1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 Sterne von 5)
Über die Wirkung von Düften

Über die Wirkung von Düften

Wirkung von Düften Ansichtsbild

Macht allein der Duft von Schokolade glücklich? Schaltet unsere Nase eigentlich nachts ab? Und warum ist bei Düften weniger mehr? Düfte beeinflussen unsere Stimmung und unser Wohlbefinden auf ganz unterschiedliche Art und sie wecken Gefühle, die der Verstand nicht kontrollieren kann. Der renommierte Geruchsforscher Prof. Dr. Hanns Hatt erklärt, wie und warum wir mit Düften aktiv unser Wohlbefinden beeinflussen können.



Ob anregender Zitrus- oder beruhigender Lavendelduft – Gerüche haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Immer häufiger wird jetzt auch grüner Tee in Hotels und Restaurants nicht nur serviert, sondern auch in der Luft versprüht. Kein Wunder, denn: Grüner Tee ist ein wahres Wundermittel: als Getränk kann er die Immunabwehr stärken, den Blutdruck senken und gar der Hautalterung entgegenwirken. Allein der Duft von grünem Tee hat eine positive Wirkung und kann wohltuend und erfrischend wirken. Auch nachts, denn: „Unsere Nase schläft nie“, weiß der Geruchsforscher Prof. Dr. Hanns Hatt. Rund um die Uhr nimmt unsere Nase Duftinformationen auf – ob wir wollen oder nicht.


Schlechte Stimmung, gute Stimmung: Können wir mit Düften unser Wohlbefinden beeinflussen?

Düfte haben im wahrsten Sinne des Wortes einen direkten Einfluss auf unsere Stimmung. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sie positive wie negative Gefühle erzeugen können – und damit dazu beitragen, ob wir uns wohlfühlen. Die Nase meldet die Duftinformationen unserem Gehirn, und zwar genau genommen unserem limbischen System, das unsere Emotionen und Stimmungen steuert.

Gibt es Düfte, die glücklich machen?

Es gibt Studien, die belegen, dass Schokoladenduft manche Menschen glücklich macht. In Naturstoffen wie im Kakao sind hormonähnliche Substanzen, vor allem aber Zucker, enthalten, die positive Stimmungen erzeugen können. Wenn der Genuss eines Nahrungsmittels wie zum Beispiel Schokolade mich glücklich macht, dann wird der Duft dieses Nahrungsmittels in meinem Gehirn mit Glücklich-Sein verbunden. Mit der Zeit reicht allein der Duft von Schokolade aus, um positive Gefühle zu wecken.


Welche Gerüche lösen denn positive Gefühle aus?

Orangenduft wird von den meisten Menschen als positiv empfunden. Das gilt auch für Vanille. Dieser Duft erdet und vermittelt ein Gefühl von Vertrautheit und Heimat. Was für Düfte wir als angenehm empfinden, ist jedoch meist sehr subjektiv. Jeder Mensch hat seine persönlichen Lieblingsdüfte. Der Geruch der Lieblingsblume, des Lieblingsparfüms oder des Parfüms des Partners kann positive Stimmungen auslösen. Und schöne Träume, denn: unsere Nase schläft nie.

Hilft viel auch viel?

Im Gegenteil. Viel schadet eher. Unsere Nase ist nämlich unser sensibelstes Sinnesorgan. Ob wir jetzt das Kopfkissen mit unserem Lieblingsparfüm bestäuben oder die Raumluft benetzen, stets gilt: weniger ist mehr. Ein Duft ist optimal konzentriert, wenn dieser nur ganz leicht und dezent wahrnehmbar ist.


Gibt es Düfte, die das Raumklima positiv beeinflussen?

Der Geruch von Kaffee oder frisch geschnittenem Brot passt gut in die Küche. Grüner Tee wird von vielen Menschen als positiv empfunden. Deshalb wird grüner Tee inzwischen häufig in allen Wohnbereichen in der Hotellerie und Gastronomie als Raumduft eingesetzt.

Wohlfühldüfte für zu Hause:

Badezimmer:

Grüner Tee: Es gibt Toilettenpapier, das dem Badezimmer einen Geruch von Frische verleiht: zum Beispiel die neue Tempo Green Tea Duftedition. Grüner Tee wird seit über 4000 Jahren als Heilmittel geschätzt. Der frische, zitronige Duft des grünen Tees ist dezent und zart und sorgt für eine Extra-Wohlfühlbrise im Bad.

Schokolade: Nicht nur Schokolade zu essen, sondern auch zu riechen macht glücklich – das ist wissenschaftlich erwiesen. Zum Beispiel als Badezusatz oder als Gesichtsmaske.

Schlafzimmer:

Gardenie: Der jasminähnliche Geruch der Gardenie wirkt beruhigend, angstlösend und schlaffördernd – das haben Bochumer Forscher um Prof. Hatt jetzt entdeckt. Ein paar Tropfen des jasminähnlichen Duftes auf das Kopfkissen gestäubt kann dabei helfen, schneller einzuschlafen.

Orange: Der Duft der Orange verbessert nicht nur die Stimmung und wirkt entspannend, sondern macht auch schöne Träume, wie eine wissenschaftliche Studie im Schlaflabor von Prof. Hatt gezeigt hat.

Arbeitszimmer:

Menthol: Untersuchungen an der Universität Wien ergaben, dass Menthol belebt, aktiviert und die Aufmerksamkeit steigert. Aromaspray neben dem Schreibtisch kann also helfen, konzentrierter zu arbeiten.


Von Toilettenpapier bis zu Taschentüchern: Düfte zur Verkaufsförderung

Die Idee, die dahinter steckt, ist: einem Produkt einen Duft zu verleihen, der von vielen Menschen als positiv und wohltuend empfunden wird. Menschen verwenden Düfte, parfümieren sich selbst und umgeben sich mit schönen Düften, um in der Nase der anderen gut dazustehen. Wenn Duftmoleküle auftreten, treffen diese ungefiltert auf unser Gehirn und gelangen über die Nervenbahnen in die Steuerzentrale für unser Handeln, das sogenannte limbische System. Hier entsteht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen:

– Lust oder Unlust
– Zuneigung oder Abneigung
– Motivation und Kreativität

Deshalb ist es kein Wunder, dass die Düfte der Natur heute gerne im Marketing und zur Verkaufsförderung eingesetzt werden. Denn Düfte stimulieren nicht nur, sie animieren auch zum Kauf bestimmter Produkte, können die Verweildauer im Geschäft verlängern und Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Produkt oder ein Geschäft schaffen.

———

Quellen:

– Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA – www.tempo.net
– Dr. Hans Hatt

Linktipps:

– Betörende Düfte – die Welt der Gerüche
– Natürliche oder synthetische Duftstoffe?
– Was ist Anosmie?
– Geruch & Sexualität
– Nase: Aufbau & Funktion