Lust & Liebe: Liebesleben – die Kolumne / Psycho logisch

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Liebesleben - die Kolumne über Sexualität & partnerschaft

Wie man sich bettet, so liebt man

Achtung, es wird psychologisch! Wie wir uns betten zeigt nämlich unsere so genannten ?Liebesstile‘ an. Gemeint sind damit nicht akrobatische Verrenkungen auf Taschenfederkern, sondern die Art, wie wir dem Anderen begegnen. Wie wir sind, verrät, wie wir lieben und welche Art von Partner wir brauchen, um glücklich zu sein. Eine Untersuchung von der Psychologin Ina Hebenstreit (ehem. Neuwirth) eröffnet interessante Einblicke für Singles und Paare, und gibt allen, die es endlich wissen wollen, den berühmten roten Faden auf der Suche nach dem perfekten Partner in die Hand.

Schon von Eros, Storge und Ludus gehört? Ja, nein, vielleicht? Es handelt sich dabei nicht um die Mitglieder einer neuen Boyband, sondern um die geheimen Zutaten jeder erfolgreichen Beziehung! Eros, Storge und Ludus sind die drei Liebesstile, von denen sich in falschen Kombinationen jeder Herzschmerz, den wir je gelitten haben, ableiten lässt. Um uns nicht mit trockenen Begriffen aus dem Reich der Psychologie zu quälen, nennen wir Eros ab sofort die „Liebe auf den ersten Blick“. Storge setzen wir mit „Liebe aus Gewohnheit“ gleich, und Ludus ist der ?Lotterleben-Stil‘.

Liebe auf den ersten Blick

Wer hat sie nicht schon einmal erlebt? Die Liebe auf den ersten Blick! Die Augen, das Lächeln, der Körper des Anderen ziehen einen an wie ein Magnet. Männer und Frauen, die diese Art der Liebe leben haben ganz konkrete Vorstellungen von ihrem Traumpartner. Ihn zu finden ist eine der wichtigsten Aufgaben in ihrem Leben. Deshalb springen sie auch sofort auf ihn und Menschen, die ihm ähnlich sind, an. ?Ich liebe dich!‘, steht an der Tagesordnung – in Worten und in Taten. Männer und Frauen, die vom Liebesblitz getroffen sind, kriegen nicht genug voneinander. Der Partner wird zum Wichtigsten im Leben. Und da man annimmt, dass der Andere das auch so sieht, kennt man keine Eifersucht.

?Wir hatten eine stürmische, selbstbewusste Liebe, die uns allerdings mit der Zeit abhanden kam‘, erzählt Petra (39). Sie und Thomas (42) hatten sich auf einer Party kennen gelernt. ?Es hat sofort gefunkt‘, erinnert sich Thomas.

„Ihr Blick, ihr Lächeln, ihre Bewegungen, als sie auf mich zukam ?“

Warum hat diese Liebe nicht gehalten? ?Ich wollte mehr!‘ – Thomas hat die Liebe auf den ersten Blick nach zwei Jahren Beziehung nicht mehr gereicht. ?Wir haben uns nicht weiter entwickelt. Petras ?Ich liebe dichs‘ waren anfangs schön, wurden aber bald schal.‘
Die Psychologin Ina Hebenstreit sieht das so: ?Die körperliche Anziehung der Liebe auf den ersten Blick kann ein Leben lang funktionieren. Allerdings sollte man irgendwann auch noch andere Aspekte ins Spiel bringen.‘
Liebe aus Gewohnheit
Zum Beispiel die Gewohnheit. Den Partner nicht nur äußerlich sondern auch innerlich kennen lernen mit allen seinen Höhen und Tiefen. Liebe aus Gewohnheit ist ein Liebessstil, der langsam entsteht. Manchmal in Ergänzung zur Liebe auf den ersten Blick. Liebe aus Gewohnheit bringt Tiefe, die ein simpler Loveflash auf die Dauer nicht vermitteln kann.

Viele Menschen fangen jedoch mit der Liebe auf den ersten Blick per se nichts an. Sie sind vom Typ her so veranlagt, dass sie zuerst schauen und dann handeln. Für sie muss Freundschaft entstehen, bevor man die Beziehung auf ein sexuelles Level hieven kann. Wer von uns hat nun welchen Liebesstil und mit wem sollen wir uns zusammen tun, damit es klappt?

Hier finden Sie die Antworten. Welcher Liebes-Typ sind Sie? Wir wünschen viel Spaß mit dem Test!

Beitrag ursprünlich zur Verfügung gestellt von www.herzschmerzADE.at