Gesundheit: Alternativmedizin – Shiatsu

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)

Realinformation:

ÖDS – Österreichischer Dachverband für Shiatsu
A-3430 Tulln, Postfach 7
Tel + Fax: (++43 +2242) 72 6 22
E-Mail: info@shiatsu-verband.at
www.shiatsu-verband.at

Ursprung von Shiatsu

Shiatsu ist eine eigenständige, in sich geschlossene Form der manuellen, ganzheitlichen Körperarbeit. Shiatsu hat seinen Ursprung in fernöstlichen Heilmethoden, deren Grundlage die Vorstellung von der Existenz einer allen Lebewesen innewohnenden, dynamischen Lebensenergie (Ki, Qi) ist. Gesundheit und Wohlbefinden eines Menschen in seiner Körper-Geist-Seele-Einheit sind Zustände harmonischer Ausgewogenheit bedingt durch das gleichmäßige Fließen und die gleichmäßige Verteilung der Energie in den Meridianen.

Philosophischer Hintergrund von Shiatsu

Basierend auf dem fernöstlichen Wissen über die einheitliche dynamische Ordnung als universelles Prinzip, orientiert sich Shiatsu an der Lehre der Fünf Elemente (Wandlungsphasen), dem Prinzip von Yin und Yang, Kyo und Jitsu und dem Prinzip von Mu (Wu Wei). Diese Erkenntnisse sind Grundlage sowohl für die energetische Diagnose wie auch für die Shiatsu-Behandlung.

Ziel von Shiatsu:

Das Ziel von Shiatsu ist der Ausgleich und die Wiederbelebung des vitalen Potentials, die Aufrechterhaltung und Stärkung der Körper-Geist-Seele-Einheit, welche den Energiefluss in den Meridianen harmonisiert. Shiatsu aktiviert die Selbstheilungskräfte des menschlichen Organismus und wirkt auf diese Weise der Entstehung von Disharmoniemustern (Ungleichgewichte von Yin und Yang) entgegen (prophylaktische Wirkung). Grundlage von Shiatsu ist die fernöstliche energetische Diagnose (Bo-Shin, Setsu-Shin, Mon-Shin, Bun-Shin), deren Ziel es ist, mit Hilfe von Meridian-, Hara-, Rücken, Zungen-, Gesichts-, Pulsdiagnose etc. und dem Gesamterscheinungsbild des Klienten ein bestehendes energetisches Muster zu erkennen.

Form von Shiatsu

Shiatsu wird vorwiegend am Boden (Matte, Futon) in traditionellen Körperhaltungen, im direkten Hautkontakt oder durch indirekte Berührung (bekleidet) und ohne Zuhilfenahme von Hilfsmitteln ausgeführt. Der Druck wird senkrecht, stabil, zunehmend oder bewegt aus der Körpermitte (Hara) durch den Einsatz des Körpergewichts mittels Schwerkraft, ohne Kraftaufwand mit Händen, Daumen, Fingern. Ellbogen, Knien und Füßen ausgeübt. Meridiane (wie die 14 klassischen und die 12 Masunaga-Meridiane) und Punkte (Tsubos) werden stimuliert, wobei je nach energetischer Verfassung des Behandelten die Drucktechnik, die Stärke und Intensität, die Dauer und die Art und Weise der Stimulation variieren. Spezielle Shiatsu-Techniken sind zB die Zwei-Hände-Technik, Tonisierung und Sedierung, Makko-Ho (Meridiandehnungen), Rotation und Do-In-übungen.

Shiatsu als Begegnung und Begleitung

Achtsamkeit und Aufmerksamkeit des Empfangenden (Klienten) und sich selbst gegenüber sind wesentliche Charakteristika der Shiatsu-Arbeit, die insbesondere durch Selbsterfahrung (Selbstreflexion, Erkennen der eigenen Grenzen und Möglichkeiten) und persönliche Reifung erlangt werden. Dies ist Voraussetzung für Neutralität und das bewertungsfreie Wahrnehmen und Erkennen einer Person und ihrer Verfassung (Prozess). Emotionale Begleitung und begleitende Gesprächsführung fördern die Einsicht (Verständnis) und unterstützen die Wirksamkeit der professionellen Shiatsu-Behandlung.
Shiatsu
Wirkungsweise von Shiatsu

Druck auf die Meridiane, Tsubos, Gelenke, Muskeln und Sehnen löst energetische Blockaden (Spannungszusände, Krämpfe, …) und fördert den Fluss der Energie. Shiatsu stimuliert das autonome Nervensystem mit Schwerpunkt auf den Parasympatikus und hat somit eine ausgleichende (beruhigende oder belebende) Wirkung auf die Herzfrequenz, die Atmung, den Muskeltonus, … Auf diese Weise werden Beruhigung und Entspannung wie auch Aktivierung, welche die Selbstheilungskräfte von Körper, Seele und Geist (als komplexes, wechselseitig abhängiges System) anregen und zur Wiederherstellung, Förderung und Aufrechterhaltung des energetischen Gleichgewichts (innere Balance und Ausgeglichenheit) führen. Innere Heilungs- und Wachstumsprozesse werden dadurch unterstützt und ermöglicht ebenso wie der dynamische Prozess der Regenerationsfähigkeit des Menschen. Shiatsu unterstützt und fördert insbesondere auch Wachstums- und Reifungsprozesse, begleitet in schwierigen Lebensphasen und erleichtert den übergang von einem Lebensabschnitt zum nächsten, wie zB Pubertät, Midlife-Crisis, Menopause, Altern.

Indikationen und Kontraindikationen von Shiatsu

Konkrete Beschwerden, deren Heilungsprozess durch Shiatsu gefördert werden kann, sind vor allem funktionale, Befindlichkeits- und psychosomatische Störungen wie zB Verspannungen, Stress, Nervosität, Schlafstörungen, Müdigkeit, Energiemangel, Verdauungsprobleme, Störungen des vegetativen Nervensystems, Menstruations- und andere gynäkologische Beschwerden, Atemwegs-Erkrankungen, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen uäm., aber auch akute und chronische Schmerzen und Funktionsstörungen des Bewegungsapparates und im Besonderen deren Prophylaxe. Nach der Einnahme von starken Medikamenten Alkohol, Drogen oder bei Zuständen geistiger Verwirrung des Klienten ist Shiatsu kontraindiziert. Besondere Umstände des Klienten, wie zB Schwangerschaft, Diabetes, Krampfadern, psychiatrische Behandlung etc., sind vom professionellen Shiatsu-Praktiker besonders zu berücksichtigen und die angewandte Form des Shiatsu besonders anzupassen. Voraussetzung dafür ist die Zusammenarbeit mit und/oder Verweisung an medizinische Spezialisten und Therapeuten.

LINKTIPPS:

– Shiatsu am Arbeitsplatz
– Wasser-Shiatsu

Linktipps

Shiatsu-Praxis.at
Dachverband für Shiatsu
Shiatsu-Ausbildungen Austria
Europäisches Shiatsu Institut
Naikido-Shiatsu Peter Rippl

Das könnte Sie auch interessieren...