Di, 22.05.2012
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Sonnenstich und Hitzeschlag

Sonnenstich und Hitzeschlag

Sonnenstich und Hitzschlag

Auch wenn sich in unseren Gefilden die wirklich heißen Sommertage noch an den Fingern einer Hand abzählen lassen, sollte man sich dennoch vor unliebsamen Überraschungen beim Sonnenbaden schützen.



Pralle Hitze, ausgedehnte Sonnenbäder, falsche, weil zu warme Kleidung, zu geringe Flüssigkeitsaufnahme bei Durchfall oder starkem Schwitzen, sportliche Betätigung oder ungewohnte körperliche Belastung bei Hitze sowie auf Reisen anzutreffende und daher unüblich hohe Luftfeuchtigkeit und geringe Luftumwälzung – das sind die Ursachen fuer Sonnenstich und Hitzschlag. “Auch Medikamente koennen das Risiko eines Wärmestaus erhöhen und so zu einem Hitzschlag führen”, sagt Dr. Susanne Schunder-Tatzber vom Österreichischen Roten Kreuz.

Ein Sonnenstich entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf. Die Folge ist eine Reizung der Hirnhaut. Gefaehrdet sind besonders Kleinkinder, aber auch Erwachsene mit geringem Haarwuchs, die sich ungeschützt über längere Zeit hinweg starker Sonnenstrahlung aussetzen. Schunder-Tatzber: “Symptome sind ein hochroter, heißer Kopf, kühle Koerperhaut, steifer Nacken, Unruhe, Uebelkeit, Schwindel, in manchen Fällen Bewusstseinseintruebung bis hin zur Bewusstlosigkeit.” Ein Hitzschlag kann durch große koerperliche Belastung bei einer feucht-schwülen Witterung entstehen. Durch den Ausfall der Wärmeregulation, das heißt, dass die Schweißproduktion ausfaellt oder der Schweiß nicht verdunsten kann, kommt es zum Waermestau und mitunter zu Hirnschwellung. Schunder-Tatzber: “Die Symptome sind gleich wie beim Sonnenstich, dazu kommen noch Erbrechen, beschleunigte Atmung oder Herzklopfen.”

“Bei Bewusstseinseintrübung und Bewusstlosigkeit droht Gefahr durch Ersticken. Außerdem kann durch die Hirnschwellung der Hirndruck steigen”, so Schunder-Tatzber. Ist der Betroffene bei Bewusstsein, muss er zur Ersten Hilfe an einen kühlen oder schattigen Ort gebracht werden. Der Oberkörper muss erhöht gelagert und mit kalten feuchten Tüchern gekühlt werden. Ist der Betroffene ohne Bewusstsein, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Atmung und Kreislauf sind in kurzen Abstaenden zu überprüfen. Es darf die Schockbekaempfung – wie Frischluftzufuhr, guter Zuspruch – nicht vergessen werden. In jedem Fall ist ein Notruf unverzichtbar.

“Um einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag zu vermeiden, sollte an heißen Tagen leichte und locker sitzende Kleidung getragen werden. Besonders empfehlenswert ist Baumwollkleidung. Verzichten Sie nicht auf einen Sonnenhut. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, sollten Sie an heißen Tagen mindestens zwei Liter Flüssigkeit trinken”, empfiehlt Schunder-Tatzber.

Linktipps:

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