Hier der vierundzwanzigste Eintrag in unserem Corona Quarantäne Tipps Tagebuch.

Heute erreicht uns eine Bitte, gepaart mit einer herzlichen Danksagung. Wir dachten uns, passt eigentlich auch gut ins Tagebuch. 😉

Gebraucht werden einfache Mund-Nasenschutz Masken. Und vielleicht können unsere Leser helfen oder jemand kennt wen, der wen kennt …

Konkret geht es um die >> Straßenzeitung AUGUSTIN. Dabei handelt es sich um die erste österreichische „Boulevardzeitung“, die von Menschen mit Armutserfahrung auf den Straßen Wiens und im Wiener Umland verkauft wird. Derzeit leiden die (zumeist obdachlosen) Verkäufer unter der Coronakrise ganz besonders.

Das Projekt wurde 1995 nach dem Beispiel amerikanischer, britischer oder französischer Straßenzeitungen gegründet. Der Verkauf von Straßenzeitungen hilft Menschen, die aus verschiedenen Gründen vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind (Obdachlosen, Langzeitarbeitslosen, Asylwerber_innen u.a.), ihre Not zu lindern, da sie die Hälfte des Verkaufspreises erhalten.

Professionelle Sozialarbeiter des AUGUSTIN sind an ihrer Seite. Vorrangiges Ziel dabei ist aber nicht, die Marginalisierten jobready zu machen, sondern ihren Ausbruch aus der Entmündigung zu fördern. 2019 wurde das Blatt mit dem Dr.-Karl-Renner-Preis der Stad Wien ausgezeichnet.

Große Probleme, Riesenherz

Damit sich das Corona-Virus nicht rasant ausbreitet, hat die österreichische Regierung das öffentliche Leben sehr stark eingeschränkt. Das wirkt sich dramatisch auf die Verkaufszahlen des AUGUSTIN aus. Die derzeitige Coronakrise trifft die Kolporteure des AUGUSTIN also ganz besonders hart.

Nach wie vor sind die Straßen zu leer, um viele Exemplare zu verkaufen. Viele Kolporteure können oder möchten in der aktuellen Situation auch nicht verkaufen. Entsprechend sind die Einkommenseinbußen auch in diesem Bereich. Der Verein versucht nun, den finanziellen Verlust der rund 350 Verkäuferinnen und Verkäufer abzufedern.

Der AUGUSTIN erhält keinerlei staatliche oder kirchliche Förderungen. Das Projekt finanziert seine Arbeit zu rund 60% über den Zeitungsverkauf, zu etwa 30% über Spenden, vor allem durch seine 333 Liebhaber_innen, und ca. 10% über Inserate, Beilagen, den Kalender- bzw. T-Shirt-Verkauf.

Deshalb wurde ein Crowdfunding eingerichtet und die Spendenbereitschaft ist herzerweichend. Deshalb auch an dieser Stelle eine Danksagung des AUGUSTIN-Teams:

„Juhuu! Wir möchten uns – jetzt schon und wieder mal – bei an allen Spender_innen bedanken: für bereits rund 34.500 Euro! Noch 16 Tage (bis zum 22. April) um das 40.000 Euro Ziel zu erreichen. Die Einnahmen sollen, wie gesagt, den finanziellen Verlust der Verkäuferinnen und Verkäufer abfedern und den Betrieb des Vereins aufrechterhalten. Für jede Spende gibt es ein >> Goodie-Bag

Danke auch an alle Spender_innen, und an alle, die Soli-Abos und Digitalausgaben >> kiosk.at/augustin kaufen und gekauft haben! Ihr seid Großartig!“

Auch einfach so spenden ist natürlich jederzeit möglich. Verein Sand und Zeit: AT 08 2011 1840 6321 0900

FAQ zur Gesamt-Situation: >> augustin.or.at/ueber-uns/faq-corona

Schutzmasken gesucht

Sie können gut nähen, und haben ein bisschen Zeit? Oder kennt jemanden, der es kann? Der AUGUSTIN freut sich, ­bereits rund 60 Schutzmasken gespendet bekommen zu haben, die extra genäht wurden! Danke!

Ein paar davon sind übrigens in der aktuellen Ausgabe 503° zu bewundern, etwa am Cover. Es gibt aber noch mehr Verkäufer_innen, die Masken benötigen. Wir freuen uns über alle! Kontakt: Claudia Poppe >> strawanzerin@chello.at

Wir wünschen Ihnen alles Gute, danke für das Interesse und Ihr Durchhaltevermögen! Bleiben Sie gesund.

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