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Raucherberatung hilft bei Tabakentwöhnung

Raucherberatung hilft bei Tabakentwöhnung

Raucherberatung

Die Zigarette danach als Automatismus, die Zigarette bei Stress als psychische Stütze, die Zigarette in Gesellschaft als Genuss. Rauchen ist eine Gewohnheit, die den Alltag bestimmt, doch es ist noch viel mehr als nur Gewohnheit. Rauchen ist eine Sucht, die tödlich enden kann. Auch wenn sich durch die Diskussion über Rauchverbote das Problemewusstsein langsam ändert, stehen Entwöhnungswillige vor den gleichen Problemen. Ihnen will das Rauchfrei Telefon, ein österreichweites Service zur Unterstützung und Beratung in der Tabakentwöhnung, ein Angebot machen.




Raucherentwöhnung? Das Rauchfrei Telefon hilft!

Jedes Jahr sterben in Österreich jährlich rund 14.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Das sind in etwa 40 Menschen jeden Tag. Viele Betroffene kommen ohne professionelle Hilfe nicht vom Glimmfstängel los.

Die österreichweite Initiative Rauchfrei Telefon bietet Interessenten bereits seit Jahren erfolgreich eine umfassende Beratung und Begleitung bei der Tabakreduktion oder beim Rauchstopp. Wir stellen dieses Service und weitere Angebote im Interview mit OA Dr. Herbert Nell (Lungenfacharzt WGKK), Mag. Melanie Stulik (Psychologin) und Mag. Claudia Bauernhuber (Psychologin) und Christian, einem Teilnehmer des Raucherentwöhnungsprogramms des Josefhofs genauer vor.

Raucherberatung – Interview mit OA Dr. Herbert Nell, Mag. Melanie Stulik und Mag. Claudia Bauernhuber

 

Weitere Filme finden Sie unter www.vielgesundheit.at

Dr. Nell: Das Rauchen ist mit einigen der wesentlichsten Todesursachen unserer Industrieländer verbunden und es erhöht die Sterblichkeit eindeutig, das heißt wir können von Studien ausgehen, dass ein Permanentraucher etliche Lebensjahre im Vergleich zu einem Nichtraucher verliert, und zwar nicht nur wegen Lungenkrankheiten, sondern auch wegen einigen anderen wesentlichen Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßverengung und natürlich Krebserkrankungen.

Anmerkung: Die im Tabakrauch enthaltenen Schadstoffe schädigen nahezu jedes Organ des Körpers. Jeder zweite Raucher stirbt frühzeitig an einer tabakassoziierten Erkrankung.

Dr. Nell: Ein hoher Prozentsatz an Rauchern sind abhängige Raucher, das heißt bei ihnen handelt sich um eine Suchterkrankung und wie bei allen anderen Suchterkrankungen auch, ist die Entwöhnung schwierig und viele dieser Patienten brauchen einige Anläufe um dann permanent Nichtraucher zu werden. Das Problem ist eher, dass aufgrund der häufigen Rückfälle, die süchtige Raucher haben, oft mutlos werden und dann irgendwann einmal die Versuche mit dem Rauchen aufzuhören nicht mehr konsequent fortsetzen. Hier braucht man eine Motivation, jemanden, der einen begleitet und sagt welche andere Wege es geben könnte. Man sollte nicht allein gelassen werden mit diesem Problem.

Anmerkung: Wer es alleine nicht schafft kann sich auf verschiedenen Wege Hilfe holen, Österreichs Sozialträger bieten verschiedene, hochwertige Raucherentwöhnungsprogramme an. Viel Anklang findet das sogenannte Rauchfrei Telefon, eine österreichweite Initiative der Länder, Sozialversicherungsträger und des Bundesministeriums für Gesundheit, betrieben von der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse. Speziell geschulte klinische und Gesundheitspsychologen beraten Raucherinnen und Raucher telefonisch bei ihrer Tabakentwöhnung.

Mag. Stulik: Wir verzeichnen 4.500 Anrufe pro Jahr und davon sind circa 3.500 Informations- und Beratungsgespräche. Wir merken auch, dass diese Telefonberatung am Anfang für viele nicht vorstellbar ist, aber gerade am ende der Beratung sind die meisten sehr begeistert, dass es wirklich funktioniert und dass es eine professionelle Beratung ist, die wirklich über Monate fortläuft. Die Vorteile sind, dass man eine geringe Hemmschwelle hat wirklich zum Telefonhörer zu greifen. Jeder hat heutzutage das Handy dabei. Gerade bei Jugendlichen merken wir, dass dieses Medium sehr stark genutzt wird und natürlich fallen auch die Wartezeiten. Mit Terminvereinbarung ist das wirklich flexibler und es spricht einfache für sich.

Anmerkung: Das Rauchertelefon steht den Betroffenen von 10:00 bis 18:00, Monatag bis Freitag zur Verfügung. Der Großteil der Raucher, die eine Beratung des Rauchertelefons in Anspruch nehmen, weisen eine starke körperliche Abhängigkeit auf. Mindestens 90 Prozent der Raucher haben vor ihrem ersten Kontakt mit dem Rauchertelefon bereits einen Ausstiegsversuch unternommen.

Mag. Stulik: Unser Service ist ein sehr wirksames Angebot. Rund ein Drittel bleibt auch rauchfrei. Der Hauptanteil unserer Anrufer sind abhängige Raucherinnen und Raucher, sowie ehemalige, die sich zur Auferhaltung der Abstinenz an uns wenden und Angehörige. Nach einem ausführlichen Erstgespräch, wo wir uns anschauen was so die persönlichen Schwierigkeiten beim aufhören sind, bieten wir ungefähr fünf bis acht Beratungsgespräche an, wo wir gemeinsam in der ersten Phase des Rauchfreiwerdens unterstützen und begleiten. Also es ist eine kostenlose Beratung und auch die Begeleitmaterialien werden zugesendet, nur der Erstkontakt kostet einige Cent.

Anmerkung: Auch der Josefhof, eine Gesundheitseinrichtung der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau, hat sich neben seinen vielseitigen, präventiv orientierten Gesundheitsprogrammen vor allem auch der Raucherentwöhnung verschrieben.

Mag. Bauernhuber: Wir haben ein Programm in sieben Tagen, für Raucherinnen und Raucher, die das Rauchen aufgeben wollen, aber nicht so stark von der Zigarette abhängig sind und auch eigentlich überhaupt noch keine tabakassoziierten Erkrankungen haben. Das zweite Programm ist das Raucherentwöhnungsprogramm in 20 tagen. Das ist für jene Raucher und Raucherinnen, die ebenfalls motiviert sind mit dem Rauchen aufzuhören, aber vor allen Dingen eine höhere Nikotinabhängigkeit aufweisen und die mitunter schon tabakassoziierte Erkrankungen haben. Wir können die Intensität unseres Entwöhnungsprogramms auf ihre Abhängigkeit abstimmen und so auch die langfristigen Chancen steigern, dass sie auch zu hause wirklich rauchfrei bleiben. Wir verwenden den Fagerström-Test für Nikotinabhängigkeit. Mit diesem Test kann man die Abhängigkeitsstärke der Zigarette erheben, er hat sich in in internationalen Studien als valides und konsistentes Messgerät herausgestellt.

Anmerkung: Für jeden Teilnehmer wird dann ein sogenanntes Drehbuch entworfen. Dieses enthält das fixe Datum des Rauchstops, sowie den Weg zum Nichtraucherdasein. Diesen Weg müssen die Teilnehmer aber nicht alleine bestreiten, sondern haben gleichgesinnte unter sich. In diesen Gruppensituationen können die Teilnehmer voneinander lernen sich gegenseitig austauschen und bestärken. Einen zusätzlichen Motivationsschub erhalten sie von der täglichen Kohlenmonoxidmessung in der Lunge.

Mag. Bauernhuber: Die Kohlenmonoxidmessung führen wir mittels Smokalizer durch und wir messen damit den Kohlenmonoxidgehalt in der Ausatemluft des Teilnehmers. Mit dem Rauchen nimmt der Raucher das Gas Kohlenmonoxid auf, dieses heftet sich an die roten Blutkörperchen und vertreibt somit den Sauerstoff im Körper. Bei der Messung selbst atmet der Raucher tief ein, hält den Atem für 15 Sekunden an und atmet dann gleichmäßig und vollständig in diesen Smokalizer aus.

Anmerkung: Neben guten Gründen für die Rauchfreiheit und einen persönlichen Motivationssatz ist es vor allem wichtig Alternativen und Strategien zur Zigarette zu entwickeln. Am Josefhof erarbeiten die Teilnehmer ihren persönlichen Werkzeugkoffer, in dem sie in Verlangenssituationen passende Strategien wählen können. Christian ist seit vielen Jahren Raucher. Viele versuche alleine von der Nikotinsucht loszukommen scheiterten.

Christian: Meine größte Motivation beim Aufhören ist natürlich die Gesundheit, aber es sind auch meine Kinder. Ich habe es meinen Kindern versprochen, dass ich nach dieser Woche rauchfrei bin und so wird es auch sein.

Anmerkung: Wer dem Rauchen entsagt kann seine Gesundheit stärken und somit auch sein Leben retten, geschulte Psychologen helfen ihnen gerne dabei.

Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 810 013 (www.rauchfrei.at, info@rauchfrei.at) wird österreichweit Beratung und Information rund um das Thema Tabakabhängigkeit durch Expertinnen und Experten angeboten. Während der Beratungszeiten (Montag bis Freitag, zwischen 10 und 18 Uhr) sind zwei Telefonleitungen besetzt.

Weitere Informationen finden sie unter rauchfrei.at oder und www.josefhof.at

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  • Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Produkt darf nicht an Personen unter dem gesetzlichen Mindestalter abgegeben werden.

Linktipps:

– Rauchstopp: mit fünf Tipps zum Nichtraucher
– Umfrage: Generelles Rauchverbot in Lokalen ja oder nein?
– Nikotinpflaster & Co. zur Raucherentwöhnung?
– Warum rauchen wir eigentlich?
– Erektionsstörungen durch Rauchen

Kave Atefie





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