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Wellnessurlaub mit Hund

Wellnessurlaub mit Hund

Wellnessurlaub mit Hund

Haustiere bringen ihren Menschen viel Freude und fördern damit auch die Gesundheit. Auf diese wohltuende Wirkung muss im Urlaub nicht verzichtet werden. In Kombination mit einem Wellnessurlaub ist damit eine optimale Entspannung und Erholung von dem hektischen Arbeitsalltag möglich. Das versprechen zumindest immer mehr Wellnessbetriebe, die so neue Angebotsnischen schaffen wollen in der Hoffnung höhere Umsätze lukrieren zu können.



Die Idee: ein Hund fürs eigene Wohlbefinden

Hunde werden nicht umsonst oftmals im Rahmen von medizinischen Therapien bei psychischen oder physischen Beschwerden eingesetzt. Die Tiere zeigen einen positiven Effekt auf Gesundheit des Menschen. So haben die Psychologen Katcher und Beck herausgefunden, dass alleine in Anwesenheit eines Hundes der Blutdruck und das Stresslevel gesenkt werden. Untersucht wurden Probanden, die Texte vorlesen sollten. In der Gruppe mit einem anwesenden Hund war nicht nur der Puls und der Blutdruck niedriger, sondern auch die Leseleistung besser.

Aber nicht nur die bloße Anwesenheit des Hundes ist für das eigene Wohlbefinden förderlich. Das Streicheln des Fells hat ebenfalls einen beruhigenden Effekt. Dabei werden unter anderem Endorphine ausgeschüttet, die auch als „Glückshormone“ bezeichnet werden. Diese wirken positiv auf das Immunsystem und stärken so die eigene Gesundheit.
Ebenso sind folgende weitere Faktoren ausschlaggebend für den positiven Effekt des Haustieres auf das eigene Wohlbefinden:

Hunde fördern soziale Kontakte

Der Trend geht von Großfamilien immer öfter zu Single, Pärchen oder kleinen Familien. Dabei beschränken sich die sozialen Kontakte bei einigen Menschen nur noch auf Kollegen und einige wenige Freunde. Mit einem Hund ist das anders. Hier fällt es leicht bei einem Spaziergang mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Einsamkeitsgefühlen wird damit entgegengewirkt und eventuell sogar neue Freunde kennen gelernt.

Hunde sind feinfühlig

Im Gegensatz zu manchen Menschen, die sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sind Hunde sehr aufmerksam ihrem Herrchen gegenüber. Er nimmt Veränderungen im Verhalten und den Emotionen des Herrchens direkt war und reagiert darauf. Damit spiegeln Hunde oftmals die eigenen Emotionen. Wer lernt seinen Hund besser zu beobachten und zu verstehen, lernt dabei gleichzeitig auch etwas über sich selber und erhöht die eigene Fähigkeit zur Selbstreflexion.

Mehr Bewegung und frische Luft mit Hund

Wer einen Hund hat muss regelmäßig raus Gassi gehen. Da gibt es keine Ausreden mehr sich nicht zu bewegen. Die Spaziergänge an der frischen Luft sind allerdings nicht nur für den Vierbeiner gut, sondern fördern auch die eigene Fitness. Das Herz-Kreislauf-System wird so regelmäßig trainiert und wenn die Spaziergänge in der freien Natur erfolgen, werden die positiven Auswirkungen deutlich spürbar.

Wieso sollte also in seinem Urlaub auf die Anwesenheit des Hundes verzichtet werden? Viel einfacher lässt sich entspannen, wenn der Hund dabei ist und der Halter Gewissheit hat, dass es ihm gut geht.

Urlaub mit Hund

Damit allerdings auch schon der Start in den Wellness-Urlaub entspannt verläuft, sollten im Vorhinein entsprechende Vorbereitungen getroffen werden. Das Reisen mit Hund erfordert mehr an Planung, als wenn alleine gereist wird. Allerdings macht die später zusammen verbrachte Zeit, den Mehraufwand an Vorbereitungen schnell wieder wett.
Zuallererst gilt es den Hund an die Fahrt zu gewöhnen. Wird die Reise mit dem Auto angetreten, sollte der Hund ans Autofahren gewöhnt werden. Die meisten Hunde haben damit kein Problem, allerdings gibt es einige, die sich durch Autofahren gestresst und unwohl fühlen. Hier hilft nur vor der Reise Trainieren und versuchen dem Hund mit Lob und Leckerlis das Reisen schmackhaft zu machen. Ähnliches gilt, wenn die Reise mit der Bahn angetreten werden soll. Auch hier sollten öfter einige Fahrten zurückgelegt werden, damit der Hund den Ablauf kennt und auf der Reise entspannt neben seinem Herrchen liegen kann.

Ebenfalls etwas Vorlaufzeit benötigen eventueller Impfungen, die noch durchzuführen sind. Sollte der Wellnessurlaub im Ausland stattfinden, muss noch auf die jeweiligen Einreisebestimmungen geachtet werden. Dazu gehören auch Länder, die nur bei der Reise durchquert werden. Wichtig ist, dass der Hund gechipt ist, der EU-Heimtierpass mitgeführt wird und länderspezifische Impfungen vorhanden sind. Für gewöhnlich gehört zu einem Wellnessurlaub jedoch keine lange Anreise, so dass die einzuhaltenden Regelungen überschaubar bleiben.

Für den Aufenthalt selber sollte eine kleine Reiseapotheke für den Hund oder zumindest die Telefonnummer eines Tierarztes vor Ort mitgenommen werden, der im Notfall schnell Hilfe leisten kann. Ebenso sollten die alltäglichen Nutzgegenstände für den Hund mitgenommen werden.

Dazu gehören:

• Halsband
• Leine
• Maulkorb
• Trink- und Futternapf
• Zeckenzange/Zeckenhalsband
• Trockenfutter
• Kauknochen
• Hundespielzeug

Beim Hundespielzeug reichen zwei bis drei seiner Lieblingsspielzeuge. Bestenfalls sollte sich darunter auch ein Ball zum Spielen befinden. Auch ein Handtuch zum Saubermachen des Hundes sollte im Gepäck sein. Damit lässt sich vermeiden, dass der Hund nach einem Spaziergang bei schlechtem Wetter zu viel Dreck mit in die Unterkunft trägt.

Für die Anreise selber sollte ebenfalls etwas Trockenfutter mitgeführt werden. Je nach Temperatur und Reisedauer ist auch an eine Flasche stilles Wasser und den Trinknapf zu denken, damit der Hund unterwegs nicht dursten muss. Möglichst entspannt Reisen bedeutet auch möglichst entspannt ankommen. Und was bei einem gemeinsamen Wellness-Urlaub fast noch wichtiger ist: Eine anschließende entspannte Rückreise, verlängert die wohltuende Wirkung eines Wellnessaufenthalts.

Checkliste für geeignete Wellnesshotels

Damit der Aufenthalt für Hund und Herrchen beziehungsweise Frauchen ein tolles Erlebnis wird, sollte die Unterkunft hundefreundliche Voraussetzungen erfüllen. Oftmals haben entsprechende Hotels extra Hinweise zum Mitführen eines Hundes.

Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Unterkunft bestenfalls viel unberührte Natur in der Umgebung vorweisen sollte. Damit ist gewährleistet, dass es genügend Auslauf- und Spaziermöglichkeiten für Hund und Herrchen gibt. Zudem gibt es dann keinen störenden Straßenlärm oder Autoabgase und auch der Verkehr ist deutlich reduziert. Beim Spaziergang bedeutet dies weniger Stress für Tier und Mensch.

Sind Hunde willkommen, werden von Seiten der Unterkunft oftmals einige Extras angeboten. So werden bei Bedarf Hundenäpfe, Hundefutter und ein Hundehandtuch zum Abtrocken bereitgestellt. Ebenso werden Schlafdecken und Körbchen für den Vierbeiner vorrätig gehalten.

Telefonisch lassen sich die meisten Sachen vorher abklären. Damit fällt auch die Planung einfacher, an was alles für den Aufenthalt gedacht werden muss. Ebenso können die Hotels Auskunft geben, welche Tierärzte es in der Nähe gibt.

Allerdings muss sich nicht nur der Hund wohl fühlen, sondern auch der Mensch. Daher ist ein Blick auf die angebotenen Leistungen zu werfen. Wie sieht das Wellness-Verwöhn-Programm aus? Sind die Anwendungen dabei, die gewünscht sind? Oftmals werden verschiedene Wellness-Anwendungen angeboten, die teilweise auch individuell zusammengestellt werden können. Wer Wert auf Wasseranwendungen und Whirlpool legt, kann anhand der Größe der vorhandenen Thermalbadelandschaft sehen, ob dies zu den Schwerpunkten des jeweiligen Wellness-Hotels zählt. Möchte jemand jedoch hauptsächlich heilende Anwendungen oder Torfbehandlungen, ist hier genauer hinzuschauen, was alles angeboten wird.

Um ein geeignetes Wellnesshotel zu finden sollten also folgende Dinge berücksichtigt werden:

• Sind Hunde ausdrücklich erlaubt?
• Werden Hundekörbchen etc. zur Verfügung gestellt?
• Darf der Hund auch mal alleine im Zimmer bleiben?
• Darf der Hund einen auf vorhandene Terrassen oder das Hausrestaurant begleiten?
• Sind ausreichend Auslaufmöglichkeiten vorhanden?
• Werden die favorisierten Behandlungen wie Massage, Torfanwendungen, etc. angeboten?
• Sagen die mir dort angebotenen Mahlzeiten zu?
• Wurde die Unterkunft von anderen Besuchern überwiegend positiv bewertet?

Insgesamt gibt es alleine in Österreich an die 1000 Hotels mit Wellness und Spa im Programm. Letztendlich entscheidet dann das Portmonee mit, welches Wellnesshotel es wird und wie lange der Gesamtaufenthalt dauert. Können die vorangegangenen Fragen alle mit „Ja“ beantwortet werden, ist zumindest schon mal der erste Schritt zur richtigen Auswahl getan. Das Preis-Leistungsverhältnis und die Erreichbarkeit des Hotels sollten weitere Kriterien sein, die zur Entscheidungsfindung beitragen.

Wellnesstherapien für Hund und Herrchen

Für gewöhnlich reicht es dem Hund, wenn er in der Nähe seines Herrchens sein darf, mit ihm lange Spaziergänge unternimmt und von ihm gekrault wird. Doch einige Hotels bieten mehr, als die alltägliche Hundewellness von „gekrault werden“ und Freilauf.

Manchmal gibt es dort einen eigenen Hundewellnessbereich, in dem auch dem Vierbeiner Wohlfühl- und Entspannungsmassagen zukommen gelassen werden. Außerdem gibt es Angebote von Hunde-Physiotherapie. Hier wird vor allem bei älteren oder erkrankten Tieren verschiedene Kraft- und Bewegungstherapien sowie Elektro- oder Hydrotherapie angewendet.
Die einzelnen Therapiemaßnahmen dienen zur Entspannung, Schmerzlinderung, Muskelaufbau oder zur Schulung von Koordination und Gleichgewicht. So können je nach Angebot Hunde mit Skelett- oder Verschleißerkrankungen, Muskelerkrankungen, Ödemen oder Wundheilungsstörungen von der Behandlung profitieren.

Aber auch die Gesundheit des Herrchens profitiert bei einem Wellness-Aufenthalt. Selbst wenn es reine Entspannungsanwendungen sind, profitiert neben dem Wohlbefinden auch das Immunsystem. Die üblichen Angebote in Spa und Wellness Hotels sind:

• Massagen
• Beauty-Anwendungen
• Wasseranwendungen
• Sauna und Dampfbad

Klassische Rücken- und Nackenmassage

Diese lockert Verspannungen und fördert die Durchblutung von Gewebe und Muskulatur. Oftmals wird dadurch auch die Beweglichkeit positiv beeinflusst.

Shiatsu-Massage

Hier wird eine Drucktechnik angewandt, bei der mit Daumen, Handballenden und manchmal auch Ellbogen bestimmte Körperregionen behandelt werden. Der Druck und die Dehnung fördern die Blutzirkulation und wirken hauptsächlich entspannend.

Hot Stone Massage

Hierfür wird die wohltuende Wirkung von Wärme genutzt, die Durchblutung zu fördern und die Muskulatur zu lockern. Dazu werden heiße Steine auf die Energiezentren gelegt. Ist ein Großteilt der Wärme abgegeben, werden diese mit sanften Massagebewegungen über die Haut geführt.

Fussreflexzonenmassage

Diese Massage arbeitet mit Druckpunkten, die sich überwiegend auf der Fußsohle befinden. Diese Druckpunkte repräsentieren bestimmte Körperteile und Organe, dadurch wird durch die Fussreflexzonenmassage der gesamte Organismus mitbehandelt. So können gezielt Körperregionen behandelt und Beschwerden gelindert werden.

Kräuterdampf-Behandlung

Diese Massage wirkt hauptsächlich über die Aromen und Extrakte der angewendeten Kräuter. Die Zusammenstellung der Kräuter ist so gewählt, dass sie gegen eine Vielzahl von Beschwerden wie Rückenschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Heuschnupfen und anderem helfen soll. Die Kräuter befinden sich dabei in kleinen Säckchen und werden in leicht klopfenden Bewegungen über den Körper geführt.

Beauty-Anwendungen

Genau wie die Massagen, wirken auch Beauty-Anwendungen wohltuend und entspannend. Individuell abgestimmte Gesichtsmasken geben der Haut die nötige Feuchtigkeit und Nährstoffe. Auf Wunsch werden auch oft auch Augenpflege und eine Ampullen-Kur angeboten. Ebenso wird die Haut vorher Grundgereinigt. Eine Anti Aging oder eine kosmetische Behandlung lassen das Gesicht in neure frische Erstrahlen.

Aquagymnastik

Als eine von den oft vorhandenen Wasseranwendungen zählt Wassergymnastik zu den gelenkschonenden Anwendungen, die die Muskulatur aufbauen und die Fitness erhöhen. Je nach Training kann der Fokus auf individuelle Problemzonen abgestimmt werden.

Kneippkur

Diese Behandlung beruht auf der Entwicklung des Pfarrers Sebastian Kneipp. Durch gezielte, abwechselnde Kälte und Wärmereize wird das Immunsystem gestärkt. Dies kann durch Aufgüsse oder Wechselbäder erfolgen. Bei Knie- und Hüftarthrose ist es auch möglich nur die entsprechenden Körperteile zu behandeln.

Saunagänge

Saunieren wirkt entspannend und entgiftend auf den Körper. Zusätzlich wird dadurch das Immunsystem gestärkt und damit die Gesundheit gefördert.

Dampfbad

Das Dampfbad ist eine etwas kühlere Variante der Sauna und mit der Wirkung auf Entgiftung und Entspannung vergleichbar. Die Luftfeuchtigkeit ist allerdings deutlich höher, was für einige etwas gewöhnungsbedürftig sein kann.

Neben den klassischen Angeboten gibt es auch Spezialisierungen der verschiedenen Wellness-Hotels wie auf Behandlungen mit Heil- und Schlammerde oder der Traditionellen Chinesischen Medizin. Es ist also für jeden etwas dabei, um seinen Aufenthalt möglichst perfekt zu gestalten. Zwischen den einzelnen Anwendungen sollte allerdings immer noch genügend Zeit bleiben, um diese zusammen mit seinem Hund zu genießen.

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¹ Sicherheit und Vertrautheit – Physiologische und Verhaltensreaktionen auf die Interaktion mit Haustieren. (Aaron Honor Katcher, Alan M. Beck; Symposium „Die Mensch-Tier-Beziehung“; Wien 1983)
² Hundekrankengymnastik zur Schmerzlinderung
³ Urlaub mit dem Hund

Linktipps:

– Wellnesshotels & Kurhotels in Österreich
– Wie finde ich das richtige Wellnesshotel?
– Fußrefelexzonenmassage
– Saunarium und Bio-Sauna

Kave Atefie





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