Auswirkungen sozialer Kontakte auf den Körper
In einer harmonischen Beziehung ist der Körper deutlich belastbarer und damit weniger krank. Das fand jetzt der Tierphysiologe Dietrich von Holst an der Universität Bayreuth mit Tests an Tupajas heraus. Diese südost-asiatischen Baumspitzhörnchen eignen sich aufgrund ihrer auffälligen körperlichen Reaktionen besonders gut für die Stressforschung.
Aus dem Langzeitversuch der Universität Bayreuth liegen nun messbare Ergebnisse über die Auswirkungen sozialer Kontakte auf die Körper-Vitalität vor: Wird ein überlegenes Spitzhörnchen zu einem Artgenossen gesetzt, reagiert dieses mit verstärkt ausgeschütteten Stresshormonen und lebensgefährlicher Beschleunigung des Herzschlags. Bei anhaltender
Konfrontation nehmen Spitzhörnchen rasch an Gewicht ab und können sogar sterben. Wenn sich dagegen ein Tupaja-Paar gut versteht, zeigt es das mit anhaltenden “Küssen”, dem arttypischen Begrüßungslecken. Die Versuchsreihe ergab, dass Tiere aus harmonischen Partnerschaften seltener krank werden und länger leben. Grundsätzlich lassen sich diese Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen, so National Geographic Deutschland.
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