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Warum grüne Lebensmittel so gesund sind

Warum grüne Lebensmittel so gesund sind

Warum grüne Lebensmittel so gesund sind

Viele lässt alleine die Farbe erschaudern: grüne Smoothies sind nicht jedermanns Sache, dabei sind sie um ein Vielfaches gesünder als herkömmliche Ganzfruchtsaftgetränke aus dem Supermarkt. Das liegt nicht nur an den frischen Zutaten, die man dafür verwendet, sondern auch an dem natürlichen Farbstoff, der im verwendeten Obst und Gemüse enthalten ist – das Chlorophyll.




Was ist eigentlich Chlorophyll?

Die meisten kennen das Blattgrün bereits aus dem Biologieunterricht: In der Schule haben wir gelernt, dass Chlorophyll, das für die grüne Farbe von Pflanzen verantwortlich ist, jener natürliche Farbstoff ist, der Photosynthese betreibt. Bei diesem Prozess produzieren Pflanzen aus Wasser, Kohlendioxid und Lichtenergie (Sonnenlicht) Sauerstoff und die Zuckerart Glucose. Die Photosynthese ist quasi die Umkehrung zur menschlichen Atmung. Bei dieser wird nämlich Sauerstoff eingeatmet und Kohlendioxid und Wasser ausgeatmet. Ohne Pflanzen gäbe es jedenfalls keinen Sauerstoff und damit keine Lebensgrundlage für Menschen und Tiere.

Darüber hinaus wirkt sich aber auch die Einnahme der lebensspendenden Substanz positiv auf den menschlichen Organismus aus – sofern sie regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Reich an Chlorophyll sind, wie etwa Gräser (u.a. Weizen-, Gersten-, Roggengras und Alfalfa) und Kräuter (u.a. Löwenzahn, Linden-, Brennnessel- und Brombeerblätter), Salate und Kohlsorten oder Algen (u.a. Braun-, Rot- und Grünalgen, Spirulina und Chlorella).

Was bewirkt Chlorophyll in unserem Körper?

Durch den regelmäßigen Verzehr von grünen Smoothies nehmen wir nicht nur viele gesunde Vitamine und Bitterstoffe auf, sondern auch jede Menge Chlorophyll. Doch was genau bewirkt das Blattgrün überhaupt in unserem Körper?

Chlorophyll ähnelt dem Hämoglobin, unserem bluteigenen Farbstoff, bis ins kleinste Detail – der einzige Unterschied sitzt im Kern der chemischen Struktur. Der grüne Pflanzenfarbstoff besitzt ein Magnesium-Molekül und der rote Blutfarbstoff ein Eisenmolekül. Die Eigenschaften sind jedoch die gleichen, denn sowohl das Hämoglobin als auch das Chlorophyll können Sauerstoff transportieren und somit neues Blut bilden.

Zudem wird dem Blattgrün nachgesagt, dass es ein für Bakterien ungünstiges Milieu schafft und somit Keime abtötet bzw. daran hindert, sich im Körper bzw. im zu vermehren – dort halten sich vor allem dann sehr viele Bakterien auf, wenn man viele Fleischprodukte zu sich nimmt. Hinzu kommt, dass Chlorophyll sowohl einem Eisen- als auch einem Magnesiummangel entgegenwirken kann. Durch den regelmäßigen Verzehr von grünen Lebensmitteln können derartige Mangelerscheinungen erfolgreich vorgebeugt werden.

Darüber hinaus haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der grüne Farbstoff eine antioxidative Wirkung hat und freie Radikale neutralisieren kann. Was jedoch noch weitaus bedeutender ist, ist die Tatsache, dass Chlorophyll krebserregende Giftstoffe bindet und mit dieser antikanzerogenen (also krebshemmenden) Wirkung einen nicht unwesentlichen Beitrag in der Krebsvorbeugung leisten kann.


Gesund ja, Wundermittel nein

Lebensmittel mit viel Blattgrün sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. In Form von Smoothies sind sie leicht verdaulich, da sie im Gegensatz zu (gepressten) Säften aufgrund der verbliebenen Fasern mehr Ballaststoffe enthalten.

Das enthaltene Chlorophyll wirkt antioxidativ und schützt unsere Zellen vor schädlichen Sauerstoffradikalen. Wundermittel ist allerdings auch Chlorophyll nicht, selbst wenn es wissenschaftliche Hinweise gibt, dass es tumorhemmende Effekte hat.


Wie werden Bitterstoffe schmackhaft?

Gemüsesorten, die kein Chlorophyll enthalten, aber dafür grüne Blätter tragen (u.a. Karotten, Kohlrabi und Rote Bete), können ebenfalls verspeist werden. Allerdings stellt sich die Frage, wie man das Pflanzengrün schmackhaft zubereiten kann, denn es enthält die sogenannten Bitterstoffe – die, wie der Name schon vermuten lässt, einen bitteren Geschmack haben und deshalb den wenigsten Menschen schmecken.

Die Antwort ist denkbar einfach: Man vermischt sie einfach mit süßen Früchten, die den bitteren Geschmack überdecken. Und damit das darin enthaltene Chlorophyll vom Körper aufgenommen werden kann, müssen die Zutaten schonend verarbeitet werden: z.B. mit einem Standmixer mit möglichst hoher Drehzahl. Damit lassen sich grüne Smoothies schnell und einfach zubereiten: einfach eine Hälfte Blattgemüse mit einer Hälfte Obst mixen, etwas Wasser dazugeben – und fertig ist eine komplette, nährstoffreiche Mahlzeit.


Was steckt noch alles in grünen Smoothies?

Da man chlorophyllhaltige Gemüsesorten (besonders Brokkoli, Spinat, Mangold, Petersilie, Minze) besonders leicht zu grünen Smoothies verarbeiten kann, haben wir uns natürlich gefragt, welche positiven Auswirkungen das Ganzfruchtgetränk sonst noch auf unseren Körper hat? Schließlich enthält es neben dem Blattgrün viele weitere gesunde Inhaltsstoffe, wie etwa:

  • Fettsäuren (ungesättigt)
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Enzyme
  • Antioxidantien
  • Ballaststoffe
  • Proteine
  • Kohlenhydrate

Durch die Ballaststoffe machen grüne Smoothies länger satt und helfen beim Abnehmen – natürlich in Kombination mit ausreichend Bewegung. Hinzu kommt, dass man das Getränk nicht nur binnen weniger Minuten herstellen, sondern auch seinen Kindern schmackhaft machen kann.


Wie werden Bitterstoffe schmackhaft?

Gemüsesorten, die kein Chlorophyll enthalten, aber dafür grüne Blätter tragen (u.a. Karotten, Kohlrabi und Rote Bete), können ebenfalls verspeist werden. Allerdings stellt sich die Frage, wie man das Pflanzengrün schmackhaft zubereiten kann, denn es enthält reichlich Bitterstoffe – die, wie der Name schon vermuten lässt, einen bitteren Geschmack haben und deshalb den wenigsten Menschen schmecken.

Die Antwort ist denkbar einfach: Man vermischt gesundes Gemüse wie Karfiol, Chicorées, Brokkoli einfach mit süßen Früchten, die den bitteren Geschmack überdecken. So schmeckt es gleich viel süßer und wird auch von Kindern gerne getrunken. Die optimalen Kombinationen müssen selbstverständlich nach den eigenen Vorlieben getestet werden.

Gut zusammen passen etwa Gartensalat und Apfel, Eisbergsalat und Birne, Junger Spinat und Mango, sowie Vogerlsalat (Feldsalat) und Banane.

Damit das in den grünen Lebensmitteln enthaltene Chlorophyll vom Körper gut aufgenommen werden kann, müssen die Zutaten schonend verarbeitet werden: z.B. mit einem Standmixer mit möglichst hoher Drehzahl. Damit lassen sich grüne Smoothies schnell und einfach zubereiten: einfach eine Hälfte Blattgemüse mit einer Hälfte Obst mixen, etwas Wasser dazugeben – und fertig ist eine komplette, nährstoffreiche Mahlzeit.

Wie bereitet man grüne Smoothies zu?

Frisch zubereitete Smoothies boomen derzeit, kaum ein Einkaufszentrum oder Markt kommt mittlerweile ohne Anbieter dieser bunten Ganzfruchtsaftgetränke aus. Der neueste Gesundheitstrend in diesem Bereich: grüne Smoothies. Hierbei handelt es sich um einen Drink, der zumeist aus 60 % aus süßen Obstsorten und zu 40 % aus grünen Lebensmitteln besteht – je nachdem wie viele Bitterstoffe gewünscht sind.

Für die perfekt Zubereitung nutzen Anbieter meist Hochleistungsmixer mit 30.000 Umdrehungen und mehr, für den privaten Gebrauch reichen aber auch Standgeräte aus dem hochwertigen Haushaltsgerätesegment. Und natürlich die dazu passenden Rezepte (z.B. für einen frischen Orangen-Zitronen-Weizengras Smoothie).

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Quellen:

¹ Botanik: Photosynthese
² Antimutagenic activities of common vegetables and their chlorophyll content in „Mutation Research“ 77(1980) S.245-250
³ Grüne Smoothies – Rezepte & Informationen

Fotocredit: © istock.com/belchonock

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