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Guter Sex wirkt positiv auf Körper und Psyche

Guter Sex wirkt positiv auf Körper und Psyche

Sex wirkt positiv auf Körper und Psyche

Sex hilft gegen Kopfschmerzen, Sex schützt vor Osteoporose und stärkt die Abwehrkräfte. Männer können sich durch regelmäßigen Sex nachweislich vor Prostata-Beschwerden schützen. In regelmäßigen Abständen tauchen derartige Meldungen zu Sexualität und Gesundheit in den Medien auf. Doch was steckt wirklich hinter diesen vielfach aufgestellten Behauptungen? Die soeben veröffentlichte Durex Studie zum sexuellen Wohlbefinden (Durex Global Sex Survey 2012) liefert dazu interessante Einblicke.



Tatsächlich gibt die Studie einen einzigartigen Einblick in die allgemeine Zufriedenheit der Weltbevölkerung und in die Wünsche und Träume ganz verschiedener Nationen. Dabei wurde das Verhalten und die Erfahrungen von über 29.000 Menschen aus 36 Nationen (darunter auch Österreich) in Bezug auf ihr sexuelles Wohlbefinden untersucht hat.

Globale Studie zum sexuellen Wohlbefinden

Sexualität ist in jedem Alter ein Thema. Sexuelle Beziehungen sind eine wichtige Voraussetzung für körperliches und psychisches Wohlbefinden und damit integraler Bestandteil für die Aufrechterhaltung der Lebensqualität und der Gesundheit. Weibliche Sexualität, Lust und Begehren sind neben persönlichen Erfahrungen in großem Maße von kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Normen, Interessen und Vorurteilen abhängig.

Das ist ein zentrales Ergebnis der Durex Global Sex Studie 2012, die durch Harris Interactive unter insgesamt 29’003 Erwachsenen (über 18 Jahre) online in 35 Ländern und in Nigeria persönlich zwischen dem 6. September und dem 3. Oktober 2011 durchgeführt wurde. Die befragten Menschen wurden zu Schlüsseldaten ihres Lebens befragt: Gesundheit, generelles Wohlbefinden, Bildung, Glaube, Geschlecht und Zivilstand, Einstellung zu Sex und Sozialer Hintergrund.

Guter Sex hat positive Auswirkungen auf Körper und Psyche

Eine Studie des britischen Gesundheitsdienstes hat ergeben, dass Sex gesundheitlich sogar mehr wert ist als Sport: je mehr Orgasmen desto besser. Dabei ist übrigens nicht allein partnerschaftlicher Sex gemeint. Wer keinen Partner hat, muss auf die gesunde Wirkung von Sex jedoch keineswegs verzichten, da auch Selbstbefriedigung durchaus einen gesundheitlichen Nutzen aufweist.

Sex – genauer der Orgasmus – bringt den Hormonhaushalt in Fahrt, Testosteron- und Östrogenspiegel steigen an. Während ersteres Männer widerstandsfähiger macht, wirkt zweiteres bei Frauen positiv auf das äußerliche Erscheinungsbild. Endorphine sorgen für das nötige Hochgefühl, das sonst oft erst nach langem Ausdauertraining zum Vorschein kommt. Das Wohlgefühl ist wiederum gut für die Psyche, genauso wie die Entspannung nach dem Orgasmus.

Beim Mann wiederum bietet Sex eine gute Möglichkeit, ganz ohne Nebenwirkungen den Muskelaufbau zu fördern. Das Hormon Testosteron, das in den Hoden produziert wird ist nämlich maßgeblich am Aufbau von Muskeln beteiligt. Zudem machen Sexualhormone glücklich und lindern Schmerzen.

Guter Sex sorgt für gute Laune und hilft gegen Stress

Knapp drei Viertel der ÖsterreicherInnen (71%) sehen den Nutzen von erfüllendem Sex in der guten Laune, die aus ihm resultiert. Weltweit stimmen dieser Aussage 64 Prozent zu. Die einzige Region, in der das ganz anders gesehen wird, ist Asien. Dort sieht die Mehrheit (56%) den Vorteil von gutem Sex darin, ein besserer Partner zu sein.

Weltweit sind 53 Prozent der Befragten zudem der Meinung, dass guter Sex gegen Stress hilft. So auch in Österreich. Hierzulande sorgt Sex nicht nur für gute Laune, sondern ist für jede(n) Zweite(n) (50%) auch ein erfolgreiches Stressventil. Interessant ist außerdem, dass sich über die Hälfte der befragten ÖsterreicherInnen (55%) durch guten Sex attraktiver fühlen.

Männer und Frauen aus Österreich sowie aus Deutschland sind gleichermaßen zufrieden mit ihrem Sexleben. Mit 65 Prozent haben die ÖsterreicherInnen nur einen hauchdünnen Vorsprung vor den Deutschen (64%). Weltweit am zufriedensten sind die Südamerikaner (72%), nur knapp gefolgt von den Europäern mit 71 Prozent. Ozeanien und Nordamerika teilen sich mit 68 Prozent den 3. Platz, kurz vor Asien mit 68 Prozent.

Was ist „guter“ Sex und wieviel Sex ist gesund?

Grundsätzlich gilt: gut ist was gut tut. Sex ist immer dann gut, wenn die Dosis für alle Beteiligten stimmt. Guter Sex ist so individuell wie der Mensch an sich. Es gibt den Wunderknopf nicht, den man nur zu drücken braucht um alles in Wohlgefallen aufzulösen. Für guten Sex braucht es zuerst einmal die Bereitschaft, sich und den Partner kennen zu lernen. Seine Intimität zu respektieren, seine Wünsche zu artikulieren.

Druck, Stress und unrealistische Erwartungshaltungen sind wesentliche Lustkiller. Sex kann daher auch nicht als Wundermittel angesehen werden, denn bei all den genannten Vorteilen sexueller Erfüllung, darf nicht übersehen werden, dass die Übersexualisierung der Gesellschaft für viele Menschen wiederum zur Belastung wird, die nicht selten zu Libidoverlust und Erektiler Dysfunktion (Erektionsstörungen) führt. Sexualität ist deshalb nicht nur mit Vergnügen und Hingabe verbunden, sondern auch mit Hemmungen, Enttäuschungen und Missverständnissen. Offene Gespräche über die eigenen Erwartungen sowie die Kenntnis des eigenen Körpers sind daher für eine erfüllte Sexualität von großer Bedeutung.

Kleine Hilfsmittel und Gespräche peppen das Sexleben auf

Um dem Sexleben neuen Schwung zu verleihen, greifen die österreichischen Frauen und Männer gern auch mal auf Gleitgel oder Sex Toys zurück, wobei die Sex Toys mit 43 Prozent etwas beliebter sind als Gleitgel (40%). 43 Prozent hingegen versuchen mittels Gesprächen ihr Sexleben aufzupeppen. Österreich liegt damit vollkommen im weltweiten Durchschnitt. Nordamerika (52%) und Ozeanien (44%) hingegen verlassen sich eher auf die Hilfe von Gleitgel oder Sex Toys als auf Gespräche, um die sexuelle Situation zu verbessern.

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Quellen:

¹ Univ. Prof.in Dr.in Karin Gutiérrez-Lobos; Universitätsklinik f. Psychiatrie Wien
² Durex Global Sex Studie 2012 – www.durex.com

Linktipps:

– Sexualität als Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden
– Sextoys – Spielsachen für Erwachsene
– Pflanzliche Hilfe bei Erektionsstörungen
– Wie man ein Kondom richtig benutzt