Orthomolekularmedizin | Arztsuche

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Ärztesuche – Orthomolekularmedizin in Österreich

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Was ist Orthomolekularmedizin?

Die Orthomolekularmedizin bzw. orthomolekulare Medizin ist ein wissenschaftlich nicht anerkanntes Verfahren aus dem Bereich der Alternativmedizin, bei dem Krankheiten mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen geheilt werden sollen. Sie wird auch als nutritive Medizin oder funktionelle Ernährungsmedizin bezeichnet.

Die Basisannahme besteht darin, dass Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Aminosäuren und diverse andere als Vitalstoffe bezeichnete Substanzen für den Körper verträglicher sind als körperfremde Stoffe. Allerdings sei es dem modernen Menschen aber nahezu unmöglich, den körpereigenen Bedarf an Vitalstoffen allein durch die Nahrung zu decken, da die heutigen Lebensmittel aufgrund von industrieller Produktion, unnatürlicher Züchtung, Transport, Lagerung und Zubereitung nur noch einen Bruchteil der ursprünglich vorhandenen Stoffe enthielten.

Dadurch – so der Ansatz der orthomolekularen Medizin – würde ein biochemisches Ungleichgewicht im Körper entstehen, das zu Krankheiten führt. Dieses Ungleichgewicht könne durch Hinzunahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden. Konkret soll die Gabe hoher Vitamindosen, kombiniert mit Mineralstoffen und Spurenelementen, derartigen Erkrankungen vorbeugen.

Kritiker sehen die orthomolekulare Medizin als Pseudowissenschaft, denn ein wissenschaftlicher und medizinischer Beweis, dass erhöhte Mengen an Vitalstoffen einen tatsächlichen Nutzen aufweisen, konnte bisher nicht erbracht werden. Dafür entspricht die angebliche Mangelversorgung der Bevölkerung (jedenfalls in der sogenannten Ersten Welt) nicht dem Ergebnis von anerkannten wissenschaftlichen Studien der Ernährungswissenschaft. Zudem weisen Kritiker der Methode darauf hin, dass Nahrungsergänzungsmittel keine Zulassung durchlaufen müssen und Dosierungen von Patienten oftmals willkürlich festgesetzt werden.

In Österreich darf Orthomolekulare Medizin nur von Ärzten mit entsprechender Zusatzausbildung (ÖÄK-Ausbildungsdiplom für Orthomolekulare z.B. von der Österreichischen Gesellschaft für Orthomolekulare Medizin) durchgeführt werden.

Linktipps

– Österreichische Gesellschaft für Orthomolekulare Medizin