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Vaterschaftstest: Klärung der Verwandtschaftsverhältnisse

Vaterschaftstest: Klärung der Verwandtschaftsverhältnisse

Vaterschaftstests

Insbesondere in der heutigen Zeit, da die traditionelle Familie zugunsten neuer Formen des Zusammenlebens in den Hintergrund rückt, ist die Klärung von Verwandtschaftsverhältnissen und Vaterschaften ein sensibles Thema. Laut österreichischer und deutscher Gesetzgebung ist derjenige Vater eines Kindes, der die Vaterschaft selbst anerkannt hat, dessen Vaterschaft durch ein Gericht festgestellt wurde oder der zum Zeitpunkt der Entbindung mit der biologischen Mutter verheiratet war.



Die Anerkennung der Vaterschaft ist beispielsweise Voraussetzung für den Unterhalt oder das gesetzliche Erbrecht des Kindes. Somit wird vor allem eines klar: Vaterschaft ist keineswegs nur biologisch definiert, sondern auch rechtlich.

Wird ein Kind geboren, dessen Eltern nicht miteinander verheiratet sind oder ist der Ehemann nicht der Vater des Kindes, kann der leibliche Vater durch eine persönliche Erklärung die Vaterschaft anerkennen. Eine Überprüfung der Vaterschaft kann durch eine DNA-Analyse auch freiwillig bzw. außergerichtlich in einem dafür zuständigen Labor erfolgen. Wenn Zweifel an der Vaterschaft bestehen bzw. diese eindeutig nachweisen wollen, kann ein Vaterschaftstest mittels DNA-Analyse Gewissheit schaffen.

DNA-Tests brauchen Vertrauen

Wenn Sie Zweifel an Ihrer Vaterschaft haben, verschaffen Sie sich mit einem Vaterschaftstest mittels DNA-Analyse Gewissheit. Diese sind eindeutig. Wenn die Merkmale des vermeintlichen Vaters und des Kindes an drei und mehr STR Loci nicht übereinstimmen, so kann eine mögliche Vaterschaft zu 100 % ausgeschlossen werden. Bestätigen kann man eine Vaterschaft in Österreich zu über 99,99 %, wenn, wie international anerkannt, mindestens 14 unabhängige STR-Regionen auf mindestens 12 verschiedenen Chromosomen untersucht werden. In deutschen Fachinstituten werden sogar mindestens 21 unabhängige STR-Regionen auf verschiedenen Chromosomen untersucht.

Letztendlich ist eine DNA-Analyse mit Vertrauen in die wissenschaftliche Analyse verbunden. Seriöse Anbieter von Vaterschaftstests offerieren ihren Kunden in jedem Fall Komplettpreise. In diesem sind die Preise für die Probe des Kindes sowie des potenziellen Vaters enthalten, des Weiteren fallen keinerlei Kosten für eventuelle Proben der biologischen Mutter an. Ebenfalls ist es möglich, Gutachten sowie behördliche Anschreiben erstellen zu lassen. Seit Januar 2008 ist es möglich, die Klärung der Vaterschaft ohne anschließende Anfechtungsklage durchführen zu lassen.

Um eine Klärung der Verwandtschaftsverhältnisse herbei zu führen, wenden Labore die sogenannte DNA-Analyse an. Dieses Verfahren gilt nach heutigen Gesichtspunkten als genaueste und modernste Methode, um eine Vaterschaft sowie Verwandtschaft zu beweisen. Bei einem Vaterschaftstest können aber keine Aussagen über genetische Krankheiten oder einer möglichen Veranlagung dazu getroffen werden, da die untersuchten Bereiche keine Informationen darüber enthalten.

Vaterschaftstest in Österreich

Anders als in Deutschland kann in Österreich ein privater Test ohne Nachweis eines berechtigten Zweifels in Auftrag gegeben werden, die Zustimmung der Kindesmutter ist bei geteilter Obsorge nicht erforderlich. Alle erwachsenen Testpersonen müssen ihre Einwilligung zur DNA-Analyse erteilen. Vor Gericht werden private Tests in der Regel nicht anerkannt, da die Herkunft der Proben nicht gesichert ist. Für gerichtliche Zwecke muss die Probennahme durch einen Sachverständigen, Arzt oder Rechtsanwalt bestätigt werden.

Die für die Untersuchung notwendige DNA wird in den meisten Fällen aus Abstrichen der Mundschleimhaut gewonnen. Je nach Labor kann die DNA aber auch aus Blut, Haarwurzeln, Ohren-, Nasenschleimhaut, Nägel, usw. isoliert werden.

Vaterschaftstests: Seriöse Anbieter sind gefragt

Mittlerweile existiert eine Vielzahl seriöser Anbieter auf dem freien Markt, die zuverlässige Verfahren für Gerichte, Polizei, Jugendämter, sowie Privatpersonen anbieten. Die Vorgehensweise ist dabei immer gleich: Um eine Vaterschaft eindeutig belegen beziehungsweise ausschließen zu können, wird die biologische Probe des Kindes mit der des potenziellen Vaters auf Grundlage von mindestens 21 Markern verglichen.

Moderne Labore können so eine beinahe 100 prozentige Sicherheit gewährleisten. Für DNA-Tests gelten strenge Regeln: Laut dem Gendiagnostikgesetz müssen DNA-Proben durch eine sachkundige sowie neutrale Person entnommen werden, also durch Ärzte (z.B. den Hausarzt), Mitarbeiter des Gesundheitsamtes (Amtsarzt) sowie des Jugendamtes oder aber Mitarbeiter des durchführenden Labors.

Ist von einem besonders komplizierten Verwandtschaftsverhältnis auszugehen, so können sogenannte Premiumtests bei der Bestimmung der Vaterschaft helfen. Hierbei werden bei der DNA- Analyse zwischen 21 und 45 DNA-Marker untersucht. Es ist ebenfalls möglich, die Suche des Vaters über mehrere Generationen hinweg zu verfolgen oder eventuelle Cousinen oder Cousins zu bestimmen.

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Fotocredit: © by klickerminth – Fotolia.com

Quellen:

¹ help.gv.at – Anerkennung der Vaterschaft
² www.vaterschaftstests.de – Qualität vom Premiumlabor

Linktipps:

– Vaterschaftstests boomen
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