheiten erneut ins Bewusstsein zu rufen.


Die Umfrage im Detail:
Fragestellung: „Verhütungsmittel: Wie verhüten Sie?“

Zeitraum: September – Oktober 2004
Art: Online-Umfrage
Sample: 574 Umfrageteilnehmer, davon 56% weiblich, 44% männlich

Umfrage Verhütung in Prozent


zum Umfrageergebnis
Umfragen auf gesund.co.at – Archiv


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