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Hungerkatastrophe in Somalia

Hungerkatastrophe in Somalia

Dürrekatastrophe Somalia, Ärzte ohne Grenzen

Die Situation der Dürreflüchtlinge von Somalia wird immer dramatischer, doch die internationale Hilfe kommt nur langsam in Schwung. Immerhin durfte nun die erste Maschine des Welternährungsprogramms den Flughafen der Hauptstadt Nairobi mit Kurs auf Somalia verlassen. Ungeachtet dessen sprechen Beobachter von einer der schlimmsten humanitären Katastrophen in Afrika seit Jahrzehnten.

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Die Dürre trifft eine besonders krisengeschüttelte Region am Horn von Afrika. Vor allem Menschen in Somalia, aber auch die Nachbarstaaten Äthiopien, Dschibuti und Kenia sind betroffen. Insgesamt droht über 10 Millionen Menschen der Hungertod – mehr als ein Drittel davon in Somalia. Dass die derzeitige fürchterliche Notlage das Bürgerkriegsland Somalia besonders hart getroffen hat, ist dabei kein Zufall: In Somalia wüten seit Jahrzehnten Bürgerkrieg und Misswirtschaft mit anarchistischen Zügen. Immer wieder waren es politische Unruhen, interne Umwälzungen oder totale Misswirtschaft von Regierungen, die solche Desaster zumindest teilweise mitverursacht haben.

Die letzte große Hungerkrise in Somalia kam 1992 zu einem Zeitpunkt, in dem das Land nach dem Sturz von Diktator Siad Barre in die Anarchie schlitterte. Seither gibt es in der Hauptstadt Mogadischu keine funktionierende Zentralregierung mehr. Bürgerkrieg, Korruption und fehlende Infrastruktur erschweren die Hilfe massiv, so trifft die schlimmste Dürre seit 60 Jahren die Bevölkerung besonders hart.

Im vergangenen Jahr hat das Horn von Afrika zwei schlechte Regenzeiten hintereinander erlebt, die zu einer der trockensten Perioden seit Jahrzehnten geführt haben. Die Lebensmittelpreise sind mittlerweile um 240 Prozent gestiegen, berichtet das „World Food Programme“ (WFP). Angesichts der unfassbaren Ausmaßes der Hungerkrise versuchen die Vereinten Nationen, Nahrung per Luftbrücke von Kenias Hauptstadt Nairobi nach Mogadisch in Somalia zu bringen. Doch auch Kenia selbst leidet unter den Auswirkungen der verheerenden Dürre – das größte Flüchtlingslager Dadaab an der somalischen Grenze beherbergt bereits 400.000 Menschen unter teilweise schrecklichen sanitären Bedingungen.

Hilfsorganisationen bitten daher dringend um Spenden für eine rasche und effiziente Hilfe. UN-Vertreter bezifferten den Hilfsbedarf bis Jahresende auf rund zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro).

Eine jener Hilfsorganisationen, die bereits seit jahren vor Ort ist, ist die Organisation ÄRZTE OHNE GRENZEN – ihren Spendenaufruf möchten wir gerne weitergeben:

ÄRZTE OHNE GRENZEN – Spendenkonto für die Hilfe am Horn von Afrika
PSK BLZ: 60 000 Kto.Nr.: 930 40 950, Kennwort: Notfall-Fonds Ostafrika
Online-Spenden: www.aerzte-ohne-grenzen.at

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1991 ununterbrochen in Somalia und bietet derzeit unentgeltliche medizinische Behandlung in acht Regionen im Süden des Landes. Über 1300 somalische Mitarbeiter, unterstützt von ungefähr 100 Mitarbeitern in Nairobi, leisten kostenlose Gesundheitsversorgung, Behandlung von Unterernährung, Gesundheitsverorgung und Unterstützung für Vertriebene, Chirurgie, Verteilung von Wasser und von Hilfsgütern. Ärzte ohne Grenzen nimmt für die Hilfe in Somalia keinerlei staatliche Finanzierung an, sondern erhält sich von privaten Spendern.

Somalia, Dürrekatastrophe, Ostafrika

Hilfsprogramme von Ärzte ohne Grenzen:

  • Basisgesundheitsversorgung
  • Therapeutische Ernährungsprogramme
  • Hilfsgüterverteilungen für Vertriebene
  • Behandlung von Kala Azar, Malaria und Tuberkulose

Einsatz: seit 1991
Mitarbeiter vor Ort: 1201

Die Teams von Ärzte ohne Grenzen arbeiten in verschiedenen Regionen in Somalia und unterstützen auch die somalischen Flüchtlinge, die völlig erschöpft die Grenzen zu Äthiopien und Kenia überqueren. “Ärzte ohne Grenzen verstärkt die Arbeit in den Lagern, aber unsere Limits sind bald erreicht”, erklärt Alfonso Verdú, der Einsatzleiter in Äthiopien. „Angesichts dieser Ernährungskrise ist es wesentlich, dass sich auch andere Organisationen engagieren und dass jene, die hier sind, ihre Verantwortung verstärken, um den Tod von vielen Menschen zu vermeiden.“

Weitere Spendenkonten:

  • CARE – PSK 1.2.36000, BLZ 60.000
    Online-Spenden: www.care.at
  • Österreichisches Rote Kreuz – PSK 2.345.000, BLZ 60.000, Kennwort: Dürre Afrika
    Online-Spenden: spende.roteskreuz.at
  • UNICEF Österreich – PSK 15 16 500, BLZ 60.000, Kennwort: Kinder Horn von Afrika
    Online-Spenden: www.unicef.at/spenden
  • Die Diakonie Katastrophenhilfe – PSK 23.13.300, BLZ 60.000, Kennwort: Somalia / Dürre in Ostafrika
    Online-Spenden: www.diakonie.at
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Kave Atefie





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