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Die Top 10 der gesündesten regionalen Obst- und Gemüsesorten

Die Top 10 der gesündesten regionalen Obst- und Gemüsesorten

regionale Obst- und Gemüsesorten

Ob Goji-Beeren, Açaí, Acerola oder Physalis – Superfoods sind im Trend. So bezeichnet man Lebensmittel mit Eigenschaften, die sich hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe stark von herkömmlichen Lebensmitteln unterscheiden. Die von den Herstellern als äußerst gesund beworbenen exotischen Lebensmittel stammen aber meist aus Südamerika, Afrika oder Asien und sind dementsprechend teuer. Aber es müssen gar nicht immer exotische Beeren, Samen, Algen oder Tees sein, es gibt auch zahlreiche regionale Obst- und Gemüsesorten, die sich bei regelmäßigem Verzehr positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Die Top 10 der heimischen Superfoods stellen wir Ihnen in diesem Artikel vor.



Die gesündesten regionalen Obst- und Gemüsesorten – Artikelübersicht:

„Superfoods“ sollen besonders nähr- und vitalstoffreich sein und schon allein dadurch einen höheren gesundheitlichen Nutzen aufweisen als herkömmliche Nahrungsmittel, die wir üblicherweise zu uns nehmen. Tatsächlich weisen manche von ihnen einen besonders hohen Gehalt an Vitaminen und/oder sekundären Pflanzenstoffen auf, doch das tun viele der in Mitteleuropa vorkommenden Obst- und Gemüsesorten auch. Die regelrechte Hysterie um diese „neuen“ Lebensmittel lässt also Skepsis aufkommen. Es scheint, als wäre der Hinweis auf die gesundheitliche Wirkung ein schlaues Marketinginstrument um neue Bedürfnisse zu schaffen und so Konsumenten zum Kauf zu animieren.

Wegen der teilweise enormen Distanzen und der damit einhergehenden Umweltbelastung durch Transport und Verpackung sind diese Lebensmittel aus einem ganzheitlichen Blick nicht ideal, unabhängig davon, ob die ihnen zugeschriebenen Wirkungsweisen tatsächlich vorhanden sind oder nicht.


Superfoods und ihre Bedeutung für unsere Gesundheit

Als Superfoods bezeichnet man natürliche und nicht industriell verarbeitete Produkte, die eine überdurchschnittlich hohe Menge an Nähr- und Vitalstoffen enthalten, welche sich positiv auf den menschlichen Organismus auswirken. Das trifft auf viele verschiedene Beeren, aber zum Beispiel auch auf grünes Blattgemüse zu, sodass Sie derartige Obst- und Gemüsesorten am besten täglich verzehren sollten.

Wenn Sie es im stressigen Alltag nicht schaffen, genügend Obst und Gemüse zu essen und Ihren Körper mit ausreichend Vitaminen, Ballaststoffen und Antioxidantien zu versorgen, bieten mittlerweile zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel die wertvollen Inhaltsstoffe auch in konzentrierter Form an. Auf diese Weise können Sie Ihren Körper mit wertvollen Substanzen wie Beta-Carotin, Vitamin E und Vitamin C versorgen, auch wenn Sie in der Hektik des Alltags einmal vergessen, genügend Gemüse und Obst in Ihren Speiseplan einzubauen.

Wenn Sie aber die eine oder andere der folgenden zehn Obst- und Gemüsesorten regelmäßig verzehren, ist Ihr Körper jedenfalls optimal mit verschiedenen Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen versorgt und Supplemente sind nicht notwendig.


Heidelbeeren – wertvolle Vitamin-C-Lieferanten

Waldheidelbeeren, die in Deutschland als Blaubeeren bekannt sind, haben in Österreich Saison von Ende Juni bis Ende August Saison. Während dieser Zeit sollten Sie öfter zugreifen, denn die blauen Beeren sind extrem gesund, wie mittlerweile zahlreiche Studien belegen. Sie enthalten Beta-Carotin, das unsere Körperzellen und das Immunsystem gegen freie Radikale und Bakterien schützt. Darüber hinaus sind Heidelbeeren reich an Mineralstoffen (Eisen, Kalium, Kalzium) und Vitamin C. Dieses beugt Infektionen, Stressbelastungen und Erkältungen vor. Ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen hat zudem einen verdauungsfördernden Effekt.

Ähnlich wie ihre amerikanischen Verwandten, die Cranberries, enthalten auch die heimischen Heidelbeeren – jedoch in geringeren Mengen – den bakterienhemmenden Stoff Proanthocyanidin, der insbesondere bei Harnweginfekten Linderung verschaffen kann.

Im Vergleich zu Zuchtheidelbeeren überzeugt die wilde Variante übrigens mit wesentlich intensiverem Geschmack und einer, wegen des höheren Farbstoffanteils von Anthocyan stärkeren dunkel- bis schwarzblauer Färbung. Kulturheidelbeeren, die auch im Garten gepflanzt werden können und keine Wald- und Moorböden benötigen, sind allerdings wesentlich ertragreicher. Sowohl Wildheidelbeeren wie auch Zuchtheidelbeeren eignen sich frisch wunderbar für Obstsalate, Milchshakes und Fruchtjoghurt, sie lassen sich aber auch wunderbar zu Kompott und Marmelade verarbeiten.


Brombeeren – kleine Vitaminbomben mit großer Wirkung

Brombeeren sind ebenfalls wahre Vitaminbomben. Sie enthalten:

  • Provitamin A – für die Unterstützung der Sehfunktion
  • Vitamin C – schützt vor Zellschädigungen und unterstützt das Immunsystem
  • Vitamin E – wirkt als Zellschutz
  • Vitamine der B-Gruppe – wirken sich positiv auf den Stoffwechsel aus

Zudem besitzen Brombeeren viele Ballaststoffe, weshalb sie sich positiv auf die Verdauung auswirken. Der blaue Farbstoff wird durch die Flavonoide gebildet, welchen eine immunstimulierende Wirkung nachgesagt wird.


Kohl – wertvolle Nährstofflieferanten für den Winter

In der Winterzeit sollte Kohl regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Das gilt insbesondere für Grün- und Wirsingkohl. In diesen Kohlsorten stecken viele Vitamine wie Vitamin A und Vitamin C. Aber auch Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Eisen und Kalium sind enthalten.

Brokkoli – gut verdaulicher Kohl mit vielen sekundären Pflanzenstoffen

Brokkoli gehört zu den leicht verdaulichen und gut bekömmlichen Kohlsorten. Darüber hinaus weist er vielfältige Vitamine wie B1, B2 und C auf. Die sekundären Pflanzenstoffe, die im Brokkoli enthalten sind, gelten als krebshemmend. Es gibt viele verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten für Brokkoli, sodass es Ihnen leicht fallen sollte, das gesunde Gemüse regelmäßig zu verzehren.

Karotten – unterstützen die Sehkraft des Auges

Möhren sind nicht nur extrem kalorienarm, sondern auch überaus gesund. Sie enthalten viel Carotin, aus dem der Körper später das Vitamin A bilden kann. Es unterstützt die Sehfunktion und schützt unsere Haut. Aber auch Spurenelemente und Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink kommen in Karotten vor.

Zwiebeln – desinfizierend und blutzuckersenkend

Insbesondere rote Zwiebeln verursachen eine starke Reizwirkung auf unser Verdauungssystem. Das gilt speziell für die Bauchspeicheldrüse, die Galle und die Leber. Darüber hinaus enthalten Zwiebeln den Pflanzenwirkstoff Glucokinin. Er dient ähnlich wie das in der Bauchspeicheldrüse gebildete Inulin dazu, den Zuckerstoffwechsel anzuregen. Dadurch wird der Zuckergehalt im Blut reduziert. Außerdem wirken Zwiebeln desinfizierend. Schon im Mittelalter nutzte man diese Wirkung, um sich vor Cholera und Pest zu schützen. Aber auch heute werden sie noch gerne gegen Erkältungen und Fieber eingesetzt, weil sie Entzündungen bekämpfen.

Weintrauben – können Arteriosklerose vorbeugen

Insbesondere bei blauen Weintrauben dürfen Sie im Herbst gerne häufiger zugereifen, denn sie sind reich an Resveratol, welches Arteriosklerose vorbeugen kann. Darüber hinaus enthalten Weintrauben eine hohe Menge an Ballaststoffen, die für eine problemlose Verdauung wichtig sind.

Sauerkraut – unterstützt das Immunsystem und die Darmtätigkeit

Sauerkraut ist eine wahre Vitamin-C-Bombe. Da dieses Vitamin jedoch äußerst hitzeempfindlich ist, sollten Sie das Sauerkraut roh essen oder rohen Sauerkrautsaft trinken, um die volle Wirkung zu genießen. Außerdem enthält Sauerkraut Milchsäurebakterien, die sich positiv auf die Darmtätigkeit auswirken.

Zwetschken – können vor Herzinfarkten und Krebs schützen

Wenn Sie unter leichten Verstopfungsproblemen leiden, sind Pflaumen ein wirkungsvolles Mittel. Außerdem enthalten sie Anthocyane, einen sekundären Pflanzenstoff, der Sie vor Herzinfarkten und Krebs bewahren kann. Die Früchte, die in der Herbstzeit Saison haben, sind zudem reich an Vitaminen aus der B-Gruppe, welche das Nervensystem unterstützen.

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Kundenrezension: „Schon oft stand ich im Supermarkt vor den Bioprodukten und habe mich gefragt was man damit wohl anfangen könnte. Umso dankbarer war ich, als ich nun dieses Buch von Cornelia Schinharl fand. Darin enthalten sind je nach Jahreszeit ganz unterschiedliche Rezepte, zumeist sogar rein vegetarisch, um der BIOKISTE je nach Jahreszeit schmackhafte Rezepte entlocken zu können. Empfehlenswert!“

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Quellen:

¹ EUFIC: Superfood – was verbirgt sich wirklich dahinter?
² EU Register on nutrition and health claims
³ Nahrungsergänzungsmittel Juice Plus+

Linktipps:

– Gemüse-ABC – Gemüsesorten im Überblick
– Saisonkalender Obst & Gemüse – wann gibts was in Österreich
– Açaí – schon wieder eine neue Wunderbeere?
– Kühlschrank richtig einräumen – Lebensmittelverschendung stoppen