Gewitter im Kopf: Kopfschmerzen

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Kopfschmerzen

Kopfschmerzen zu erklären ist an und für sich nicht leicht. Denn unser Gehirn verfügt über keinerlei Schmerzrezeptoren, ist also nicht schmerzempfindlich. Schmerzen können nur von den Blutgefäßwänden und den Hirnhäuten ausgehen. Umso heftiger dafür die Schmerzintensität, die Betroffene verzweifeln lässt. Denn oft lassen sich die Ursachen nicht diagnostizieren, kommen doch als Auslöser die unterschiedlichsten Ereignisse in Frage. Die Stellen, an denen der Schmerz am heftigsten wahrgenommen wird, müssen nicht ursächlich mit der Entstehung oder der Ursache der Beschwerden einhergehen.

Über 160 verschiedene Kopfschmerzarten können unterschieden werden.
Zu den häufigsten Kopfschmerzarten zählen:

  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Dauerkopfschmerz durch Medikamente
  • Cluster Kopfschmerz

Ihre persönliche Belastung durch Kopfschmerzen lässt sich anhand des sogenannten Midas-Tests ermitteln, den Sie durch den Midas-Fragebogen selbst durchführen können. Die Behandlung der verschiedenen Kopfschmerzarten ist individuell, daher ist es für Sie wichtig zu wissen, unter welcher Art von Beschwerden Sie leiden. Grundsätzlich gilt: Zur Behandlung von Kopfschmerzen, die häufiger als einmal im Monat auftreten, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Nur so ist eine genaue diagnostische Zuordnung Ihrer Beschwerden möglich, welche die Voraussetzung für eine gezielte Therapie darstellt.

Cluster-Kopfschmerz

Der sogenannte „Cluster-Kopfschmerz“ geht mit sehr heftigen Schmerzattacken einher. Die Schmerzen werden nur auf einer Gesichtshälfte empfunden, am Stärksten um die Augen und Schläfen, PatientInnen beschreiben sie oft als „glühendes Messer“, das in den Schädel gerammt wird. Sehr häufig kommt es auch zu einer einseitig rinnenden Nase oder einseitigen Augenrötung. Vom Cluster-Kopfschmerzen sind mehr Männer als Frauen betroffen. Mögliche Auslöser sind Alkohol, Histamin und Nitroglycerin, das in bestimmten Herzmedikamenten enthalten ist.

Die Schmerzattacken dauern 15 Minuten bis drei Stunden und können in einem Zeitraum von Wochen oder Monaten gehäuft auf, werden schließlich seltener und klingen völlig ab, ehe Monate oder Jahre später eine neuerlich Schmerzperiode einsetzt.

Medikamentenverursachter Kopfschmerz

Medikamentenverursachter Kopfschmerz entsteht, wenn über einen längeren Zeitraum häufig ohne ärztliche Betreuung Schmerzmittel eingenommen werden, wobei die Menge der Schmerzmittel immer mehr gesteigert wird. Auch der Wechsel von Präparaten oder Kombinationen aus verschiedenen Schmerzmitteln ändert das nicht. Durch den Versuch, die Beschwerden selbst zu behandeln, entsteht ein gefährlicher Kreislauf.

Die Medikamente verursachen Schmerzen, die wiederum mit anderen Medikamenten bekämpft werden. Wer langfristig Schmerzmittel regelmäßig einnimmt, wird davon abhängig, die Schmerzempfindlichkeit steigt deutlich an.

Spannungskopfschmerz

Treten die Beschwerden beidseitig auf und werden als leicht bis mittelschwer empfunden, handelt es sich wahrscheinlich um einen Spannungskopfschmerz. Viele Patienten vergleichen den Schmerz mit einem ziehenden „Ring um den Kopf“. Im Gegensatz zu Migräne hat erhöhte körperliche Aktivität keine Auswirkung auf den Spannungskopfschmerz, während beispielsweise Stress das Auftreten der Schmerzen begünstigen kann. Häufige Migräne-Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen kommen nicht vor, Licht- oder Lärmempfindlichkeit, nicht aber beides, kann vorhanden sein.

Migräne

Der Begriff „Migräne“ kommt aus dem Französischen und bedeutet: „migraine“ = Kopfschmerzen. Es handelt sich um heftige pulsierende Kopfschmerzen, die anfallartig auftreten. Sie sind oft auf eine Kopfhälfte begrenzt und sind begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und neurologischen Störungen. Migräne ist eine umfassende biologische Funktionsstörung des Gehirns und kann in den verschiedensten Formen auftreten. Detaillierte Infos finden Sie in unserem Krankheitslexikon Migräne.

Kopfschmerzforum hilft und informiert

Das Kopfschmerz-Forum versteht sich als Informationsplattform für alle Patienten die an Migräne leiden. Darüber hinaus ist es den InitiatorInnen des Kopfschmerzforums ein
wichtiges Anliegen, das Selbstbewusstsein der Betroffenen zu stärken und ihnen Unterstützung in allen Lebenslagen zu bieten.

Ein Jahr intensiver Bemühungen um kopfschmerzgeplagte PatientInnen in Österreich liegt mittlerweile hinter den InitiatorInnen des ehrgeizigen Projekts. Das große Interesse an dem neu installierten Service, das via Internet fachlich fundierte Auskunft zum Thema Kopfschmerz bietet, zeigt den hohen Bedarf an Aufklärung. Leiden doch immerhin rund 10% der über 15-jährigen ÖsterreicherInnen an Migräne. Laut einer wissenschaftlichen Studie hat bereits jedes zweite Kind zwischen 7 und 14 Jahren wenigstens einmal in seinem Leben Kopfschmerzen verspürt, rund, 6,5% davon regelmäßig ein Mal pro Woche oder häufiger. Ob Erwachsene oder Kinder, nur ein geringer Anteil an den Betroffenen befindet sich tatsächlich in ärztlicher Behandlung.

Ein Umstand, dem die InitiatorInnen des Kopfschmerzforums Abhilfe schaffen wollen. Viele der PatientInnen leiden unnötig, den meisten könnte mit einer gezielten Therapie geholfen werden. Auf der Homepage SHG Kopfweh: Das Portal zum Thema Kopfschmerz & Migräne finden die Kopfschmerzgeplagten nicht nur die richtige Information, sondern auch ein Kopfschmerztagebuch, einen Migräne-Selbsttest, eine Datenbank für Ärzte, wichtige Adressen wie Kopfschmerzambulanzen, Suchtberatungsstellen für Medikamentenabhängige und Selbsthilfegruppen, Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie Patiententipps.

Linktipps

– Migräne: Neue Medikamente mit weniger Nebenwirkungen und Kontraindikationen
– Akupressur: Fit auf Fingerdruck
– Krankheitslexikon: Migräne
– Migräne-Selbst Test
– Wetterfühligkeit: Wenn Wetter krank macht
– Nuad Thai-Massage Bodywork
– Biowetter
– Trigeminusneuralgie – stechender Gesichtsschmerz

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