So, 30.04.2017

Homöopathie

 

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Die Homöopathie ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Vorstellungen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht. Als Heilverfahren, setzt es dabei auf die Selbstheilungskräfte des Körpers. Nach dem Ähnlichkeits- oder Simileprinzip – „similia similibus curentur“ („Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“) – sollen Krankheiten durch Mittel geheilt werden, die bei einem Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen, wie sie bei dem Kranken beobachtet werden.

Homöopathie ist eine Methode der Ganzheitsmedizin und gilt als ärztliche Heilmethode, die in Österreich daher ausschließlich von Ärzten ausgeübt werden darf. Die Therapie erfolgt mit Arzneien vorwiegend aus dem Mineral- Pflanzen-und Tierreich. Die verwendeten Arzneien sind potenziert, d.h. verdünnt und verschüttelt bzw. verrieben und werden nach der Ähnlichkeitsregel verordnet: Eine Arznei heilt jene Beschwerden an Kranken, die denen ähnlich sind, welche sie selbst an gesunden Menschen hervorrufen kann. Das Krankheitsbild , das der Patient zeigt – in seinem körperlichen aber auch seelisch-geistigen Befinden – entspricht genau dem Arzneimittelbild.

Arzneimittelprüfung

An einer Arzneimittelprüfung nehmen gesunde Testpersonen eine (ihnen unbekannte) Arznei ein und registrieren nach einer Vorlaufzeit noch ohne Arznei alle auftretenden Symptome. Die Symptome werden in Geist-Gemütssymptome (z. B. Erregung, Angst etc.), körperliche Allgemeinsymptome (Appetit, Durst , Schlaf etc.) und Lokalsymptome (z.B: Nachtschweiß an Händen und Füssen, Herzklopfen) unterteilt.

Diese Symptome werden vom Prüfleiter gesammelt, veröffentlicht und dann eventuell in eine Arzneimittellehre oder in ein Repertorium aufgenommen. Durch neue und wiederholte Arzneimittelprüfungen werden die Arzneimittellehren ständig erweitert. Derzeit werden über 5000 homöopathische Arzneien verwendet.

Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM)

Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin ist die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte Österreichs. Ziele der ÖGHM sind die Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten auf Europastandard, die Repräsentation der Homöopathie gegenüber Öffentlichkeit und Medien sowie die EU-weite Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Homöopathie. Die ÖGHM wurde 1953 gegründet und hat heute etwa 900 Mitglieder. Auf Ihrer Website finden sich neben einem umfassenden Verzeichnis aller homöopathischen Ärzte auch Grundlageninformationen und Berichte aus dem Praxisalltag, sowie ein Expertenforum mit aktuellen wissenschaftlichen Beiträgen zum Thema Homöopathie in Österreich.

Linktipps:

– Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin
– Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie
– Globuli – was können die kleinen Kügelchen wirklich?
– TEM – Traditionelle Europäische Medizin erlebt eine Renaissance