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Weidenröschen | Heilpflanzenlexikon

Weidenröschen | Heilpflanzenlexikon

Weidenröschen

Früher wurde das Weidenröschen verwendet, um Blitze abzuwehren, oder als sogenanntes ‚Bettstrohkraut‘, das Müttern und Neugeborenen ins Bett gelegt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es dann erstmals als ‚echte‘ Heilpflanze in Kräuterheilbüchern angeführt, geriet dann allerdings in Vergessenheit und gewann erst im 20. Jahrhundert wieder an Bedeutung. Heute wird das Weidenröschen in der Volksheilkunde bei Prostataleiden, sowie bei Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt.



Das (kleinblütige) Weidenröschen ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erreichen kann. Im letzten Jahrhundert wiederentdeckt wurde das Weidenröschen von der kräuterkundigen Maria Treben, die die heilende Wirkung bei Prostataleiden erkannte. Die Pflanze ist unscheinbar und mehrjährig und wird beim Wildwuchs in Gärten wohl meistens als Unkraut betrachtet.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Epilobium parviflorum
  • Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 100 cm
  • Farbe der Blüten: hellrosa bis dunkelpurpurn
  • Sammelzeit: Juli bis September
  • Vorkommen: in den gemäßigten Zonen Europas, Asiens und Nordamerikas
  • Standorte: feuchte Standorte, oft an Ufern oder feuchten Bergwiesen anzutreffen
  • verwendete Pflanzenteile: Kraut

Synonyme

Antinskraut, Feuerkraut, Froweblüemli, Waldröschen, Waldweidenröschen

Wirksame Inhaltsstoffe

Beta-Sitosterin, Flavonoide (Myricetin), Gerbstoffe

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

  • antibakteriell
  • Blasen- und Nierenerkrankungen
  • entzündungshemmend
  • Prostataleiden
  • Wundheilung

Dosierung und Anwendung

Das Kraut des Weidenröschens wird vorwiegend für die Herstellung von Tees zur unterstützenden Behandlung bei Prostataleiden und bei Blasen- und Nierenerkrankungen genutzt. Hierfür übergießt man 2 TL Kraut mit ¼ Liter kochendem Wasser, lässt dies 5 Minuten lang ziehen und seiht es danach ab. Davon trinkt man täglich 3 Tassen.

Warnhinweise

Es sind keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipps:

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