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Ultra-Radrennen: Taktik, Disziplin und Durchhaltevermögen

Ultra-Radrennen: Taktik, Disziplin und Durchhaltevermögen

Ultra Radrennen

Diese Faktoren helfen ambitionierten Hobbysportlern auch extreme sportliche Anstrengungen heil und gesund zu überstehen. Für die Teilnehmer des Race Around Austria – dem härtesten Ultra-Radrennen Europas – ist aber ein Faktor noch wesentlich wichtiger: Organisation. Als Teamsponsor dieses über alle Maße herausfordernden Rennens ist es unsere Aufgabe für die Fahrer perfekte Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie ihre volle Leistung abrufen können, der Spaß dabei aber dennoch nicht zu kurz kommt.



Extremradrennen im Team werden nicht primär am Rad gewonnen. Es ist ein Zusammenspiel von Betreuern und Athleten, eine Frage der Taktik und der Leistungsfähigkeit aller Beteiligten. Die Radfahrer selbst wissen meist recht gut, was auf sie zukommen wird. Wichtig ist, dass sich die Mannschaft im Hintergrund aber genauso auf das Rennen vorbereitet.

Dafür gilt es eine konditions- und nervenschonende Teamtaktik zu entwickeln um das Event für alle Beteiligten zu einem aufregenden Abenteuer, nicht aber zu einem gefährlichen Himmelfahrtskommando zu machen. Die erste Erkenntnis dabei: unser 4er Team wird organisatorisch auf zwei 2er Teams aufgeteilt, der Fahr- und Ruherhythmus nach neuersten Erkenntnissen der Sportmedizin festgelegt.

Taktik & Organisation

Das Rennen, bei dem 2.200 Kilometer und 30.000 Höhenmeter zu bewältigen sind, verlangt Fahrern und Betreuern einiges ab. Das Regelwerk schreibt vor, dass während der Nachtstunden das Begleitfahrzeug (Pace Car) ständig unmittelbar hinter dem aktiven Radfahrer zu fahren hat um die Sicherheit der Athleten gewährleisten zu können. Es hat sich in der Vergangenheit herausgestellt, dass das Pace Car sinnvollerweise auch tagsüber den Fahrer begleitet damit die Betreuer für ihn die Navigation übernehmen, und bei etwaigen konditionellen, gesundheitlichen oder technischen Problemen sofort hilfreich zur Stelle sein können.

Daraus ergibt sich, dass ständig zumindest vier bis fünf Teammitglieder auf der Straße sind: drei (bzw. vier) Personen an Bord des Pace Car – der Lenker, der Navigator (Beifahrer), eventuell ein zusätzlicher Betreuer (Rückbank), sowie der 2. Radfahrer (Rückbank). Die restlichen Teammitglieder befinden sich entweder an einer mobilen Homebase – in unserem Fall ein Wohnmobil – wo sie regenerieren, bzw. Vorbereitungen für die Verpflegung treffen können, oder sind als Navigations- und Sicherheitsteam auf der Strecke unterwegs um etwaige navigationstechnische Tücken aufzuspähen bzw. topografische Besonderheiten der Strecke zu erkunden.

Unsere Teamtaktik im Detail:

Das Team gesund.co.at greift auf die bewährte Split-Taktik für 4er Teams zurück. Dabei bilden 4 Radfahrer und 4 Betreuer gleichmäßig verteilt zwei Crews – d.h. pro Auto also zwei Radfahrer und zwei Betreuer. Jede Crew hat eine Einsatzzeit von sechs Stunden, innerhalb dieser Zeit wechseln sich die beiden Radfahrer etwa alle 40 Minuten ab, auch Autofaher und Navigator/Betreuer tauschen einmal nach drei Stunden die Rollen. Nach diesen sechs Stunden wird gewechselt. Crew 2 kommt geschlossen ins Pace Car, Team 1 hat 6 Stunden Pause. Natürlich gibt es einen gewissen Spielraum, sowohl die einzelnen Radeinheiten (Turns) als auch die Einsatzzeit pro Crew (Session) sind flexibel erweiterbar und an die Topographie und den physischen und psychischen Zustand der Fahrer anzupassen.

Der große Vorteil der Split-Taktik liegt darin, dass schnelles Radfahren (30 bis 40 Minuten-Intervalle, teilweise noch kürzer) gepaart mit langen Regenerationsphasen (ca. 5 Stunden) möglich ist. Die kurzen Intervalle mögen auf den ersten Blick zwar irritieren, spätestens nach dem zweiten Tag wird man bei längeren Intervallen aber merken, dass die Leistung bzw. die Geschwindigkeit rapide abfällt.

Auch führende Sportmediziner und Leistungsdiagnostiker empfehlen Intervalle mit maximal (!) 40-45 Minuten Länge, um zu vermeiden, dass Speicher im Körper angegriffen werden, die dann ab dem zweiten Tag fehlen.

Apropos Speicher: die richtige Ernährung der Fahrer spielt eine ganz wesentliche Rolle um die maximale Leistung abrufen zu können ohne unnötig Kraftreserven anzugreifen. Erfahrene Wettkämpfer wissen in der Regel recht gut über ihre eigenen Bedürfnisse Bescheid, ein Amateurteam, wie unseres muss hier ganz besonders auf die Tipps von Spezialisten achten.

Ernährung – die richtige Verpflegung macht den Unterschied

Tatsächlich bringt ein sorgfältiger und individueller Ernährungsplan große Sicherheit ins Team. Wie uns erfahrene Wettbewerber bestätigt haben, erkennt man weniger gut organisierte Teams meist an der fehlenden Ernährungsorganisation.

Unser Credo: mit Gels, Riegeln und Elektrolytgetränken alleine kann dieses Ultra Radrennen nicht gefahren werden. Spätestens einen Tag nach dem Start verklebt man sich den Magen, ganz abgesehen vom eintönigen Geschmack. Zumindest eine warme Mahlzeit am Tag, optimalerweise vorgekocht, tut nicht nur dem Magen, sondern auch der Psyche gut. Abgesehen von Teigwaren aller Art werden bei uns auch hochwertige Proteinlieferanten (Fleisch und Fisch) aufgetischt werden. Unser Betreuerteam hat im Wohnmobil die Möglichkeit zu kochen und kann damit für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Verpflegung sorgen.

Flüssignahrung, wie sie Solofahrer bevorzugen, wird bei uns vermutlich nicht zum Einsatz kommen. Für die Fahrer wird trotzdem eine ausreichende Kalorienzufuhr gewährleistet sein, schließlich verbrennen Sie beim Radfahren 5.000 Kalorien und mehr.

Müsliriegel werden aber selbstverständlich während der Sessions dennoch zum Einsatz kommen. Und das aus gutem Grund, schließlich sind die Riegel aus Getreideflocken und Trockenfrüchten die idealen Lieferanten kurz-, mittel- und langfristiger Energie. Ursache dafür ist die optimale Mischung von Zucker und Mehl. Zuckermoleküle sind kurz, Stärkemoleküle länger. Sie müssen im Körper erst durch Enzyme aufgespalten werden, um dann als Zucker für die Verbrennung vorzuliegen.

Für die rasche und unmittelbare Energiezufuhr ist Zucker ideal, aber die Farer können nicht während des ganzen Wettkampfes Zucker naschen. So sind Müsliriegel die ideale Alternative. Sie enthalten Zucker, der rasch Energie liefert, mittellange Stärkemoleküle, die nach ein paar Minuten verfügbar sind und sie enthalten auch lange Stärkeketten, die erst nach einer Stunde aufgeschlossen werden können und dem Körper Energie liefern.

Sponsoren:

Sponsoren Team gesund.co.at

Übrigens: Das Extreme RACE AROUND AUSTRIA ist DIE europäische Alternative zum berühmten Race Across America (RAAM), das optimale Vorbereitungsrennen für die Kontinentaldurchquerung und das härteste Radrennen Europas.

Weitere Details über das Trainingsprogramm, die Streckenführung, und die Navigation folgen in den nächsten Wochen. Wer hautnah bei den aktuellen Entwicklungen im Team dabei sein will, dem möchten wir gerne unsere Facebook-Seite ans herz legen: – RAA – Team gesund.co.at – hier gibt’s die neuesten Neuigkeiten, Fotos, Statement und demnächst eine umfangreiche Präsentation der Fahrer und Betreuer und viele, viels mehr.

Linktipps:

– Race Around Austria – gesund.co.at als Hauptsponsor mit eigenem Team
– Mountainbiken – gesunder Actionspaß für Jung und Alt
– Warum Radfahren so gesund ist
– Hobbysportler leben gefährlich: So mindern Sie das Gefahrenrisiko
– www.racearoundaustria.at