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Welche Möglichkeiten bietet die kosmetische Zahnheilkunde?

Welche Möglichkeiten bietet die kosmetische Zahnheilkunde?

Kosmetische Zahnheilkunde?

Ein makelloses und strahlendes Lächeln gilt für viele als Schönheitsideal. Um jung und sexy, gesund und gepflegt zu wirken, entscheiden sich immer mehr Menschen für Eingriffe aus dem Bereich der ästhetischen Zahnmedizin. Ein Schritt, der wohlüberlegt und gut geplant sein will.



Rund um das Thema der ästhetischen Zahnmedizin etablierte sich in den vergangenen Jahren zunehmend ein Geschäft. Hollywood macht es vor und präsentiert immer wieder Bilder von gemachten, perfekten Zähnen. Nun werden Methoden wie Bleaching, Veneers und Inlays sowie On- bzw. Overlays auch für die breite Masse immer leistbarer – dadurch entstehen Chancen, aber auch Risiken.


Zahl der Anbieter nimmt zu

Aufgrund der höheren Nachfrage stieg die Anbieterzahl in kurzer Zeit erheblich. Einerseits machten die durch den stärkeren Wettbewerb bedingten Preissenkungen es für viele Menschen finanziell erst möglich, sich einer solchen Gebisskorrektur zu unterziehen. Andererseits nimmt aber auch die Zahl unseriöser Marktteilnehmer zu. Dabei sollte besonders in der Zahnmedizin auf fachliche Kompetenz gesetzt werden. „Behandlungsfehler ziehen schwerwiegende Konsequenzen nach sich, die meist nicht ungeschehen gemacht werden können“, betont der Wiener Kieferspezialist Prof. DDr. med. Erwin Jonke und meint weiter: „Wer bei seinen Zähnen einen ästhetischen Eingriff plant, sollte einen seriösen und renommierten Zahnarzt konsultieren und sich gut über etwaige Komplikationen im Klaren sein.“


Ästhetische Zahnmedizin ist vielseitig

Neben rein optischen Motivationsgründen gibt es aber auch gesundheitliche Aspekte, die eine Behandlung rechtfertigen können, wie zum Beispiel ein Zahnengstand im Frontzahnbereich. Dieser kann vom Kleinkindalter an bestehen oder in den Folgejahren entstanden sein. Ist er angeboren, spricht man in der Regel von einem primären Engstand. In diesem Fall bietet der Kieferknochen nicht genügend Platz für alle Zähne. Während hingegen bei einem sekundären Engstand ein Zahnverlust im Milchzahngebiss dazu führt, dass die Nachbarzähne die Lücke füllen und so den Platz einnehmen, der für die bleibenden Zähne gedacht wäre. Letztlich besteht noch die Möglichkeit eines tertiären Engstandes: Durch zu weiche Nahrung kann es dazu kommen, dass sich der Kieferknochen im Alter abbaut, während die Zähne ihre Größe beibehalten.

Bei einer solchen Fehlstellung der Zähne nicht zu lange mit der Behandlung zu warten, ist laut DDr. Erwin Jonke eine wichtige Voraussetzung in Sachen Karies- und Parodontitisprophylaxe. Wer dies zu lange vor sich herschiebe, habe oftmals weitaus größere Schwierigkeiten, die Krankheitsfolgen zu beheben, als Personen, die von vornherein in die Vorbeugung und Vermeidung von Schäden investieren, so der Wiener Zahnexperte.

Vielzahl an Behandlungsformen – von kleinen bis zu großen Eingriffen

Die moderne Kieferorthopädie kennt viele Formen und Methoden, Menschen ein schöneres Lächeln zu schenken. Überaus beliebt wurde in den vergangenen Jahren Bleaching, das Aufhellen von Zähnen. Ernährungsbedingte bzw. durch Rauchen verursachte Zahnverfärbungen können damit relativ leicht beseitigt werden; die Zähne erstrahlen in einem bis zu zwei Farbnuancen helleren Weiß. Darüber, wie lange der Effekt anhält, lassen sich jedoch keine allgemeingültigen Aussagen treffen.

Schwerwiegendere Zahndefekte werden immer öfter mit Inlays, Onlays und Overlays behandelt. „Während bei einem Inlay die Kaufläche nicht zur Gänze mit Zahnmaterial bedeckt wird, sind bei einem Onlay nicht nur Kaufläche, sondern auch Teile der Höcker betroffen. Bei einem Overlay muss die gesamte Zahnaußenfläche behandelt werden“, erklärt DDr. Jonke. Zu Beginn muss der Zahntechniker einen Abdruck des betroffenen Zahnes nehmen. Erst in einer zweiten Sitzung wird das künstliche, im Labor hergestellte Zahnmaterial dann angebracht. Vorteile dieser Behandlungsform sind der perfekte Randabschluss und die sehr gute Farbanpassung.


Veneers – Verblendschalen aus Keramik

Die wohl radikalste Form der ästhetischen Zahnrestauration ist die Behandlung mit sogenannten Veneers. Bei Veneers handelt es sich um sehr dünne, lichtdurchlässige Verblendschalen aus Keramik (Keramiklaminate) für die Zähne, die mittels Spezialkleber auf der Zahnoberfläche aufgebracht wird.

Verwendet werden diese aus Keramik hergestellten Zahnmäntel, die mit einem Spezialkleber (Dentinadhäsiv) am Zahn befestigt werden und ihn vollkommen umschließen, zumeist für die Vorderzähne. Sie bekommen dadurch – im wahrsten Sinne des Wortes – eine gänzlich neue Fassade.

Um eine optimale Passform zu garantieren, werden die Veneers im Labor modelliert und in mehreren Schritten an den jeweiligen Zahn angepasst. In vielen Fällen ist es zudem notwendig, zuvor eine dünne Schicht des Zahnschmelzes abzutragen, um die Veneers befestigen zu können. Im Gegensatz zu Kronen muss allerdings nur sehr wenig wertvolle Zahnhartsubstanz abgetragen werden.

Die Verblendschalen sind insgesamt sehr belastbar und das verwendete Keramikmaterial ist sehr gut verträglich, allergische Reaktionen sind kaum bekannt. Da die aufgeklebte Keramikschale einen zusätzlichen künstlichen Schmelzmantel darstellt und der Zahn ansonsten unverändert bleibt, kann er auch wie ein normaler Zahn behandelt werden.


Odontoplastik

In der Odontoplastik wiederum, setzt man auf minimalinvasive Eingriffe, durch welche die Zähne umgeformt werden. Es handelt sich dabei um eine relativ neue Technik zur Korrektur der Zahnform und Zahnfarbe im Bereich der ästhetisch-kosmetischen Zahnheilkunde.

Durch Beschleifen des Zahnschmelzes oder durch Aufbringen von Keramiken kann der Zahn modelliert werden. So soll kieferorthopädischen Problemen entgegengewirkt bzw. die Hygienefähigkeit verbessert werden. Dabei unterscheidet man zwischen sogenannten subtraktiven Methoden, bei denen Zahnmaterial abgetragen wird, und additiven Methoden, bei denen Aufbauten aus Komposit-Verbindungen und keramischen Materialien modelliert werden.


Zahnspangen: die konventionelle Methode

Fehlstellungen der Zähne verursachen oftmals enorme Kieferprobleme, die wiederum die Gesundheit des ganzen Körpers beeinträchtigen können. Abhilfe schafft in vielen Fällen eine Zahnspange, die gleichzeitig auch die ästhetische Gesamtwirkung verbessert, wie Dr. Jonke betont. Und obwohl diese lange Zeit der Albtraum vieler Kinder und Erwachsenen war, wird sie nun wieder beliebter. Seit geraumer Zeit erlaubt die „Invisalign-Methode“, die auch Dr. Jonke anwendet, ein vollkommen unsichtbares Anbringen der Spange. So können Kiefer und Zähne ganz nebenbei und ohne ästhetische Beeinträchtigungen reguliert werden. Schmerzen, gesundheitliche Probleme und die Unzufriedenheit beim Blick in den Spiegel werden damit vermieden. Und letztlich können Patienten das tun, was sie lange vermieden haben: Lachen und dabei Zähne zeigen.

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Quellen:

¹ Odontoplastik: Die Umformung eines Zahns
² Wiener Kieferorthopädie Jonke
³ Zahnwissen-Lexikon

Linktipps:

– So haben Sie gut lachen: Tipps für die richtige Zahnpflege
– Zahnrestauration: Plombe, Krone oder Brücke?
– Behandlung beim Zahnarzt

Kave Atefie





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