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Sehschwäche: die richtige Therapie wirkt Wunder

Sehschwäche: die richtige Therapie wirkt Wunder

Sehschwäche - richtige Therapie

Wer täglich lange vor dem PC sitzt kennt das Gefühl: die Augen fangen an zu jucken, brennen oder sind gerötet. Der Auslöser ist dabei meist ein trockenes Auge. Rund 20 Prozent der Patienten, die zum Augenarzt gehen, leiden unter ähnlichen Symptomen. Dabei vermutet der größte Teil eine drohende Fehlsichtigkeit hinter dem Leid, denn das unscharfe Bild, das durch trockene Augen entsteht, führt dazu, dass sich bei dem Betrachter ein latentes Schielen manifestiert und damit kurzweilig das Sehvermögen beeinträchtigt wird. Es handelt sich dabei aber nicht um eine Hypermetropie (Weitsichtigkeit) oder Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) sondern meist um eine Folgesymptomatik des trockenen Auges.



Sehschwäche: die richtige Therapie wirkt Wunder – Artikelübersicht:

Eine vitale und aktive Lebensweise können dabei helfen den Sehprozess unbeeinträchtigt zu erhalten und Entzündungen vorzubeugen. Und wer viel Zeit vor dem PC verbringt kann durch regelmäßiges Training seine Augenmuskeln schulen.

Augentraining, Augenübungen

Folgende Übungen tragen zur Optimierung bei:

  • Die Augen in regelmäßigen Abständen in die Ferne schweifen lassen, um sich dann sofort auf ein nahes Objekt zu fokussieren. Diese Übung trainiert die Elastizität des Auges und kann verhindern, dass sich die Sehkraft zunehmend verschlechtert.
  • Es empfiehl sich außerdem, eine kleine Pause von der Bildschirmarbeit einzulegen und zehn Sekunden schnell hintereinander zu blinzeln, damit die Augenoberfläche befeuchtet wird.
  • Die Augen für zwei bis drei Minuten schließen, denn dabei können sich beanspruchte Augen entspannen

Damit die Sehprozesse im Auge auch gut funktionieren, ist eine ausreichende Zufuhr von Vitalstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen notwendig. Besonders wichtig: Vitamin A (Retinol), C (Ascorbinsäure) und E (Tocopherol). Mangelernährungen können Sehschwächen oder Zellstörungen mit sich führen. Wer dazu noch regelmäßig über zwei Liter Wasser zu sich nimmt, beugt dem trockenen Auge vor. Dabei ist auch der Schutz vor UV-Strahlen in die Vorsichtsmaßnahmen zu integrieren. Schäden auf der Linse und Netzhaut machen sich nämlich meist erst nach einigen Jahren bemerkbar.
Um die Sehbeschwerden am Arbeitsplatz zu verringern und dem „Office-Eye-Syndrom“ entgegenzuwirken sollten folgende Tipps berücksichtigt werden:

  • Indirekte Beleuchtungen, die Reflexionen auf dem Bildschirm hervorrufen, sollten vermieden werden.
  • Die optimale Entfernung zwischen Auge und Bildschirm liegt zwischen 50-80 Zentimeter. Wer die Entfernung öfter variiert tut folglich etwas Gutes für sein Auge.
  • Der Bildschirmmonitor sollte nicht zu hoch platziert werden, sondern auf Augenhöhe. Steht der Monitor quer zu Fensterfläche, sorgt das für den angenehmsten Lichteinfall.


Wann zum Arzt?

Wenn sich Symptome verstärken und der Alltag beeinträchtigt wird, ist der Gang zum Facharzt unausweichlich. Dieser überprüft genau, ob die Sehschärfe vermindert ist oder ob möglicherweise Allergien und Entzündungen vorliegen.

Unter der Sehschärfe versteht man die Fähigkeit zwei Punkte getrennt voneinander zu betrachten. Beide Punkte bilden in der Stelle des schärfsten Sehens den sogenannten Sehwinkel. Die Sehschärfe resultiert aus dem Kehrwert des Winkels. Liegt beispielsweise ein Winkel von 1 Grad vor, beträgt die Schärfe 1/1. Das entspricht einer Schärfe von 1,0. Ist ein Winkel von 10 Grad angegeben, liegt die Sehschärfe bei 0,1. Wird ein Sehtest durchgeführt, muss der Patient verschiedene Optptypen (Zeichen) erkennen. Durch den Test kann der Augenarzt feststellen ob eine Weit- oder Kurzsichtigkeit vorliegt und gegebenenfalls zu einer Brille oder Kontaktlinsen raten.

Ca. 62 Prozent der Deutschen tragen eine Brille, nach Statistiken des Berufsverbands der Augenärzte greifen sogar 3,2 Millionen Deutsche zu Kontaktlinsen. Obwohl die Kontaktlinse als unauffällige Alternative beliebt ist, sind Symptome wie eine Kontaktlinsenunverträglichkeit oder eine Augenentzündung nicht selten. Besonders wer zu weichen Linsen greift, sollte auf eine hohe Sauerstoffdurchlässigkeit achten, ansonsten wird die Hornhaut unterversorgt und das Sehvermögen eingeschränkt. Damit ist das Auge eine Brutstätte für Keime und kann Entzündungen hervorrufen.


LASIK-Behandlung: refraktive Chirurgie bietet Alternativen zu Brillen & Co

Während die Auswahl an Brillen groß ist, wählen immer mehr Menschen operative Eingriffe aus um ihre Fehlsicht langfristig zu korrigieren. Wer eine Alternative zur klassischen Sehhilfe finden möchte, dem bietet eine Augenlaser-OP – eine spezielle Methode der refraktiven Chirurgie – die Möglichkeit wieder seine vollständige Sehstärke zu erlangen.

Der Begriff refraktive Chirurgie bezeichnet dabei Augenoperationen, die die Gesamtbrechkraft des Auges verändern und so konventionelle optische Korrekturen wie Brillen oder Kontaktlinsen vollkommen ersetzen oder zumindest deren benötigte Stärke deutlich reduzieren sollen.

Heutzutage kann bei Augenlaserverfahren die Brechkraft so genau angepasst werden, sodass die Sehstärke fast wieder vollständig hergestellt werden kann. Beim sogenannten LASIK-Eingriff (Laser-in-situ-Keratomileusis) wird die Hornhaut zunächst flach eingeschnitten und wie ein Deckel zurückgeklappt. Mithilfe des Excimer-Lasers wird eine Schichtdicke von der Hornhaut abgetragen und die abgetrennte Schicht wieder zurück in ihre Ausgangssituation gebracht.

Die Behandlung mit einem Augenlaser ist allerdings nur bis zu bestimmten Werten möglich. Die LASIK-Methode eignet sich bei einer Kurzsichtigkeit von bis zu -10 Dioptrien, einer Weitsichtigkeit von +3 Dioptrien und einer Hornhautverkrümmung von -4 Dioptrien.

Hinsichtlich des Riskos gilt: neben individuellen Risikofaktoren (etwa der Dioptrienzahl, flache Hornhaut, Pupillengröße) hat vor allem Erfahrung des Operateurs einen großen Einfluss auf die Komplikationsrate. Da die Operationsmethode vergleichsweise jung ist – die ersten LASIK-Operationen wurden 1990 durchgeführt, gibt es noch keine keine längerfristigen Erkenntnisse zu eventuellen Spätfolgen. Die Komplikationsrate während der OP ist heute vergleichsweise gering, in der Literatur werden weniger als 1 % aller Patienten von LASIK genannt, bei denen es zu Komplikationen während der OP kommt. Gänzlich risikofrei ist der Eingriff freilich nicht, wie bei jedem operativen Eingriff sind auch hier bestimmte Risiken (z.B. Infektionsgefahr) zu berücksichtigen.

Zudem können kurz- bis langfristige Über- oder Unterkorrekturen auftreten. Außerdem können recht häufig (ca. 15–20 % der Fälle) trockene Augen in den ersten Wochen oder Monaten nach der Behandlung auftreten. Dies liegt am Durchtrennen von Hornhautnerven beim Flapschnitt. Dadurch können nämlich die durchtrennten Nerven nicht mehr die Austrocknung der Hornhautoberfläche erkennen, weswegen Tränenproduktion und Lidschlagfrequenz reduziert werden.

Da die Zahl der Anbieter von LASIK Operationen groß ist, ist es umso wichtiger sich bei der Auswahl Zeit zu nehmen. Als objektiven Qualitätsnachweis gibt es in Deutschland seit 2006 das speziell für Augenlaserzentren entwickelte LASIK-TÜV-Siegel. Die Vergabe des LASIK-TÜV-Siegels erfolgt nach einer eingängigen Untersuchung der Hygiene, Ausstattung und Operationshäufigkeit der chirurgischen Anbieter und bietet dem Suchenden eine sehr gute Orientierungshilfe.

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Quellen:

¹ Pharmazeutische Zeitung: Öfter zum Augenarzt gehen
² Patienteninformation zur Laser in situ Keratomileusis (LASIK)
³ Infos zum Thema Augen lasern – smileeyes.de

Linktipps:

– Office Eye Syndrom
– Trockene Augen – Symptome und Behandlung
– Sehschwächen korrigieren – Durchblick mit der richtigen Brille
– Was ist eine Hornhautverkrümmung?

Fotocredit: #56790649 – Eye exam© stokkete

Kave Atefie





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