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Pflanzen fürs Büro – bessere Raumluft durch Zimmerpflanzen

Pflanzen fürs Büro – bessere Raumluft durch Zimmerpflanzen

Pflanzen fürs Büro

Wir verwenden viel Zeit, um unser Zuhause in eine Wohlfühloase zu verwandeln und mit Blumen und Pflanzen unsere Umgebung zu verschönern. Allerdings verbringen wir im Schnitt 20 Prozent unseres Lebens am Arbeitsplatz und insgesamt fast 90 Prozent in geschlossenen Räumen. Ein guter Grund, um auch über eine gesunde Arbeitsatmosphäre nachzudenken. Glücklicherweise gibt es eine schnelle, einfache und dazu auch noch recht kostengünstige Weise die Raumluftqualität im Büro zu verbessern: bestimmte Zimmerpflanzen verbessern das Raumklima indem Sie Schadstoffe aus der Luft filtern, für Luftfeuchtigkeit sorgen, Sauerstoff produzieren und sie sehen dabei auch noch dekorativ aus.



Wir sind täglich Schadstoffen ausgesetzt, nicht nur im Freien, sondern auch zu Hause und in Büroräumen – durch Möbel, Reinigungsmittel, Farben, Lacke und Teppichböden. Die enormen Belastung der Raumluft mit Chemikalien (Trichlorethylen, Formaldehyd, Benzol etc.), Schimmelsporen und Allergenen kann verständlicherweise unterschiedliche gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Für die entstehenden Symptome gibt es bereits eine Bezeichnung. Man nennt sie in ihrer Gesamtheit das Sick-Building-Syndrom.

Speziell am Arbeitsplatz können spezielle Pflanzen zu einer besseren Raumluft beitragen. Ausgewählte Zimmerpflanzen sind hierfür ein guter Tipp, sie reinigen nicht nur die Raumluft, in dem sie Schadstoffe abbauen, Kohlendioxid verbrauchen, sowie die Luftfeuchtigkeit in den Räumen erhöhen und dadurch Staub binden, sie haben auch eine positive Wirkung auf unsere Psyche. Allein das Betrachten von Grünpflanzen steigert die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz. Die grüne Farbe von Pflanzen erhöht die Konzentration, wirkt beruhigend, motivierend und vermindert Stress – von der guten Raumluf die die Pflanzen bringen, gar nicht zu reden.


Gesundes Grün, saubere Raumuft

Zimmerpflanzen kommen nachweislich gegen gesundheitsschädlichen Stress an: Verschiedene Studien belegen, dass der Anblick von Grünpflanzen stressbedingten Spannungszuständen entgegenwirkt – und zwar schon innerhalb weniger Minuten. Dies lässt sich mit Hilfe von Messungen des Blutdrucks, der Muskelspannung und des Hautwiderstandes zweifelsfrei dokumentieren.

Natürliches Grün in geschlossenen Räumen kann also in mehrfacher Hinsicht zu einer Verbesserung des Raumklimas beitragen. Durch die Verdunstung des Gießwassers über die Blätter wird die Luftfeuchtigkeit angehoben, was dem Raumklima zugute kommt.

Ein großes Blattvolumen und zarte Blätter haben einen besonders hohen Verdunstungsgrad. Die optimale relative Luftfeuchtigkeit in Räumen sollte bei etwa 45 bis 50 Prozent liegen. Gerade in der Heizperiode sinkt sie aber oft stark ab. Es kommt zum Austrocknen der Schleimhäute. Müde Augen, trockene Haut und lästige statische Entladungen beim Anfassen metallischer Gegenstände sind eine verbreitete Folge mangelnder Luftfeuchtigkeit. Zudem steigt die Anfälligkeit für grippale Infekte bei schlechter Raumluft.

Trockene Luft ist auch immer sehr viel staubhaltiger als feuchte, denn die Staubpartikel sind leichter, wenn sie wenig Feuchtigkeit enthalten. Durch elektrostatische Aufladung werden die Staubpartikel noch zusätzlich aufgewirbelt. Ein – besonders für Allergiker – sehr unangenehmer und belastender Zusatzeffekt.

Doch auch hier können Pflanzen helfen das Raumklima und die Luftqualität zu verbessern, denn sie sind auch regelrechte Staubfänger und reinigen so die Luft – allerdings nur sofern sie selbst hin und wieder vom Staub befreit werden.


Was Zimmerpflanzen im Büro bringen

  • Zimmerpflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Das ist besonders bei trockener Luft im Winter gut für die Gesundheit. Dies kann Reizungen der Atemwege vorbeugen.
  • Zimmerpflanzen filtern in geringem Ausmaß Schadstoffe aus der Luft.
  • Auf den Blättern der Pflanzen wird der Staub aus der Raumluft gebunden. Das reduziert die Staubbelastung im Innenraum. Stauben Sie Ihre Pflanzen daher regelmäßig vorsichtig ab.
  • Begrünte Büros und Arbeitsplätze fördern die Konzentration und wirken stressmindernd. Sie beugen Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen und Hautreizungen vor.
  • Zimmerpflanzen reduzieren zudem den Lärmpegel.

Studien belegen, dass begrünte Büros deutlich positive Wirkungen auf das Wohlbefinden und die Arbeitszufriedenheit zur Folge haben. Die verbesserte Raumluft und die anderen positiven Auswirkungen der Grünpflanzen führen auch zu einer gesteigerten Effizienz und Effektivität der Arbeit. Gemessen kann das beispielsweise an Ausfallzeiten und an der Fluktuationsrate werden.

Investitionen in die fachgerechte Begrünung tragen also auch dazu bei, betriebliche Kosten zu senken und die Produktivität zu erhöhen.


Geeignete Blumen und Pflanzen fürs Büro

Orchideen heben allein durch ihren Anblick die Stimmung. Sie nehmen Kohlendioxid, das wir ausatmen auf und eignen sich hervorragend für den Arbeitsplatz. Das Zyperngras ist ein wahrer Feuchtigkeitsspender. Die Arecapalme und Ficus Benjamin eignen sich hervorragend zur Filterung von Formaldehyd, das in Kunststoff und Teppichböden enthalten ist, während die Grünlilie besonders viel Kohlendioxid aufnimmt und in Sauerstoff umwandelt. Efeu, Sanseveria und Spatiphyllum sind Pflanzen, die es sogar schaffen über 50% des Kohlendioxids zu reduzieren. Der Gummibaum und der Drachenbaum sind echte Allrounder. Sie binden Giftstoffe, filtern Staub aus der Luft und sind hervorragende Luftbefeuchter.


Die besten Büropflanzen für saubere Luft

  • Arecapalme

Sie bringt eine bedeutende Verbesserung der Raumluft, da große Wasserabgabe an die Umgebung erfolgt. Außerdem sehr gute Bekämpfung der Luftverschmutzung allgemein. Die Arecapalme wächst schneller als andere Palmenarten.

  • Bergpalme (Chamaedora)

Ein regelrechter „Schadstofffresser“; sehr widerstandsfähig gegen Schädlinge; verleiht ihrem Arbeitsplatz ein tropisches Flair.

  • Birkenfeige (Ficus benjamina)

Ein Klassiker unter den Zimmerpflanzen, nicht zu Unrecht: sie baut Schadstoffe gut ab und ist sehr pflegeleicht, mag aber keinen Ortswechsel.

  • Drachenbaum

Er ist ideal für die Vernichtung von Formaldehyd – er eliminiert bis zu 70 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Aber auch Benzol und Trichlorethylen wird von den Pflanzen aus der Drachenbaumfamilie genauso wie vom Efeu zu hohen Prozentzahlen entfernt.

  • Efeu

Efeu baut innerhalb von 24 Stunden Benzol bis zu 90 Prozent ab. Auch Trichlorethylen kann vom Efeu reduziert werden, nämlich immerhin um bis zu 11 Prozent. Allerdings mag es Efeu im Winter kühl, überlebt also nicht allzu lange in geheizten Räumen bzw. wird dort anfällig für Schädlinge. Er fühlt sich daher in Treppenhäusern und Stiegenhäusern am wohlsten.

  • Nachtfalter-Orchidee

Sie blüht oft bei hoher Luftfeuchtigkeit und entfernt sehr effektiv das giftige Xylol aus der Raumluft.

  • Schwertfarn „Bostoniensis“

Als eine der ältesten Pflanzen der Welt, entfernt der Schwertfarn Schadstoffe am besten, hat selten Schädlinge und gilt als hervorragenderer Luftbefeuchter; zusätzlich gibt eine sehr schöne Zimmerdekoration ab.

Pflanzen, die auch mit wenig Licht auskommen, also für Nordfenster geeignet sind:

– Baumfreund (Philodendron)
– langblättrige Birkenfeige (Ficus longifolia)
– Efeuaralie (Fatshedera)
– Einblatt (Spathiphyllum wallisii)
– Fensterblatt (Monstera)
– Pfeilwurz (Maranta leuconeura)

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Quellen:

¹ Fonds Gesundes Österreich
² www.umweltberatung.at

Linktipps:

– Pflanzen im Büro – Dschungel statt Papierberge
– Wie gesund ist ihr Arbeitsplatz?
– Feng Shui – über den Zusammenhang von Lebensraum und Wohlbefinden

Kave Atefie





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