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Exotische Früchte im Überblick

Exotische Früchte im Überblick

Exotikfrüchte

Guave, Kaki, Mangostin, Zimtapfel – die Auswahl an frisch erhältlichen exotischen Obstsorten nimmt ständig zu. Die Früchte überzeugen nicht nur mit exotischem Erscheinungsbild und aufregenden Farben, sie stecken zumeist auch voller wertvoller Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe.



Tamarillo, Pitahaya, Cherimoyas – die wohl letzten wahren Exoten im umfangreichen und vielfältigen Marktangebot unserer Breiten. Doch nicht mehr lang und auch sie werden Einzug in unseren Supermarkt-Regalen halten. Ein Umstand, den man grundsätzlich herbeisehnen kann, denn die frischen Früchtchen schmecken nicht nur aufregend verführerisch, auch ihr gesundheitlicher Wert ist beachtlich. Einziger Wermutstropfen: Die weiten Lieferwege sind der Umwelt nicht gerade zuträglich (CO2), weshalb man grundsätzlich saisonal verfügbarem heimischen Obst den Vorzug geben sollte. Wer aber ab und an für Abwechslung am Speiseplan sorgen will, möchte dennoch über die kulinarischen und gesundheitlichen Aspekte der Exoten informiert sein – Grund genug, einige der schmackhaften Früchte näher vorzustellen.

Cherimoya

Die Cherimoya gedeiht auf dem kolumbianischen Flaschenbaum und stammt auch ursprünglich aus Südamerika. Heute wird sie weltweit in allen Regionen mit geeignetem subtropischen Klima angebaut, so findet man diese Pflanze beispielsweise auch auf Madeira oder in Israel. Die Frucht zählt nach Ansicht vieler Gourmets zu den wohlschmeckendsten überhaupt und erinnert geschmacklich an Erdbeeren, Himbeeren, Birne mit einem Hauch Zimt. Gegessen wird das elfenbeinfarbene Fruchtfleisch, die Schale und die Samen (giftig!) sind nicht genießbar. Verwendung findet das Fruchtfleisch vor allem als Frischobst. Dazu schneidet man die Frucht in 2 Hälften und löffelt sie aus. Man kann das Fruchtfleisch auch mit Limettensaft beträufeln, das steigert den Geschmack. Es können auch herrliche Milchshakes aus der Cherimoya zubereitet werden.

Cherimoya

Cherimoya

Da diese Frucht sehr empfindlich auf Druckstellen reagiert, wird sie bislang eher selten exportiert und kommt in West- und Mitteleuropa meist unreif und klein in den Handel (verglichen mit reifen Früchten im Herkunftsland, die so groß wie Kohlrabi werden können). Nur reif ist Cherimoya auch ein wahrer Genuss, sie sollte nie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es wird empfohlen, die Frucht zum Nachreifen – ähnlich unreifer Avocados oder Mangos – in Papier einzuschlagen, bis das Fruchtfleisch weich ist. Die Cherimoya ist reich an Traubenzucker, Phosphor, Calcium und weist außerdem einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt auf.

Curuba

Die Curuba ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Passionsblumen (Passiflora), der artenreichsten Gattung in der Familie der Passionsblumengewächse, und zählt wie die Liane zu den Schlingpflanzen, trägt dem Weinlaub ähnelnde Blätter und hat lange rosafarbene oder weinrote Blüten, aus denen sich die länglichen Früchte bilden. Sie stammt ursprünglich aus Amerika, wird heute aber hauptsächlich aus Kolumbien importiert. Sie wird auf Grund ihrer Ähnlichkeit zur Banane auch als Bananenpassionsfrucht bezeichnet. Curubas sind ca. 10 cm lang, mit einer weichen, gelben Schale. Das orange, geleeartige Fleisch hat einen säuerlichen, leicht apfelähnlichen Geschmack. Reife Früchte haben eine gleichmäßig gelb oder rot gefärbte Schale, die mit der Zeit zu schrumpfen beginnt. Überreife Früchte schmecken unangenehm säuerlich; unreife Früchte haben eine grünliche Schale. Die Schale lässt sich wie bei einer Banane abziehen.

Curuba

Curuba

Das Fleisch der Curubafrucht kann einfach roh ausgelöffelt werden. Curubas passen in einen Fruchtsalat, aber auch gut zu anderen Tropenfrüchten. Besonders gut schmeckt das Fruchtfleisch zu Eis, Pudding oder Cremes. Die Früchte enthalten Vitamin A und C und viele Ballaststoffe. Nährwert: 100 g enthalten rund 40 kcal/167 kJ.

Guave

Die Guave (auch Guava) gehört zu den Beerenfrüchten und wächst auf einem immergrünen Strauch bzw. Baum, der bis zu 6 m hoch werden kann. Guavas stammen ursprünglich aus Südamerika, werden heute aber auch in Mexiko, Südafrika, Indien und in einigen Mittelmeerländern kultiviert. Die Frucht ist rundlich bis leicht birnenförmig und kann einen Durchmesser von 2,5 bis 10 cm haben. Die wachsartige Schale ist blassgrün und wird bei der Reifung gelb. Das Fruchtfleisch ist gelb oder weiß-grünlich, saftig und enthält oft auch einige verholzte Kerne. Die zahlreichen Samen können mitgegessen werden. Beim Mitkochen verfärbt sich das Fruchtfleisch lachsrosa. Die Frucht duftet intensiv, schmeckt süß-säuerlich und erinnert an eine Kombination von Quitte, Birne und Feige. Die Früchte werden in Dosen konserviert sowie zu Gelee, Marmeladen (in Brasilien Goiabada), Sirups oder herzhaften Chutneys verarbeitet. Durch Pressen gewinnt man den Guavensaft, der als Guavennektar im Verkauf angeboten wird und vielen Multivitaminsäften beigemischt ist.

Guave

Guave

Die Guave ist eine der Vitamin C-reichsten Obstarten (200 – 400 mg, bei vollreifen Früchten bis zu 900 mg/100 g). Sie wird daher als „Vitaminbombe“ bezeichnet. Weiters sind Pektin, Provitamin A, Vitamin B, Eisen, Kalium und Kalzium in größeren Mengen enthalten. Aufgrund des hohen Vitamingehaltes wirken Guavas vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten. Nährwert: 100 g Fruchtfleisch haben 34 kcal/144 kJ.

Jackfruit

Die Jackfrucht, auch Jackbaumfrucht, Jakobsfrucht, im brasilianischen Portugiesisch Jaca, ist die Frucht des Jackfruchtbaumes aus der Familie der Maulbeergewächse, einem Verwandten des afrikanischen Brotfruchtbaumes. Verbreitet ist der Jackfrucht-Baum in allen tropischen Weltgegenden, hauptsächlich Malysien, Thailand und Brasilien. Jackfrüchte gehören zu den größten Früchten überhaupt, sie können bis zu 100 cm lang, 50 cm dick und 25 kg schwer sein. Die Früchte wachsen direkt am Stamm und weisen viele unterschiedliche Formen auf. Die gelbgrüne bis bräunliche, 5 bis 10 mm dicke und feste Schale ist mit Pickeln übersät, die wie kleine Stacheln aussehen. Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß bis orange und hat einen süßlichen, eigentümlichen Geschmack sowie einen etwas unangenehmen Geruch (deshalb ist sie in unseren Breiten auch als Stinkefrucht bekannt); in den kleinen Kammern des Fruchtfleisches liegen die bis zu 500 harten, großen, braunen Samen. Die Früchte wachsen am Stamm, sind unterschiedlich groß bis etwa zur doppelten Größe eines Menschenkopfes und von einer gelblich-grünlichen harten Schale mit kleinen Noppen umgeben. Das faserige Fruchtfleisch ist süß-saftig, von gelber bis hell-violetter Farbe mit einem Geschmack wie von Bananen und in etwa handtellergroße taschenartige Spalten unterteilt. Die in großer Zahl darin verteilten Samenkerne schmecken nach Kastanien und werden roh, gekocht oder getrocknet verspeist.

Jackfrucht

Jackfruit

Jackfrüchte werden am besten mit einem Brotmesser in zentimeterdicke Scheiben geschnitten und dann entweder roh gegessen, für Fruchtsalate, Eis oder in Chutneys verwendet. 100 g Jackfrucht weisen einen Brennwert von etwa 390 kJ auf und enthalten etwa 72 g Wasser, 1,5 g Eiweiß, 0,3 g Fett, 24 g Kohlenhydrate und 1,6 g Ballaststoffe. An Mineralien und Vitaminen sind etwa 34 mg Kalzium, 0,6 mg Eisen, 3 mg Natrium, 29,7 RE Vitamin A und 6,7 mg Vitamin C enthalten.

Kaki

Die Kaki, auch Persimone oder Sharonfrucht genannt, ist die süße, orangefarbene, äußerlich einer großen Tomate ähnelnde Frucht des bis zu 15 m hohen Kakibaums. Kaki werden weltweit in 10 Ländern angebaut, wobei 90 % der Produktion auf China, Japan und Korea entfällt. Die glatte, glänzende und dünne Schale zeigt Farbschattierungen von gelb bis rot-orange. Das etwas hellere Fruchtfleisch kann bis zu acht Kerne enthalten und wird mit zunehmendem Reifegrad weicher, vergleichbar mit einer Kiwi. Der hohe Gehalt an Tannin (Gerbstoff) in der noch nicht ausgereiften Kaki sorgt im an Birne und Aprikose erinnernden Geschmack für eine herbe Komponente, die mit fortschreitender Reifung schwächer wird. Tannine kommen wegen ihrer adstringierenden (zusammenziehenden) und auswurffördernden Wirkung auch in der Volksmedizin vieler Länder zum Einsatz.

Kaki

Das Fruchtfleisch einer vollreifen, sehr weichen Kaki ist süß, saftig und sehr wohlschmeckend. Das Nachreifen der im Handel angebotenen – meist unreifen – Früchte sollte unbedingt im Kühlschrank (bis zu drei Wochen haltbar) erfolgen, diese Temperaturen sind Kakis in den Anbauregionen gewohnt. Die Früchte werden sowohl frisch verzehrt, als auch zu Marmeladen, Süßspeisen oder Trockenobst verarbeitet. Zum Genuss wird die Frucht halbiert und ausgelöffelt, es kann aber auch die Schale verzehrt werden. Im gesamten asiatischen Raum werden der Kakifrucht verschiedene Heilkräfte zugesprochen. So soll sie magenstärkend sein und gegen Durchfall helfen. Unreife Früchte sollen fiebersenkend sein, wenn sie in Containern nachreifen, bis sie süß wie Honig sind. Der Saft einer unreifen Frucht soll den Blutdruck senken und der Fruchtstiel Husten lindern. Jedenfalls sind Kakis reich an Vitamin A, Vitamin C und Kalium.

Kaktusfeige

Die ursprüngliche Heimat des Feigenkaktus dürfte Mexiko gewesen sein, heute ist er in weiten Teilen der Tropen und Subtropen verbreitet und auch im Mittelmeerraum häufig anzutreffen. Wie der Name schon sagt, ist der Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica) eine Kakteenart aus der Gattung der Opuntien mit essbaren Früchten, den so genannten Kaktusfeigen. Die ovale Frucht ist circa 7 bis 10 cm lang und hat je nach Reifegrad eine grünliche, gelbliche oder rötliche bis braune Färbung. Auf der ledrigen Außenhaut sitzen kleine Stacheln, die büschelartig angeordnet sind. Verzehrt wird das Innere der Frucht mit den ebenfalls essbaren Kernen. Das – je nach Sorte- gelborange bis rote Fruchtfleisch hat einen süß-säuerlichen Geschmack, der leicht an Birnen erinnert. Dabei sollte die Frucht wegen der Dornen nur mit einer Gabel gehalten und die Schale mit Hilfe eines Messers vorsichtig entfernt werden. Oder man hält die Früchte mit einer dickeren Plastikfolie in der Hand, schneidet sie mit einem Messer in zwei Hälften und löffelt mit einem Teelöffel das Innere aus. Legt man die Früchte vorher für einige Zeit in kaltes Wasser, werden die Dornen weicher und man kann sie mit einer Bürste entfernen.

Kaktusfeige

Kaktusfeige

Kaktusfeigen enthalten reichlich Zucker, Kalzium, Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C. 100 g Fruchtfleisch enthalten 25 mg Vitamin C. Nährwert: 100 g Fruchtfleisch haben 36 kcal/154 kJ. Hinweis: Der Genuss von Kaktusfeigen kann den Harn rot färben, dies ist jedoch unbedenklich und geht rasch vorbei.

Karambole / Sternfrucht

Karambolen gehören zur Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae) und gedeihen auf 5 – 15 m hohen, buschartigen, immergrünen Bäumen. Die wichtigsten Anbauländer sind Malaysia, Sri Lanka, China, Thailand, Indonesien, Brasilien, Kolumbien, USA und Israel. Die Bäume bringen mehrmals pro Jahr kleine, wohlriechende, pink- bis lavendelfarbene Blüten hervor, aus denen sich die Früchte entwickeln. Die Früchte sind oval bis ellipsoid, 6 – 13 cm lang bei einem Durchmesser von 3 – 6 cm und haben üblicherweise 5 (selten auch 4 oder 6) stark ausgeprägte, längsförmige Rippen. Die Haut ist dünn und glatt, hell- bis dunkelgelb gefärbt und weist eine Wachsschicht auf. Das Fruchtfleisch ist hellgelb bis gelb, transparent, sehr saftig mit stark saurem bis mild süßlichem, allerdings nicht sehr intensivem Geschmack und hat je nach Sorte keine bis einige Kerne. Quer geschnittene Scheiben haben eine sehr typische Sternform. Sobald sich die Schale an den Kanten bräunlich zu verfärben beginnt, hat die Karambole ihren besten Reifegrad erreicht und sollte verzehrt werden. Das Fruchtfleisch ist dann auch intensiver gelb gefärbt, knackig, saftig und duftet nach Jasmin. Die Karambole wird mit der Schale meist roh gegessen, als Garnierung verwendet und schmeckt vorzüglich in Salaten mit Essig und Öl.

Karambole

Karambole / Sternfrucht

Die Früchte bestehen zu über 93 % aus Wasser und enthalten neben 0,5 % Protein, 0,2 % Fette und 4,8 % Kohlenhydrate einen hohen Anteil an Vitamin A und C sowie Calcium und Eisen. In der chinesischen Medizin gilt die zerstoßene Frucht als gutes Wundheilmittel, und der Saft soll fiebersenkend und vor allem durstlöschend sein.

Kapstachelbeere / Physalis

Die in den Anden beheimatete Kapstachelbeere (Physalis peruviana), auch Andenbeere, Ananaskirsche, Goldbeere oder Schlotte genannt, ist eine Physalis-Art, die essbare, etwa kirschgroße, grün-gelbliche bis orangefarbene Früchte mit einem süßen, leicht säuerlichen Geschmack trägt, der an Stachelbeeren und Kiwi erinnert. Neben der Heimatregion werden die Kapstachelbeeren in Südafrika kultiviert, dadurch erlangten sie erst größere Bedeutung, die durch das Synonym der Frucht erkennbar wird. Physalis werden im Anbauland in der Sonne getrocknet, so wird die Hülle strohgelb und die Früchte transportfähig. Es ist beim Kauf unwesentlich, ob die Hülle noch geschlossen oder offen ist, wichtig ist, dass die Beeren orange-gelb sind. Die Früchte werden frisch verzehrt oder in Obstsalaten, Cocktails, Marmeladen, Soßen und Eiscreme verwendet. Neben dem Frischverzehr eignen sich Physalis auch zum Trocknen, sie schmecken wie Rosinen. Oder die kleinen Beeren in Schokosauce eintauchen und eine selbstgemachte Praline servieren.

Physalis

Kapstachelbeere

Die Früchte sind reich an Vitamin A, B und C, Phosphor und Pektin. 100 g Physalis enthalten 306 kJ bzw. 72 kcal. In Afrika werden die Blätter der Pflanze als Gemüse gegessen. Die gekochten Blätter verwendet man auch als Pflaster für entzündete Wunden.

Kumquat

Anbauländer der Kumquat (auch Zwergorangen) sind China, Japan, Nord- und Südafrika, Nord- und Südamerika, Israel und Spanien. Sie sind eng verwandt mit den Zitruspflanzen, die ebenfalls zu den Rautengewächsen zählen. Die Früchte der Kumquat sind eiförmig und von höchstens 4 cm Länge mit gelb-orangefarbener Schale. Die Frucht wird in der Regel mit Schale und Kernen gegessen; die Schale schmeckt eher herb-süßlich, das Fruchtfleisch sauer. Durch kurzes Rollen zwischen den Fingern oder in der Hand wird die Schale weicher und nimmt einen süßeren und weniger bitteren Geschmack an. Kumquats werden oft geschnitten in Fruchtsalaten, als Beilage zu Süßspeisen, sowie als Garnierung zu Wild- und Geflügelbraten verwendet. Feinschmecker schätzen die Kumquatfrucht – ob ihres fruchtig-herben Geschmacks – eher in Alkohol (z. B. Rum) eingelegt.

Kumquat

Kumquat

Kumquats sind reich an Kalzium und Vitamin A und C (35 mg/100 g). Nährwert: 100 g haben 65 kcal/272 kJ.

Litschi

Der ursprünglich aus Südchina stammende Litschibaum wird heute hauptsächlich in Taiwan, Indien, Madagaskar und China kultiviert. Er ist sehr frostempfindlich und kann deshalb in Europa nicht im Freien gedeihen. Ein einzelner Baum kann jährlich 100 bis 200 kg Früchte tragen. Die sehr kälteempfindlichen Früchte haben einen Durchmesser von 3 bis 5 cm. Die dünne, außen sehr raue Schale ist rosa oder rötlich gefärbt und wird bei älteren Früchten bräunlich. Sie wird erst nach der Ernte hart. Das Fruchtfleisch ist durchscheinend perlmuttfarbig, fest, saftig, süß und duftet sehr stark. Es enthält einen glatten Samen, der ungenießbar ist. Der Geschmack der Litschi hängt stark vom Reifegrad ab. Die Früchte des Litschibaums kommen als Frischobst bei uns in den Handel. Überreife Früchte haben sehr viel Geschmack, während unreife Früchte relativ geschmacklos sind. Litschis reifen nach der Ernte nicht mehr nach.

Litschi

Litschi

Die Früchte werden frisch gegessen, zu Konserven, Saft, Eiscreme, Wein und Obstsalaten verarbeitet. Die Früchte können auch getrocknet und wie Rosinen verwendet werden. Mit 40 mg Vitamin C pro 100 Gramm frischer Litschis decken sie 40 % des Tagesbedarfs eines Erwachsenen ab.

Mangostin

Die zur Familie der Johanniskrautgewächse gehörende Mangostan ist ein 6 – 25 m hoher, sehr langsam wachsender, immergrüner Baum. Die rundliche Frucht ist 4 – 8 cm groß und hat eine 6 – 10 mm dicke, dunkelrot bis purpurrot gefärbte Schale, an deren einem Ende sich deutlich erkennbar eine verholzte Narbe befindet und an deren anderem Ende meist die 4 Kelchblätter eingetrocknet vorhanden sind. Unter der Schale befindet sich das schneeweiße, sahnig-saftige, weiche Fruchtfleisch in 4 – 8 dreieckigen Segmenten, deren Anzahl sich an der verholzten Narbe bereits von außen erkennen lässt. Das Fruchtfleisch ist entweder samenlos oder enthält einige länglich-eiförmige, 1,5 – 2,5 cm lange, gelblich-grüne, essbare Samenkörner. Das Fruchfleisch wird als Obst verzehrt. Der Geschmack ist mild säuerlich und wird als außerordentlich delikat, an Zitronen und Pfirsiche erinnernd, beschrieben. Mangostan werden in den Sommermonaten, etwa von Mai bis September, aus südostasiatischen Anbaugebieten in Thailand, Indonesien und Malaysia in kleineren Mengen angeboten.

Mangostin

Mangostin

100 g Mangostan weisen einen Brennwert von etwa 240 kJ auf und enthalten etwa 79 g Wasser, 0,5 g Eiweiß, 0,3 g Fett, 14,7 g Kohlenhydrate und 5 g Ballaststoffe. An Mineralien und Vitaminen sind etwa 10 mg Kalzium, 0,5 mg Eisen, 1 mg Natrium und 4 mg Vitamin C enthalten.

Rambutan

Rambutan ist eine tropische Baumart aus der Familie der Seifenbaumgewächse, die mit dem Litschibaum verwandt ist. Der Name der Pflanze leitet sich vom malaiischen Wort rambut ab, das „Haar“ bedeutet und verweist auf die dicht mit Borsten besetzte Frucht. Die Heimat der Rambutans ist Malaysien, und aufgrund ihrer Verwandtschaft und Ähnlichkeit im Geschmack, werden sie auch „haarige Litschis“ genannt. Die etwa 5 Zentimeter großen rundlich-ovalen Früchte hängen lose zu 10 bis 20 in einer Rispe. Sie sind von einer rosafarbenen bis leuchtend-roten, ledrigen, dicht mit grünlich-gelben Borsten besetzten Schale umgeben, die das süß-aromatisch schmeckende, milchig-weiße, geleeähnliche Fruchtfleisch schützt. Der mandelähnliche Samen hängt fest am Fruchtfleisch und ist nicht genießbar. Frische Rambutan öffnet man am besten, indem man die Schale mit einem Messer leicht ritzt, die beiden Seitenhälften auseinander klappt und das Fruchtfleisch vom Kern löst. Gut gekühlt und roh schmeckt die Rambutan am besten. Auch gemeinsam mit Vanille-, Amaretto-, Mokka- oder Pistazieneis schmeckt die Frucht sehr gut. Mit ihrem süßen und leichtsäuerlichen Geschmack eignet sich die Rambutan auch hervorragend zu verschiedenen Weichkäsesorten sowie zu Fleisch. Eine ungewöhnliche, aber schmackhafte Variante sind Rambutans, die in Schinken gewickelt und auf kleine Stäbchen aufgespießt werden.

Rambutan

Rambutan

100 g Rambutan weisen einen Brennwert von etwa 270 kJ auf und enthalten etwa 81 g Wasser, 1 g Eiweiß, 0,1 g Fett, 16,5 g Kohlenhydrate und 1,1 g Ballaststoffe. An Mineralien und Vitaminen sind etwa 20 mg Kalzium, 1,9 mg Eisen, 1 mg Natrium und 53 mg Vitamin C enthalten.

Tamarillo

Die Tamarillo (auch Baumtomate) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, ist also mit der Tomate und der Kartoffel verwandt. Die junge Baumtomate ist eher ein grünes Kraut und verholzt erst mit der Zeit. Bei uns kultiviert, wird sie ein ca. 2 m hoher Kleinbaum. Markant sind die großen, dunkelgrünen und herzförmigen Blätter des Strauches. Berührt man einen Teil der Pflanze, so verbreitet sich ein unangenehmer Geruch, der aber sonst nicht auftritt. Genutzt werden bei der Baumtomate die Früchte. Weil sie im Anschnitt wie Tomaten aussehen, werden sie auch „Baumtomaten“ genannt, obwohl sie sich geschmacklich nur entfernt ähneln. Verwendet werden die Früchte wie Tomaten und sie werden auch roh verzehrt. Ihren leicht bitteren Geschmack mildert man durch kurzes Überbrühen und Schälen, und durch entsprechende Zuckerzugabe erhalten sie einen angenehm herb-süßen Geschmack.

Tamarillo

Tamarillo

Besonders hoch ist der Anteil an Vitamin C (ca. 25 mg/100 g), auch Provitamin A und reichlich Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphor sind enthalten. Da Tamarillos roh nur ganz reif gegessen werden können, sollten Sie beim Kauf auf die Reife der Frucht achten: Grünlich gefärbte Exemplare sind unreif, wobei die reife Frucht violett oder orange-rot ist und bei Berührung nachgibt.

Zimtapfel

Der Zimtapfel ist, wie auch die Cherimoya, eine Annonenfrucht und bei uns – wenn überhaupt – in Asia-Geschäften zu bekommen. Kultiviert wird die Frucht in Florida, auf Hawaii, in Ägypten, Indien, Südchina und im gesamten südostasiatischen Raum. Der Strauch oder Baum erreicht eine Höhe von ca. 6 bis 8 m, die Blätter weisen eine Länge von bis zu 17 cm auf.

Zimtapfel

Der sehr dekorative Zimtapfel kommt sowohl mit grüner als auch rosafarbener Schale vor. Die Frucht ist rund oder oval, hat einen Durchmesser von 6 bis 10 cm und wiegt 100 bis 230 g. Die Konsistenz ist cremig-weich und erinnert geschmacklich an Vanille-Creme mit einem Hauch von Zimt. Der Geschmack wird erst bei sehr reifen, weichen Früchten voll entfaltet. Das Fruchtfleisch platzt dann förmlich aus der Schale heraus. Zimtapfel gilt nicht umsonst als Delikatesse, allerdings sind die 12 bis 18 mm langen Samen giftig.

Zimtapfel

Zimtäpfel sind sehr konzentriert, d.h. sie enthalten für eine Frucht nur wenig Wasser. Mit 384 kJ/100 g (92 kcal/100 g) ist der Nährwert relativ hoch, vergleichsweise einer Banane.

Linktipps:

– Exotische Früchte (Teil2)
– Superfoods – Goji, Acai, Maca, Chia & Co. Was können sie wirklich?
– Ernährungsirrtümer
– Gesunde Ernährung
– Vitaminratgeber
– Ernährung für Männer
– Granatäpfel: gesund & wohlschmeckend