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Schwarzkümmelöl – natürliches Universalmittel ohne chemische Zusätze

Schwarzkümmelöl – natürliches Universalmittel ohne chemische Zusätze

Schwarzkümmelöl - natürliches Universalmittel ohne chemische Zusätze

Der sogenannte Echte Schwarzkümmel ist den meisten Menschen in erster Linie von Fladenbroten bekannt, auf die er in vielen Ländern gestreut wird. Wegen des deutlich unterschiedlichen Geschmacks wird es eher nicht zu Verwechslungen zwischen Echtem Schwarzkümmel, klassischem Kümmel oder Kreuzkümmel kommen. Auch wenn die Namen anderes vermuten lassen, sind diese Gewürzpflanzen nicht miteinander verwandt. Schwarzkümmel und dem daraus gewonnenen Schwarzkümmelöl wird seit jeher vor allem in islamischen Ländern eine Heilswirkung in vielen Anwendungsbereichen nachgesagt.



Schwarzkümmelöl wird aus den Samen des Echten Schwarzkümmels gewonnen und überzeugt nicht nur aufgrund seiner verschiedenen Vitalstoffe, die für den menschlichen Organismus von enormer Bedeutung sind, sondern kann gleichzeitig auch verschiedene Heilwirkungen mit sich bringen, die sich bei diversen Beschwerdebildern als überaus nützlich erweisen können. Nachfolgend sollen die verschiedenen positiven Eigenschaften von Schwarzkümmelöl vorgestellt sowie die Herstellungsweise und die einzelnen Besonderheiten rund um das Thema vorgestellt werden.


Der Echte Schwarzkümmel

Der wissenschaftliche Name des Echten Schwarzkümmels lautet Nigella sativa und systematisch kann er in der Familie der Hahnenfußgewächse verortet werden. Eine Verwandtschaft zu den beiden namentlich so ähnlichen Gewürzpflanzen Kümmel oder Kreuzkümmel besteht nicht. Der Echte Schwarzkümmel ist eine einjährige Pflanze, das bedeutet, dass sie den Winter unter gewöhnlichen Umständen nicht übersteht und jedes Jahr neu ausgesät werden muss. Die Pflanze kann bis zu 50 Zentimeter hoch wachsen und zeichnet sich durch eine leichte Behaarung aus, die einem Flaum ähnelt.

Der Echte Schwarzkümmel bildet eine Blüte mit weißen Blütenblättern aus, die eine geradezu majestätische Form mit sich bringt. Die Samen der Pflanze, die gleichzeitig das Gewürz darstellen, sind kantig, schwarz und von nur geringer Größe. Nach der Ernte müssen die Schwarzkümmelsamen getrocknet werden, da frische Samen sich nicht zur Weiterverwendung eignen. Unter Umständen kann Echter Schwarzkümmel auch im eigenen Garten kultiviert werden, was sich vor allem für diejenigen lohnt, die von der enormen Wirkungskraft der kleinen Samen profitieren wollen.


Herkunft und Geschichte von Echtem Schwarzkümmel

Der Echte Schwarzkümmel stammt aller Voraussicht nach aus dem Gebiet des Orients und wird dort bereits seit mehr als 2.000 Jahren kultiviert und effektiv genutzt. Das leicht pfeffrig schmeckende Gewürz wird traditionell allerdings nicht nur in der Küche, sondern auch in der Medizin verwendet. In der islamischen Welt wird dem Echten Schwarzkümmel nachgesagt, dass er jede Krankheit außer dem Tod heilen kann, was unter anderem die große Popularität dieses Gewürzes erklärt.


Wie wird Schwarzkümmel verwendet?

Schwarzkümmel wird traditionell als Küchengewürz, das beispielsweise auf Fladenbrote gestreut wird, aber auch als klassisches Heilmittel verwendet. Hierbei kann der Schwarzkümmel in verschiedener Form zu seinen Konsumenten gelangen. Die einfachste Möglichkeit besteht in der Nutzung der ganzen Samen. Diese werden beispielsweise beim Backen auf Teigwaren gegeben oder anders als Gewürz verwendet. Auch gemahlene Schwarzkümmelsamen kommen im Handel vor und können auf ähnliche Weise zur Zubereitung von verschiedenen Speisen genutzt werden.

Als von besonderer Bedeutung hat sich in der letzten Zeit allerdings das Schwarzkümmelöl erwiesen. Dieses wird aus den Samen kaltgepresst und bringt einen würzigen Geschmack mit sich. Das Schwarzkümmelöl kann gut verdaut werden und eignet sich hervorragend zur Zubereitung diverser Speisen. Auf Wunsch kann das Anwendungs- und Wirkungsgebiet des Schwarzkümmelöls allerdings auch auf Bereiche außerhalb der Küche ausgedehnt werden, wo eine noch stärkere Heilwirkung entfaltet wird.


Wie sehen die Inhaltsstoffe von Schwarzkümmelöl aus?

Weiter oben wurde bereits erwähnt, dass Schwarzkümmelöl besonders reichhaltig mit verschiedenen Vitalstoffen ausgestattet ist, die für den menschlichen Körper überlebenswichtig sind. Bei einer groben Unterteilung lässt sich auf den ersten Blick feststellen, dass Schwarzkümmelöl mit rund 21 Prozent einen relativ hohen Anteil an hochwertigen Eiweißen und circa 35 Prozent an natürlichen Pflanzenfetten mit sich bringt. Die Pflanzenfette wiederum lassen sich in diverse Öle, genauer gesagt, fette und ätherische Öle unterteilen.

Pflanzen oder Samen, die ätherische Öle enthalten, sind einerseits meist für ihren aromatischen Geschmack andererseits aber auch für ihre verschiedenen Heilwirkungen bekannt. Die fetten Öle, die sich im Schwarzkümmelöl finden lassen, sind zum Großteil mehrfach ungesättigte Fettsäuren, und dadurch für den Menschen besonders wichtig, da sie dabei helfen, das Immunsystem am Laufen und stabil zu halten.

Darüber hinaus enthält Schwarzkümmelöl verschiedene Aminosäuren, Linolsäure, Palmitolsäure, Myristinsäure, Saponine, Thymochinon, sowie Triterpensaponine, die als jeweiliger Bestandteil eine eigene, spezifische Wirkung mit sich bringen. In ihrer Gesamtheit allerdings sorgen viele der Stoffe dafür, dass die Mixtur aus verschiedenen gesunden Stoffen vom menschlichen Körper noch schneller aufgenommen und noch besser verarbeitet werden kann.

Beispielhafte Anwendungsgebiete von Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl wird bei verschiedenen Krankheitsbildern angewandt, die innerhalb dieser Ausführungen nicht in vollem Umfang diskutiert werden können. Aus diesem Grund sollen zwei verschiedene Anwendungsgebiete herausgegriffen und konkretisiert werden. Danach erfolgt eine kleine Auflistung verschiedener anderer Wirkungsweisen von Schwarzkümmelöl, die denkbar und unter Umständen auch nachgewiesen worden sind. In vielen Bereichen sieht die aktuelle Situation derzeit allerdings so aus, dass umfangreiche klinische Testreihen mit eindeutigem Ergebnis noch ausstehen, verschiedene Studien an Tieren allerdings bereits die erwarteten positiven Effekte messbar machten. Dementsprechend handelt es sich nur um eine Frage der Zeit, bis die verschiedenen Wirkungen des Schwarzkümmelöls durch die offizielle Bestätigung dann auch von allen Teilen der Bevölkerung anerkannt werden müssen.¹

Schwarzkümmelöl gegen Neurodermitis

In modernen Zeiten leiden immer mehr Menschen unter verschiedenen Hautreizungen und Irritationen. Neurodermitis kommt mittlerweile auch besonders häufig bei Kindern vor und ist dann in den meisten Fällen nicht nur lästig, sondern kann gleichzeitig auch zu überaus schmerzhaften Erfahrungen führen. Schwarzkümmelöl hat sich als unterstützendes Heilmittel ohne chemische Zusätze bei der Behandlung von Neurodermitis bewährt. Der hohe Öl- und Fettgehalt des Schwarzkümmelöls kann dabei helfen, die betroffenen Hautstellen vom Juckreiz zu befreien, die einzelnen Hautpartien besser zu durchbluten und dadurch langfristig auch vom Juckreiz zu befreien. Die äußerliche wie auch die innerliche Anwendung von Schwarzkümmelöl wird empfohlen.

Schwarzkümmelöl gegen Asthma

Schwere asthmatische Erkrankungen bringen für den Menschen in den meisten Fällen die Gabe von Cortison ein, einem heftigen Wirkstoff, der enorme Nebenwirkungen mit sich bringt. Schwarzkümmelöl kann dabei helfen, die Einnahme von Cortison zu verhindern, ohne unter gesteigerten asthmatischen Beschwerden zu leiden. Auch andere Erkrankungen der Atemwege können durch die Einnahme von Schwarzkümmelöl gelindert werden. Die Regelmäßigkeit dieser Einnahme ist dabei selbstverständlich absolute Voraussetzung.

Die Wirkungsweise von Schwarzkümmelöl basiert in diesem Zuge auf seiner Fähigkeit, die Immunabwehr regulieren zu können. Die Prostaglandine, die im Öl enthalten sind, sind hierfür verantwortlich. Da es sich bei Asthma und anderen allergischen Krankheiten um eine Art Überschussreaktion der Immunabwehr handelt, lässt sich auf diese Weise auch erläutern, inwiefern Schwarzkümmelöl bei derartigen Krankheitsbildern wirken kann.

Schwarzkümmelöl gegen andere Beschwerden und Krankheiten

Schwarzkümmelöl ist überaus vielseitig einsetzbar und kommt unter anderem auch bei Blähungen und Verdauungsbeschwerden zum Einsatz. Immunschwäche, Leberleiden, Schuppenflechten oder Hautpilz können mithilfe von Schwarzkümmelöl ebenfalls unter Kontrolle gebracht werden. Neuerdings werden außerdem verschiedene Untersuchungen angestellt, die Schwarzkümmelöl als begleitendes Mittel bei der Krebstherapie einsetzen sollen. Endgültige Ergebnisse stehen diesbezüglich allerdings noch aus.

Wichtig für die Wirkungsweise von Schwarzkümmelöl ist vor allem die Qualität, in der das Heilmittel erstanden wird. Bei minderwertiger Qualität lässt sich in der Regel auch nur eine verringerte Heilwirkung erkennen. Da das Öl sowohl äußerlich wie auch innerlich angewendet werden kann, könnte es unter Umständen zu Nebenwirkungen kommen. Wer beispielsweise eine Kontaktallergie oder eine Magen-Darm-Reizung nach der Anwendung bei sich entdeckt, sollte auf die Verwendung von Schwarzkümmelöl zukünftig verzichten.

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Quelle:

¹ Schwarzkümmel: Anwendungsgebiete & Nutzung – schwarzkuemmeloel.info
² Schwarzkümmelöl: in Kapseln oder als Öl

Linktipps:

– Blutwurz (Tormentill) | Heilpflanzenlexikon
– Manuka Honig – das Heilmittel aus der Natur
– Wertvolle Speiseöle – ein gesunder Genuss
– Indisches Fladenbrot Chapati & Naan

Fotocredit: © Shutterstock / Swapan Photography