Sternanis – Artikelübersicht:
- Synonyme
- Heilwirkung und Anwendungsgebiete
- Dosierung
- Warnhinweise
- Linktipps zum Sternanis als Heilpflanze
Der (Echte) Sternanis ist ein immergrüner Baum, der in China und Vietnam heimisch ist. Er kann eine Wuchshöhe von bis zu 20 Metern erreichen. Zwischen März und Mai erscheinen seine gelben Blüten, aus denen im Oktober die typischen sternförmigen Samen wachsen. Sein Geschmack und Duft ist dem des Anis (Pimpinella anisum) ähnlich. Dies und seine Form geben ihm auch seinen deutschen Namen.
Kenndaten
- Wissenschaftlicher Name: Illicium verum
- Familie: Sternanisgewächse (Schisandraceae)
- Wuchshöhe: bis zu 20 m
- Farbe der Blüten: Gelb oder Rot
- Sammelzeit: Oktober
- Vorkommen: China und Vietnam
- Standorte: sonnig bis halbschattig; sandige, saure Böden
- verwendete Pflanzenteile: Früchte, Samen
Badian, Chinaanis, Chinesischer Sternanis (chinesisch: Ba Jiao Hui Xian)
Wirksame Inhaltsstoffe
Anisol, ätherische Öle und deren Bestandteile (Anethol, Camphen, Carvon, Cineol, Foeniculin, Limonen, Linalool, Safrol), Gerbsäure, Flavonoide (Rutin), Saponine, Shikimisäure, Terpene
Heilwirkung und Anwendungsgebiete
Der Sternanis wirkt anregend, antibakteriell, entspannend, harntreibend, magenstärkend sowie schleimlösend und findet auf folgenden Gebieten Anwendung:
- Blähungen
- Bronchitis
- Darmkrämpfe
- Hexenschuss
- Ischias
- Magenkrämpfe
- Mandelentzündung
- Mundgeruch
- Nervenschmerzen
- Zahnschmerzen
Der Sternanis wird vorwiegend als Gewürz eingesetzt und kann in dieser Form bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen helfen. Aus den Samen des Sternanis kann man auch einen Tee zubereiten, der ebenfalls die Verdauung anregt und darüber hinaus bei Atemwegserkrankungen hilft.
1 TL frisch zerstoßenen Samen mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen.
- Das ätherische Öl nicht unverdünnt einnehmen, da bereits geringe Mengen Erbrechen, Übelkeit, Krampfanfälle und Lungenödeme hervorrufen können.
- Das ätherische Öl nicht äußerlich anwenden!
- Es besteht Verwechslungsgefahr mit dem japanischen Sternanis, der im Aussehen und Geruch dem Echten Sternanis ähnlich ist. Der japanische Sternanis ist giftig und kann Auslöser von Leber-, Nieren- und Blasenschäden sein.
Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
- Sternanis bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit
- Heilpflanzenlexikon – Index
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